15.03.2017 06:38 top besetzung

Staatsoper Hamburg bringt Puccinis Tosca

Koloratursopranistin Tatiana Serjan gibt Debut in Hamburg

Tatiana Serjan gibt ihr Staatsopern-Debut in Puccinis Tosca. Als Mario Cavaradossi ist Massimo Giordano und als Scarpia ist Ambrogio Maestri besetzt. Foto (c) Tood Rosenberg

fuehrender Tenor in den Opernhaeusern Massimo Giordano

Massimo Giordano, Foto (c) Monica Silva

Ambriogio Maestri zu Gast in den großen Opernhaeusern weltweilt

Ambrogio Maestri, Foto (c) zVg

Von: GFDK - Dr. Michael Bellgardt

Tatiana Serjan gibt als Floria Tosca ihr Hamburger Staatsoperndebut in Puccinis gleichnamiger Oper Tosca. Als Mario Cavaradossi ist Massimo Giordano und als Scarpia ist Ambrogio Maestri besetzt. Die Musikalische Leitung hat Renato Palumbo. Tosca steht ab 21. März für fünf Vorstellungen auf dem Spielplan der Hamburgischen Staatsoper.

Die dramatische Koloratursopranistin Tatiana Serjan hat sich besonders mit ihrer Darstellung der Lady Macbeth einen Namen gemacht. Sie studierte Gesang am Konservatorium von St. Petersburg und gab ihr internationales Debut am Teatro Regio in Turin in „Macbeth“ – worauf viele weitere Engagements in dieser Rolle folgten, so an der Scala in Mailand, der Oper in Rom, dem Teatro Comunale in Bologna, beim Maggio Musicale Fiorentino, am Teatro Regio in Parma, Teatro Massimo in Palermo, beim Opernfestival in Ravenna, an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Deutschen Oper Berlin, am Teatro Real in Madrid, am Teatro São Carlos in Lissabon, am Opernhaus Zürich, an der Dallas Opera, der Chicago Lyric Opera, der Wiener Staatsoper und bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen.

Operndebut Tatiana Serjan in Hamburg

Ihr Repertoire umfasst unter anderem die folgenden Opern: „Un ballo in maschera“, „Aida“, „Attila“, „La battaglia di Legnano“, „I due Foscari“, „Norma“, „Tosca“, „Andrea Chenier, „Sancta Susanna“, „Ernani“, „Simon Boccanegra“ und „Pique Dame“. Diese hat sie unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti, Daniel Barenboim, James Conlon, Nello Santi, Valery Gergiev, Alain Altinoglu, Carlo Rizzi und Nicola Luisotti in Inszenierungen von Peter Stein, Robert Wilson, Werner Herzog, Pier Luigi Pizzi, David Pountney, Luc Bondy und anderen gesungen.

Auf der Konzertbühne hat sie in Lissabon die 14. Symphonie von Schostakowitsch am Teatro São Carlos aufgeführt, in London, Toulouse, Moskau, Bologna und Tenerifa Verdis „Messa da Requiem“ mit dem Philharmonia Orchestra unter Riccardo Muti und an der Carnegie Hall in New York Hindemiths „Sancta Susanna“. In Chicago trat sie ebenfalls unter Riccardo Muti in Verdis „Macbeth“ und „Messa da Requiem“ mit dem Chicago Symphony Orchestra auf.

Tenor Massimo Giordano

Geboren in Pompei, erlangte Massimo Giordano Aufmerksamkeit als führender Tenor in Opernhäusern wie dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra national de Paris, Deutsche Oper Berlin, Wiener Staatsoper, dem Moskauer Bolshoi Theater, Teatro dell’Opera di Roma, Metropolitan Opera, dem Opernhaus Zürich, Teatro alla Scala in Mailand sowie der Bayerischen Staatsoper in München. Zuletzt sang Massimo Giordano Cavaradossi in „Tosca“ an der Hamburgischen Staatsoper, Koreanischen Nationaloper und am Teatro Verdi in Triest, Renato Des Grieux in „Manon Lescaut“ an der Staatsoper Hannover und New Zealand Opera sowie Don José in „Carmen“ am New National Theatre in Tokyo.

