07.06.2012 07:55 gemeinschaftsprojekt von Kurt Weill und Bertolt Brecht

Stadttheater Fürth zeigt: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony am 27.6.2012

(c) Stadttheater Fürth

Von: Christof Goger

„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ war nach der „Dreigroschenoper“ die zweite gemeinsame Arbeit des Erfolgsduos Kurt Weill und Bertolt Brecht. Die Inszenierung des Staatstheaters am Gärtnerplatz von Thomas Schulte-Michels verdeutlicht, wie aktuell die deutlich hervortretende Kapitalismuskritik heute noch ist. Bei der Uraufführung 1930 provozierte die ebenso ernüchternde wie mutige Aussage der Oper noch einen Skandal: Der Kommerz herrscht über die Menschen in Mahagonny, sie haben nichts als nur Vergnügen und
Profit im Sinn, jeder ist für sich selbst verantwortlich, Liebe gibt es nur auf Zeit und Gott existiert höchstens im Spiel.


Zwei Männer und eine Frau beschließen auf der Flucht vor der Polizei in einer öden Gegend die Stadt Mahagonny zu gründen. Weil in dieser Stadt alles erlaubt ist, wächst sie schnell. Überall herrscht Hochkonjunktur. Doch das Glück ist nicht von Dauer. Ein sich nähernder Hurrikan verschont zwar die Stadt, aber die Bedürfnisse steigen - und mit ihnen die Preise. Hurerei, Saufgelage und Boxwettkämpfe als Inhalt des Lebens befriedigen nur, solange man seine Zeche
bezahlen kann.Neben den gesellschaftskritischen Ansätzen waren Brecht und Weill auch unterhaltsame Aspekte wichtig:


„Mahagonny ist ein Spaß“, schrieb Brecht über dieses Werk. Musikalisch betrachtet parodiert es die Gattung Oper und wartet mit einem Spektrum unterschiedlichster musikalischer Sprachen auf: mit Music-Hall-Songs und Schlagern, mit Ariosi, großen Ensembles und Choraladaptionen,
Bach, Mozart und Verdi augenzwinkernd zitierend.

 

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony
Gastspiel Staatstheater am Gärtnerplatz, München
Oper von Kurt Weill | Text von Berthold Brecht
Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
Inszenierung/Bühne: Thomas Schulte-Michels
Kostüme: Tanja Liebermann mit Marianne Larsen/Ann-Katrin Naidu, Cornel Frey, Holger Ohlmann/Stefan Sevenich, Heike Susanne Daum/Elaine Ortiz Arandes, Wolfgang Schwaninger, Harrie van der Plas/Adrian Xhema, Gregor Dalal/Gary Martin, Sebastian Campione/Martin Hausberg, Adrian Sandu


Stadttheater Fürth, Großes Haus
Mittwoch, 27. Juni 2012, 19.30 Uhr
€ 53,- /47,- /39,- /28,- /11,-
Theaterkasse: Tel. 0911/974 24 00 • Fax 0911/ 974 24 44 • e-mail: theaterkasse@remove-this.fuerth.de

 

Stadttheater Fürth • Christof Goger • Königstr. 116 • 90762 Fürth
Tel. 0911/974 24 03 • Fax 0911/974 24 44 • e-mail pressestelle.theater@fuerth.de

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