11.11.2015 07:37 Lesung in München

Mario Adorf liest „Schauen Sie mal böse!“ - Geschichten aus seinem Schauspielerleben

Mario Adorf Lesung in Muenchen

Mario Adorfs Lesungen sind stets absolute Highlights, denn er erzählt nicht nur mit viel Humor, sondern erweckt die Personen zum Leben, über die er spricht. Quelle: MLK

Von: GFDK - MLK

Mit seiner Rückkehr auf die Bühne machte Mario Adorf, der wohl bekannteste und beliebteste deutsche Schauspieler und Entertainer, die Überraschung perfekt. Das Publikum konnte sich über ein ganz besonderes Erlebnis freuen. Mit „Schauen Sie mal böse!“ entführt Mario Adorf die Zuschauer in die Welt des Films und des Theaters, liest und erzählt die schönsten Geschichten aus seinem Schauspielerleben.

Nach der restlos ausverkauften Tournee Anfang des Jahres und der aktuellen Herbsttournee kehrt Mario Adorf für einen wunderbaren Abend zu seiner alten Wirkungsstätte an den Münchner Kammerspielen zurück.

Mario Adorf Lesung in München

Seine Lesungen sind stets absolute Highlights, denn er erzählt nicht nur mit viel Humor, sondern erweckt die Personen zum Leben, über die er spricht. Anekdoten mit Kollegen wie Heinz Rühmann, Fritz Kortner, Hans Albers und vielen mehr werden von ihm so realistisch in Szene gesetzt, dass man glaubt, die Legenden selbst wären auf der Bühne präsent.

Mit nahezu 200 Film- und Fernsehrollen hat sich Mario Adorf in die Herzen des Publikums gespielt. Doch er ist nicht nur ein Ausnahme-Darsteller sondern ein glänzender Entertainer und erfolgreicher Autor. Noch als Student an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule entdeckte ihn der deutsche Film für die Landser-Trilogie „08/15“. Kurz danach folgte bereits seine erste Glanzrolle „Nachts, wenn der Teufel kam“. Kein geringerer als der US-Regisseur Robert Siodmak drehte diesen zeitkritischen Spielfilm 1957 in Deutschland. Die Rolle brachte Adorf den Bundesfilmpreis, die erste von zahllosen Auszeichnungen seiner einzigartigen Karriere.

Auf der Bühne stellte er immer wieder sein vielfältiges Talent unter Beweis. Als Jimmy in Richard Nashs „Der Regenmacher“, Stanley in Tennessee Williams Drama „Endstation Sehnsucht“ bis hin zu „Othello“ von William Shakespeare. Die Liste der Regisseure, mit denen er filmte, liest sich wie ein „Best of“ des Weltkinos. Der Kosmopolit erwies sich als exzellenter Verwandlungskünstler, der sich stets durch ein hohes Maß an Seriosität und Zuverlässigkeit auszeichnet.

Es waren außergewöhnliche Filme und Figuren, denen Adorf sein Engagement widmete. Seine überragenden Auftritte in Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach Heinrich Böll und „Die Blechtrommel“ nach Günther Grass oder in Fassbinders „Lola“, um nur einige zu nennen, bereicherten den gesamten deutschen Film. Unvergessen ist er auch als „Rossini“ in Helmut Dietls gleichnamigen Münchner Gesellschaftsportrait aus dem Jahre 1997.

Ebenso sorgfältig wählte er seine Rollen fürs Fernsehen aus, von Brechts „Herr Puntilla und sein Knecht Matti“ 1966, über „Via Mala“, „Kir Royal“, „Allein gegen die Mafia“, „Der große Bellheim“, „Der Schattenmann“ bis hin zu „Die Affäre Semmeling“. Stets hatte er sich das Beste zum Ziel gesetzt. Vielleicht eines seiner Erfolgsgeheimnisse.

Mario Adorf im Film, im Fernsehen – und auf der Bühne

Aber nicht nur als Schauspieler hat er Furore gemacht. Als Chansonnier und Entertainer überzeugte er 1995 und 2001 mit seinen bundesweit ausverkauften Tourneen „Al Dente“ und „Ciao!“ Publikum und Kritiker gleichermaßen.

2005 beging er zeitgleich sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und seinen 75. Geburtstag. So gastierte er mit seinem Bühnenprogramm „Da Capo“ in sechs ausgewählten Städten und setzte damit einen weiteren Glanzpunkt.

Eher zufällig entdeckte er seine Liebe zur Schriftstellerei. Seit 1992 sein Erstlingswerk „Der Mäusetöter“ erschien, wurden in Deutschland mehr als 600.000 Exemplare seiner Bücher verkauft. Zeitgleich mit der aktuellen Tournee, die noch bis zum 29. November läuft, erschien sein neues Buch mit dem gleichnamigen Titel „Schauen Sie mal böse!“. Es ist das von Veränderung, vom Wechsel von Schauplätzen und Personen geprägte Leben, das ihn jung hält.

22.1.2016 Kammerspiele München