24.12.2012 08:02 Tanz-Doppelabend THE HOUSE THAT NEVER WALKED / HOMESCAPES

Staatstheater Kassel: HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m - Eine westafrikanisch-europäische Tanzproduktion am 6.1.2013

Staatsttheater Kassel: HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m -    Eine westafrikanisch-europäische Tanzproduktion am 6.1.2013

(c) Engelke

Von: GFDK - Staatstheater Kassel - 3 Bilder

„Zuhause“. HOME. – Ein innerer oder äußerer Ort, eine Prägung, eine Erinnerung, Zugehörigkeit, temporärer Zustand, eine Sehnsucht oder ein Entwurf? Mit jeweils eigenen Blickwinkeln und Schwerpunkten choreografieren der aus Österreich stammende und in Bremen lebende Helge Letonja (steptext dance project) und der unter anderem in Frankreich produzierende gebürtige Kenianer Opiyo Okach ihre Stücke zum Thema „zuhause“.

Im von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekt HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m begeben sich über 30 Tanzkünstler/innen aus Westafrika und Europa, aus dem Senegal, Deutschland, Österreich, Frankreich, Kenia, der Schweiz, Spanien, Mali und vielen Orten mehr auf eine gemeinsame künstlerische Reise. Die Beteiligten eint das Ziel, miteinander und mit ihrer Tanzkunst in einen produktiven Austausch zu treten, voneinander die Kultur des anderen zu lernen und sich für neue Formen des zeitgenössischen Tanzes zu öffnen.

 Helge Letonja befragt in seiner Choreografie HOMESCAPES den Körper als unser physisches Zuhause, als lebendige Heimat, als Erinnerungsspeicher. Wie zeigen sich individuelle „Heimaten“ in Bewegungssprachen? Wie sind universelle und kulturell gebundene Elemente in Bewegungsabläufen verankert? Wie schlagen sich die Erfahrungen verschiedener Lebensorte im Körper nieder; wie mischen sich in ihm „Herkunftssprachen“, durch Erleben gewachsene „Bewegungsheimaten“? Die Spurenlese wird zur vielsprachigen Choreografie über „zuhause“ als leiblichen und mentalen Prozess.

 Opiyo Okach erkundet in seinem Teil des Doppelabends, THE HOUSE THAT NEVER WALKED, „zuhause“ als kollektiven, wandelbaren, gemeinschaftlichen Raum, als erweiterte soziale Architektur in Interaktion mit ihrer Umwelt. Inspiration für seine Choreografie ist das Verhältnis traditioneller nomadischer Völker Afrikas zu „zuhause“. Für sie bedeutet es keinen konkreten, permanenten, geografisch lokalisierbaren Ort. Während ihrer jahreszeitlich bedingten Wanderungen bauen sie es immer wieder neu auf. Ihr Zuhause ist kein territoriales Eigentum. Okachs Tanzstück erkundet es als aktives Gefüge permanenter persönlicher und gemeinschaftlicher Neuverortungen.


Choreografie THE HOUSE THAT NEVER WALKED: Opiyo Okach
Choreografie HOMESCAPES: Helge Letonja

Mit: steptext dance project  Bremen und École des Sables, Senegal

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Goethe-Institut Dakar, Institut français, Senator für Kultur Bremen, Institut français Bremen.
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Kontakt

Juliane Clobes

E-Mail: juliane.clobes@staatstheater-kassel.de