17.11.2012 06:02 Eine Welt voller Repressionen

Nationaltheater Mannheim: Bernarda Albas Haus von Federico García Lorca bis zum 3.11.2012

Bilder: Hans Jörg Michel

Von: GFDK- Sandra Strahonja - 5 Bilder

Nach dem Tod ihres Mannes verschließt Bernarda Alba ihr Haus und verordnet ihren fünf Töchtern eine achtjährige Trauerzeit. Während das Leben draußen vorbeizieht, stricken die jungen Frauen an ihrer Aussteuer und verzehren sich nach den abwesenden Männern. Als sich Adela in den Verlobten ihrer ältesten Schwester verliebt und aus dem häuslichen Gefängnis ausbricht, kommt es zur Katastrophe…

Durch blindes Festhalten an Traditionen errichtet Bernarda eine Festung, in der sich Lebensfreude in Missgunst und Verlangen in Verlogenheit kehrt. Das Leben ihrer Töchter zerbricht, weil die äußere Fassade wichtiger ist, als ein selbst bestimmtes Leben.

Der spanische Lyriker und Dramatiker Federico Garcia Lorca (1898 – 1936) beschreibt in seinem 1936 kurz vor dem spanischen Bürgerkrieg entstandenem Stück eine Welt, in der sich Autorität und Freiheit, Zivilisation und Natur, Moral und sexuelles Begehren unversöhnlich gegenüberstehen. Eine Welt voller Repressionen, in der das Leben verkümmert, weil Anpassung in Selbstaufgabe und Ausbruchsversuche in Selbstzerstörung enden.

Nach Don Karlos und Lulu inszeniert der katalanische Regisseur Calixto Bieito Bernarda Albas Haus in Mannheim.

Kontakt

Sandra Strahonja
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