Engagements der Spielzeit 2015/16 beinhalteten Renato Des Grieux und Cavaradossi an der Deutschen Oper Berlin, die Titelrolle in „Don Carlos“ an der Semperoper Dresden und dem Teatro Auditorio de San Lorenzo de El Escorial in Madrid sowie Alfredo in „La Traviata“ an der Hamburgischen Staatsoper. Highlights der vorherigen Spielzeiten beinhalteten „La bohème“, „Tosca“, „La Traviata“, „Roméo et Juliette“, „Werther“, Des Grieux in „Manon“ neben Anna Netrebko sowie René Fleming, Don Ottavio in „Don Giovanni“, Gerald in „Lakmé“, Ruggero in „La Rondine“, „Macbeth“ sowie eine Konzertperformance von „Mignon“ mit dem New Yorker Opernorchester (mit Eve Queler) sowie eine Recital-Tournee durch Europa im Duett mit Anna Netrebko.

Große Rollen wie Don José

Zu seinem Repertoire gehören unter anderem die Rolle des Don José, den er an der Deutschen Oper Berlin, der Arena di Verona, Bayerischen Staatsoper, Wiener Staatsoper und am Opernhaus Zürich sang, Cavaradossi an der Wiener Staatsoper, Opéra national de Paris, Bayerischen Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden, Opernhaus Zürich, Deutsche Oper Berlin, San Francisco Opera und Asoc Bilbaina de Amigos de la Opera in Bilbao, bei den Münchner Operfestspielen sowie beim Savonlinna Opera Festival.

Die Rolle des Renato Des Grieux interpretierte er am Royal Opera House in Maskat und am Festspielhaus Baden-Baden, den Pollione in „Norma“ gab er an der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, Opéra de Lyon, bei den Münchner Operfestspielen, am National Centre for the Performing Arts in Peking, der Opéra de Nice und Cité de la Musique in Paris. Außerdem sang er Alfredo an der Hamburgischen Staatsoper, Wiener Staatsoper und dem Teatro Regio in Turin, Don Carlos beim Maggio Musicale Fiorentino in Florenz und an der Deutschen Oper Berlin, Rodolfo in „La Bohème“ an der Opéra national de Paris und am Teatro de la Maestranza in Sevilla, Spanien, die Titelrolle in „Faust“ an der Berliner Staatsoper, Andrea Chénier an der Wiener Staatsoper, Maurizio in „Adriana Lecouvreur“ und Roméo in „Roméo et Juliette” an der Wiener Staatsoper sowie Foresto in „Attila” an der Deutschen Oper Berlin.

Weltweite Opernauftritte

Massimo Giordano studierte Flöte und Gesang am Konservatorium G. Tartini in Triest und schloss sein Gesangsstudium bei Cecilia Fusco ab. Nachdem er zahlreiche Gesangswettbewerbe gewann, gab er 1997 sein professionelles Debüt in der Titelrolle von Mozarts „La clemenza di Tito“ in Spoleto. Es folgten seine ersten Auftritte als Ernesto in „Don Pasquale“ am Teatro Giuseppe Verdi in Triest und Alfredo in „LA Traviata“ sowie die Titelrolle in „Werther“ in Spoleto. Seine Darstellung des Werther in 1999 am Teatro Municipale in Reggio Emilia führte zu einer raschen Folge bedeutender Debüts. Diese beinhalten „Roméo et Juliette“ in Parma (1999), die Titelrolle in Massenets „Le Jongleur de Notre Dame“ an der Oper Rom unter Gianluigi Gelmetti, Verdis „Il Giorno di Regno“ am Teatro alla Scala (2001) sowie Fenton in „Falstaff“ bei den Salzburger Festspielen 2001 (bei den Osterfestspielen unter Claudio Abbado und dann unter Lorin Maazel bei den Sommerfestspielen).

Massimo Giordano ist außerdem oft im Konzert zu hören und sang u.a. Verdis „Requiem“ unter Riccardo Chailly in Amsterdam, Toulouse, Wien, Dresden und Budapest, unter Zubin Mehta in Tel Aviv und unter Gianluigi Gelmetti in Rom und Sydney. Er arbeitete zudem mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Bruno Campanella, Riccardo Chailly, Alain Guingal, Gabriele Ferro und Michel Plasson zusammen sowie mit Regisseuren wie Declan Donnellan, Alberto Fassini, Pierluigi Pizzi, Luca Ronconi, Graham Vick und Franco Zeffirelli.

