24.11.2012 06:02 Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht

Staatsschauspiel Dresden: Die Dreigroschenoper bis zum 1.1.2013

Staatsschauspiel Dresden: Die Dreigroschenoper bis zum 1.1.2013

Foto: David Baltzer

Von: GFDK - Staatsschauspiel Dresden - 4 Bilder

1928 begann am Berliner Schiffbauerdamm die Geschichte eines Welterfolgs: Mackie Messer und seine Verbrecherbande, der korrupte Polizist Tiger Brown, der Bettlerkönig Peachum samt Frau und Tochter, die Bettler, Huren und Gauner gehören seither zu den Berühmtheiten des deutschen Theaters und bringen soziale und wirtschaftliche Missstände des Kapitalismus unterhaltsam und bitterböse aufs Tapet.

Zwar basiert der Erfolg des Frühwerks zum Teil auf einem Missverständnis: Eigentlich wollte Brecht vorführen, dass „die Ideenwelt und das Gefühlsleben der Straßenbanditen ungemein viel Ähnlichkeit mit der Ideenwelt und dem Gefühlsleben des soliden Bürgers haben“, es scheint aber, dass das Publikum weniger der Gesellschaftskritik applaudierte als vielmehr den Songs Kurt Weills (die bald schon zu regelrechten Gassenhauern avancierten), der romantischen Handlung und der Liebesgeschichte: Mackie Messer, der Verbrecher mit den Gamaschen, den weißen Glacéhandschuhen und der Narbe am Hals, heiratet Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs Jonathan Peachum.

Dieser macht das große Geld, indem er die Bettler der Stadt ausstaffiert, um das Mitleid der Bürger zu erregen. Er und seine Frau sehen durch die Heirat Pollys das Fundament ihres Gewerbes bedroht und liefern Mackie ans Messer. Mackie wird von Jenny und den Huren verraten, von denen er aus lieber Gewohnheit nicht lassen mag und steigt am Ende doch wieder vom Galgen herunter. Regie führt Friederike Heller. Am Staatsschauspiel Dresden entstanden unter ihrer Regie bereits Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und Peter Weiss’ „Marat / Sade“.

Kontakt

Martina Aschmies
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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