19.02.2013 08:00 Choreografien von William Forsythe, Edward Clug, Paul Lightfoot / Sol Léon

Opernhaus Zürich: Ballettabend - Verinnerlichte Dramatik prägt den zweiten Ballettabend dieser Saison bis zum 2.6.2013

Opernhaus  Zürich: Ballettabend - Verinnerlichte Dramatik prägt den zweiten Ballettabend dieser Saison bis zum 2.6.2013

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Von: GFD - Opernhaus Zürich - 5 Bilder

Verinnerlichte Dramatik prägt den zweiten Ballettabend dieser Saison. Er kombiniert zwei Meilensteine der jüngsten Ballettgeschichte mit einer Neuschöpfung und bietet die Möglichkeit, drei faszinierende Tanzsprachen vereint in einem Abend zu sehen. William Forsythe hat das Ballett in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer beeinflusst und geprägt. In seinen Arbeiten erkundet und überschreitet der Amerikaner immer wieder die Grenzen der Kunstform Tanz. In seiner 1987 für das San Francisco Ballet entstandenen Choreografie New Sleep geraten drei clowneske Figuren – zu elektronischer Musik von Thom Willems – in den Bann einer Messlatte, einer Topfpflanze und einer Sammlung von Bowling-Kugeln.

Erstmals arbeitet das Ballett Zürich mit dem slowenischen Choreografen Edward Clug, der vor allem durch sein Ballett Radio and Juliet, eine moderne Interpretation von Shakespeares Romeo und Julia zur Musik der Rockband Radiohead, international bekannt wurde. Clugs Stücke, die den Zuschauer durch oft irrwitzige Tempi und choreografischen Detailreichtum in ihren Bann ziehen, waren u.a. in Lissabon, Zagreb, Essen und beim Stuttgarter Ballett zu sehen.

Nachdem es in Zürich bereits 2004 mit seiner witzig-furiosen Choreografie Skew Whiff begeisterte, präsentiert das Choreografenpaar Lightfoot/León nun sein Ballett Sleight of Hand. Der Engländer Paul Lightfoot und die Spanierin Sol León begegneten sich 1987 im Ensemble des Nederlands Dans Theaters (NDT) und gehören heute zu den international gefragtesten Choreografen. In der Nachfolge von Hans van Manen und Jiří Kylián stehen sie für modernen Tanz aus den Niederlanden. In der Spielzeit 2011/12 hat Paul Lightfoot die Leitung des NDT übernommen. Im geheimnisvollen Dunkel von Sleight of Hand entspannt sich eine verrätselte Fantasie, die ihre tänzerisch-theatralischen Wurzeln in einer konfliktgeladenen Familiengeschichte hat. Dabei ist der Titel Sleight of Hand - zu deutsch «Taschenspielerei» - eine Referenz an die Kunst des Kartenspiels.

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