Ambriogio Maestri ist Gast renommierter Opernhäuser

Ambrogio Maestri wurde in Pavia geboren, wo er Gesang und Klavier studierte. Sein bejubeltes Debüt war eines der Highlights des Verdi-Jubiläums 2001: Er übernahm die Titelrolle im „Falstaff“ am Teatro alla Scala und im historischen Teatro Verdi in Busseto unter der Leitung von Riccardo Muti, inszeniert von Giorgio Strehler. Diese Interpretation brachte ihm begeisterte Kritiken ein und öffnete ihm die Türen zu den wichtigsten Opernhäuser der Welt. Seine Zusammenarbeit mit Riccardo Muti führte im Lauf der nächsten drei Jahre zu seinen Rollendebüts am Teatro alla Scala in einigen der wichtigsten Verdi-Rollen, so Iago (Otello), Renato (Un ballo in maschera), Don Carlo di Vargas (La forza del destino) und Giorgio Belmont (La traviata).

Als Gast der renommiertesten Opernhäuser der Welt, z.B. der Metopolitan Opera, Opéra de Paris, Royal Opera House Covent Garden, Wiener Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, sang er weitere Verdi-Rollen, z.B. Conte di Luna (Il trovatore), Amonasro (Aida), Rolando (La Battaglia di Legnano) und die Titelrollen in „Simon Boccanegra“, „Rigoletto“ und „Nabucco“. Maestri hat unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Daniele Gatti, Daniel Oren, Fabio Luisi, Antonio Pappano, Jeffrey Tate, Nello Santi, Marcello Viotti, Marco Armiliato, Gianandrea Noseda, Renato Palumbo und Daniel Harding gesungen, in Inszenierungen von Regisseuren wie Franco Zeffirelli, Robert Carsen, Graham Vick, Peter Stein, Bob Wilson, Laurent Pelly, Mario Martone, Hugo De Ana und Bartlett Sher.

In den vergangenen vier Jahren hat Maestri sich ebenfalls Puccini und dem Verismo zugewandt. Er gab seine Debüts in „Tosca“ in Torre del Lago, in „Cavalleria Rusticana“ an der Metropolitan Opera New York und in „Pagliacci“ an der Scala in Mailand. 2012 bot ihm der Regisseur Ferzan Ozpetek eine Rolle in seinem Film „Magnifica presenza“ an. Während der Zweihundertjahrfeiern zu Verdis Geburt 2013 sang er seine bekannteste Rolle, Sir John Falstaff, an der Scala, in Paris, Zürich, bei den Salzburger Festspielen, in München, Tokyo, und an der Metropolitan Opera in New York, wo er die Rolle zum 200. Mal gab. Seitdem ist er auch in Turin, Rom, Amsterdam, Sao Paulo und Buenos Aires aufgetreten.

In der Spielzeit 2016/17 und darüber hinaus wird er in „Falstaff“ in Wien, München und Mailand, „Tosca“ in Hamburg, Berlin und München, „Don Pasquale“ in Wien und „Andrea Chénier“ in Bilbao singen.

An der Hamburgischen Staatsoper gab Ambrogio Maestri 2005 sein Debüt als Giorgio Germont in „La Traviata“ und war außerdem als Renato in „Un Ballo in Maschera“ zu erleben.

Hamburger Staatsoper bringt Puccinis Tosca

Giacomo Puccini Tosca

Musikalische Leitung: Renato Palumbo

Inszenierung: Robert Carsen

Bühnenbild und Kostüme: Anthony Ward

Lichtkonzept: Davy Cunningham

Chor: Christian Günther

Mit: Floria Tosca Tatiana Serjan, Mario Cavaradossi Massimo Giordano, Scarpia Ambrogio Maestri, Sagrestano Alexander Roslavets, Angelotti Bruno Vargas, Spoletta Peter Galliard, Sciarrone Denis Velev, Un Pastore Marta Świderska

 

Vorstellungen am 21., 24. und 29. März sowie am 1. und 7. April, jeweils um 19.30 Uhr