19.12.2012 07:02 ein Gipfelpunkt der musikalischen Komödie

Staatstheater Nürnberg: Orpheus in der Unterwelt - Orphée aux enfers - Opéra buffon von Jacques Offenbach bis zum 11.2.2013

Staatstheater Nürnberg: Orpheus in der Unterwelt - Orphée aux enfers  - Opéra buffon von Jacques Offenbach bis zum 11.2.2013

Copyright: Ludwig Olah

Von: GFDK - Staatstheater Nürnberg - 5 Bilder

Der mittelmäßige Musiker Orpheus und seine Frau Eurydike haben sich auseinandergelebt. Wie praktisch für Eurydike, dass sie ohnehin seit längerem eine Affäre mit dem als Schäfer verkleideten Pluto, dem Gott der Unterwelt, hat; und wie angenehm für Orpheus, dass sie dank eines tödlichen Schlangenbisses zu den Göttern geholt wird. Doch was sind schon die Götter gegen den Druck der öffentlichen Meinung?

Denn diese greift leibhaftig in die Handlung ein, um das Image des Orpheus' als tadellosen Künstler zu retten: Als guter Ehemann hat er seine Frau aus der Unterwelt zurückzuholen! Da auch Gott Jupiter ein Auge auf Eurydike geworfen hat, eilt er ebenfalls in Plutos Reich – und die Götter nutzen die Gelegenheit zu einer fröhlichen Stippvisite in das Reich der Toten.

Der Mythos des antiken Sängers Orpheus, der selbst den Gott der Unterwelt mit seinem Gesang erweichen kann, ist eines der großen Themen der Operngeschichte – und wird in Jacques Offenbachs 1858 uraufgeführter Opéra buffon „Orpheus in der Unterwelt“ beißend parodiert. Offenbachs Mythentravestie zeigt verlogene Menschen und gelangweilte Götter, die in der Unterwelt das hemmungslose Vergnügen suchen. „Orpheus in der Unterwelt“ ist ein Gipfelpunkt der musikalischen Komödie und als Jacques Offenbachs erstes abendfüllendes Bühnenwerk der Startschuss für die Gattung der Operette.

Die Regisseurin Laura Scozzi hat als Choreographin bereits zahlreiche Werke Offenbachs auf die Bühne gebracht. In Nürnberg hat sie mit ihren frech-humorvollen Inszenierungen von „Benvenuto Cellini“, „Die Zauberflöte“ und „Die Reise nach Reims“ das Publikum begeistert. „Die Reise nach Reims“ wurde zudem für den deutschen Theaterpreis DER FAUST als beste Inszenierung in der Sparte Musiktheater nominiert.

Koproduktion mit dem Stadttheater Bern, der Opéra National de Bordeaux und der Opéra Municipale de la ville de Marseille.

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