09.10.2011 07:02 eine Reise in die Seelenlandschaft

Staatstheater Mainz: TOT IM ORIENT-EXPRESS - Kriminalfall inszeniert vom ungarischen Regisseur Viktor Bodó am 13.10.2011

Von: Staatstheater Mainz

Ein Verbrechen im Zug durch Europa. Mitten in der Nacht wird im Kurswagen eines Orient- Express‘ von Istanbul nach Calais ein Amerikaner tot aufgefunden. Der Zug ist irgendwo in den Schneewehen Jugoslawiens stecken geblieben. An Bord: Ein Detektiv, eine Leiche und skurrile Figuren unterschiedlichster Nationalitäten.

Als von der Außenwelt abgeschottetes System bildet dieser Zug voller Verdächtiger den Schauplatz für eine absurde Jagd nach dem Bösen. Wer ist der Mörder? Ein ungarischer Graf mit Gattin, ein britischer Kolonialoffizier, eine russische Prinzessin im Exil oder eine portugiesische Missionarin? Welches finstere Geheimnis verbindet die illustre Gesellschaft? Und sind alle die, die sie zu sein vorgeben?

Der junge ungarische Regisseur Viktor Bodó ist ein Theaterzauberer, ein anarchischer Poet. In seiner puristischen Theatersprache entstehen Bilder aus Erinnerungen, aus dem Unbewussten und aus Träumen - phantastisch, geheimnisvoll und surreal. Der weltberühmte Stoff dient ihm als Ausgangspunkt für eine Erkundung der Grenzen zwischen Fiktion und Realität, zwischen Theater und Wirklichkeit.

Die Handlung wird dabei zur Projektionsfläche für eine Reise in die Seelenlandschaften und Geheimnisse der Figuren, zu einer lustvollen Erkundung ihrer kulturellen Eigenarten. Der Kriminalfall ist nicht nur Anlass zu einem atemlosen „Whodunit“ sondern auch zur theatralischen Bestandsaufnahme des geeinten, „globalisierten” aber immer noch ziemlich wilden und kunterbunten Europas.

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