02.02.2013 08:00 Kleines Haus

Staatstheater Wiesbaden: Die Wildente - Schauspiel von Henrik Ibsen, Premiere am 2.2.2013

Staatstheater  Wiesbaden: Die Wildente - Schauspiel von Henrik Ibsen, Premiere am 2.2.2013

(c) Lena Obst

Von: GFDK - Staatstheater Wiesbaden - 10 Bilder

Gregers Werle trifft bei einem Empfang im Hause seines reichen Vaters seinen Jugendfreund Hjalmar Ekdal wieder. Als er zu erkennen meint, in welchem Gespinst aus Lügen Hjalmar lebt, findet er scheinbar die Aufgabe seines Lebens: Er will seinem Freund die Augen über seine ‚unwahrhaftige Existenz‘ öffnen.

Hjalmar lebt mit Gina und der heranwachsenden Tochter Hedwig in bescheidensten Verhältnissen. Seine Zeit verbringt er mit einer angeblich bahnbrechenden Erfindung, die nie realisiert werden wird, während Gina und die junge Hedwig für den Unterhalt der Familie sorgen. Hedwig pflegt auf dem Dachboden eine verletzte Wildente, die ihr liebster Besitz ist.

Auf tragikomische Weise zerstört Gregers Werle diese kleine Welt mit seinem Wahrheitsfanatismus. Was gut gemeint scheint (ein Leben ohne falsche Illusion zu leben), erweist sich als zerstörerischer Fehlschluss.

‚Wenn Sie einem Menschen die Lebenslüge nehmen, so bringen Sie ihn gleichzeitig um sein Glück‘ lässt Ibsen den Arzt Relling in seinem Stück sagen. ‚Die Wildente‘ entstand 1883/84. Ibsen wandte sich mit diesem Stück stärker den existentiellen Fragen des Lebens zu als in seinen vorher entstandenen gesellschaftskritischen Texten. Die Frage von Schein und Sein und das Paradoxon, dass die Wahrheit das Glück einer ganzen Familie zerstört, lotet Ibsen hier auf subtile und dramaturgisch raffinierte Weise aus. Zugleich verleiht er den Figuren der Familie Ekdal große emotionale Kraft. Der Kritiker Alfred Kerr nannte ‚Die Wildente‘ ein Gipfelwerk des bürgerlichen Dramas.

Intendant Manfred Beilharz, der sich zuletzt vor allem mit den Stücken Ödön von Horváths (‚Glaube Liebe Hoffnung‘ und ‚Geschichten aus dem Wiener Wald‘) sowie in der vergangenen Spielzeit mit Shakespeares ‚Othello‘ auseinander setzte, inszeniert Ibsens Meisterwerk.

Mit freundlicher Unterstützung der Julius Berger International GmbH und der Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH

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