26.05.2015 09:00 Deutsches Theater Berlin

Theater Berlin: Autorentheatertage Berlin 2015 - man entdeckt anders

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Man liest Texte anders, wenn man weiß, dass es um deren Uraufführung geht; (c) Deutsches Theater Berlin

Von: GFDK - Deutsches Theater Berlin

Man liest Texte anders, wenn man weiß, dass es um deren Uraufführung geht. Man diskutiert sie anders und arbeitet anders damit – und man wird sie im Ergebnis auch anders betrachten.

Theater Berlin

Der Grad der Verbindlichkeit ist höher, die Beziehung zum Autor, seiner Sprache, seinem Stoff wird intensiver, und nicht zuletzt nimmt auch der Druck zu, einen Weg zu finden, die spekulativen Qualitäten und Kräfte eines Textes Wirklichkeit werden zu lassen. Kurz: Man entdeckt anders. Und man entdeckt anderes. Zu dem Schritt vom Werkstattformat zur Uraufführung hat sich das Deutsche Theater Berlin zusammen mit dem Burgtheater Wien und dem Schauspielhaus Zürich entschlossen. Vier Uraufführungen wird es im Rahmen dieser Autorentheatertage geben – zwei zur Eröffnung, zwei zum Finale des Festivals. Das ist
ein deutliches Bekenntnis der beteiligten Theater, die Entdeckung von neuen Texten und Autoren zu ihrer Sache zu machen und in den Spielplänen zu verankern.

Dass dabei neben den drei Auswahltexten der Jury – dosenfleisch von Ferdinand Schmalz, Archiv der Erschöpfung von Sascha Hargesheimer und Szenen der Freiheit von Jan Friedrich – mit Der Neue Himmel von Nolte Decar auch ein Stück der engeren Wahl zur Uraufführung kommt, ist ein Zeichen der Vielfalt und Verschiedenheit der Texte und Theaterfantasien. Dieses Spektrum eröffnen auch die Gastspiele bemerkenswerter Inszenierungen von Gegenwartsdramatik, die sich programmatisch in den dringlichen Themen unserer Zeit treffen – sowie in der Überzeugung, dass die beste und nachhaltigste Autorenförderung die Aufführung eines Textes ist.

Freunde der Kunst

Wir wünschen Ihnen spannende Autorentheatertage 2015!

Ulrich Khuon, Christa Müller und John von Düffel

Übersicht:
Die Uraufführungen

dosenfleisch von Ferdinand Schmalz
Regie: Carina Riedl
Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
Premiere am 13. Juni um 19 Uhr im Deutschen Theater, auch am 14. Juni

Szenen der Freiheit von Jan Friedrich
Regie: Fabian Gerhardt
Eine Produktion des Deutschen Theaters in Kooperation mit der UdK Berlin
Premiere am 13. Juni um 21 Uhr in der Box, auch am 14. Juni und in der Langen Nacht der Autoren

Archiv der Erschöpfung von Sascha Hargesheimer
Regie: Friederike Heller
Eine Produktion des Deutschen Theaters
Premiere am 25. Juni in den Kammerspielen, auch in der Langen Nacht der Autoren

Der neue Himmel von Nolte Decar
Regie: Sebastian Kreyer
Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich
Premiere am 26. Juni im Deutschen Theater, auch in der Langen Nacht der Autoren

Zum Abschluss der Autorentheatertage hat das Publikum Gelegenheit in der Langen Nacht der Autoren am 27. Juni drei dieser vier Uraufführungen ('Der neue Himmel' – 'Szenen der Freiheit' – 'Archiv der Erschöpfung') an einem Abend zu sehen.

Die Gastspiele

Schauspielhaus Graz
Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend Oliver Kluck zur gleichnamigen Autobiographie von Andreas Altmann
Regie: Christina Rast
14. und 15. Juni, Kammerspiele

Münchner Kammerspiele
Das schweigende Mädchen von Elfriede Jelinek
Regie: Johan Simons
16. Juni, Deutsches Theater

Neues Theater Halle
Wir sind keine Barbaren! von Philipp Löhle
Regie: Ronny Jakubaschk
16. und 17. Juni, Box

Staatsschauspiel Dresden
mein deutsches deutsches Land von Thomas Freyer
Regie: Tilmann Köhler
17. Juni, Kammerspiele

Frascati Theater Amsterdam
Labyrinth
Installative Dokumentation eines Theaterstücks, dessen Protagonisten nicht reisen dürfen
von 'We Are Here Cooperative' und Nicolas Stemann
18.Juni, Deutsches Theater

Burgtheater Wien
Am Beispiel der Butter von Ferdinand Schmalz
Regie: Alexander Wiegold
18. und 19. Juni, Box

Schauspiel Köln
Die Lücke. Ein Stück Keupstraße
Regie: Nuran David Calis
19. und 20. Juni, Kammerspiele

Residenztheater München
Phosphoros von Nis-Momme Stockmann
Regie: Anne Lenk
20. Juni, Deutsches Theater

Residenztheater München
Urteile
Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München
von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi
20. und 21. Juni, Box

Schauspiel Frankfurt
Container Paris von David Gieselmann
Regie: Christian Brey
21. Juni, Kammerspiele

Burgtheater Wien
Die Schutzbefohlenen von Elfriede Jelinek
Regie: Michael Thalheimer
22. und 23. Juni, Deutsches Theater

Theater Münster
Auch Deutsche unter den Opfern
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Regie: Tuğsal Moğul
23. und 24. Juni, Box