06.02.2012 07:36 mit den Premieren im März

Schauspielkunst in Düsseldorf - Der Februar und März am Düsseldorfer Schauspielhaus

Piaf Foto (c) Sebastian Hoppe

Von: Petra Serwe

- Ersatzvorstellungen für Piaf: Das Konzert am 5., 8. und 10.2. - Sans titre

Susanne Tremper geht es zwar wieder besser, aber sie muss sich noch schonen. Deshalb entfallen auch im Februar die Piaf-Vorstellungen noch. Stattdessen wird an allen drei Abenden Sans titre gespielt, ein musikalisches Programm mit französischen Chansons von Sängern aus dem Umfeld der Edith Piaf.

- Delhi, ein Tanz - Deutschsprachige Erstaufführung am 16.3.

Im Besucherzimmer eines Krankenhauses begegnen sich, jeweils in anderer Zusammensetzung, sieben Mal hintereinander, die gleichen Personen. Bei jedem Aufeinandertreffen wird der Tod einer dieser Personen beklagt – aber wie von Zauberhand entsteht in der Gruppe keine Leerstelle. Selbst die Gespräche bleiben immer die gleichen.

Mit der Außenwelt verbunden sind diese Menschen einzig durch Katja, eine junge Tänzerin, die nach Neu-Delhi fuhr und all das Elend, was sie sah, in sich aufnahm und in einen Tanz verwandelte. Ob Katja selbst, ihre krebskranke Mutter, deren alte Freundin Lera, Katjas Geliebter Andrej oder seine Frau Olga – sie alle tragen im Angesicht des Todes elementare Konflikte miteinander aus, ringen um Wahrheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, kämpfen an gegen Angst, Schuldgefühle, Eifersucht und finden immer wieder zu einem Punkt zurück: Katjas Tanz, der «Delhi» heißt, weder zu beschreiben noch zu erklären ist – aber alles von Grund auf verändert.

- Richard III. am 24.3. im Großen Haus

Richard von Gloster ist nicht nur der blutrünstigste von Shakespeares königlichen Mördern, sondern ist zugleich auch einer der schwarzhumorigsten Entertainer und Verstellungskünstler, der je eine Theaterbühne betreten hat. Durch Hinkefuß und Buckel von Natur aus missgebildet, will er den körperlichen Mangel durch Macht kompensieren.

Richard hat sich ein Ziel gesetzt: Er will König werden. Zur Verwirklichung seines Plans beseitigt er skrupellos – ungeachtet verwandtschaftlicher Bindungen und loyaler Ergebenheiten – all jene, die vor ihm einen dynastischen Anspruch auf den Königsthron haben.

- Tage unter am 23.3. mit französischer Übertitelung

- Enthusiasm II am 28.3.

«Wenn Düsseldorf beginnt, so beginnt es eigentlich nicht» – Caspari mit Jendreiko, Dörstel und Anderen

1962 fand in Düsseldorf eine Revolution statt. In Schulterschluss und Streit mit seinen Freunden Paik, Constant, Cage, Novalis und anderen entwickelte Carlheinz Caspari seine Denkarchitektur LABYR: ein Utopia, das jede Vorgabe ablehnt, und in radikaler Gegenwärtigkeit Kunst, Architektur, Politik, Philosophie als untrennbare Einheit denkt.

LABYR ist Labor (Tätigkeit, Produktion) und Labyrinth (Unübersichtlichkeit, Zufall, Anarchie), in dem jeder Akteur und Zuschauer ist. Enthusiasm II ist gleichzeitig die Vernissage und Finissage der Caspari-50-Retrospektive in Anwesenheit des Performancekünstlers und Musikers Christian Jendreiko, des Kunsthistorikers Wilfried Dörstel und Anderen – es geht um nichts oder um die Veränderung der Welt.

- Die Februar-Premieren noch einmal im Überblick:- Uraufführung Kein Science-Fiction von Tine Rahel Völcker (Regie Nora Schlocker) am 11.2.

  - Deutsche Erstaufführung Der erhobene Zeigefinger am 12.2. im Jungen Schauspielhaus

- Ersatzvorstellungen für Piaf: Das Konzert am 5., 8. und 10.2. - Sans titre

- Konzert Roedelius Schneider am 12.2. („Album des Jahres“, DIE ZEIT)

- Start der neuen Reihe Enthusiasm I von Rittberger, Schneider und Haugk am 25.2.

Premieren im März:

- Deutschsprachige Erstaufführung Delhi, ein Tanz am 16.3.

- Richard III. am 24.3. im Großen Haus

- Tage unter am 22.3. mit französischer Übertitelung

- Enthusiasm II am 28.3.

 

Düsseldorfer Schauspielhaus
Gustaf-Gründgens-Platz 1
40211 Düsseldorf

Infos und Karten: Fon +49 211 369911 Fax +49 211 362722

 

Pressereferentin Petra Serwe
Telefon 0211.85 23-149
petra.serwe@remove-this.duesseldorfer-schauspielhaus.de

Theaterfotograf Sebastian Hoppe Telefon 0211.85 23-161 sebastian.hoppe@duesseldorfer-schauspielhaus.de