27.06.2013 15:42 Der Sommer kann kommen

Eröffnung Foreign Affairs in Berlin: Theater, Tanz, Musik, Bildende Kunst und Diskurs

Angélica Liddell bei Foreign Affairs

Einen ziemlich extremen Gegensatz bildet die spanische Ausnahme-Künstlerin Angélica Liddell – für Berlin eine Entdeckung Angélica Liddell / Yo no soy bonita© TEMPO Festival

Foreign Affairs startet

Wacklige Zustände körperlich-räumlicher Organisation © Dominik Mentzos

Foreign Affairs in Berlin

Ideenbörse, Überraschungsparty, Utopieerfahrung © Jordi Bover

Von: GFDK - Internationale Festspiele Berlin - 3 Bilder

Der Sommer kann kommen, im Haus der Berliner Festspiele, das das Berliner Architekturbüro realities:united für Foreign Affairs extra mit einem Sommerbalkon versehen hat.

Den Auftakt für ein kompaktes Eröffnungswochenende bildet am 27. Juni die gemeinsame Arbeit von Anne Teresa De Keersmaeker und Boris Charmatz. „Partita 2“ ist eine Bewegungsstudie entlang von Johann Sebastian Bachs berühmtem Solostück „Partita Nr. 2“, das die Violinistin Amandine Beyer live auf der Bühne spielt.

Einen ziemlich extremen Gegensatz bildet die spanische Ausnahme-Künstlerin Angélica Liddell – für Berlin eine Entdeckung. Mit „Yo no soy bonita“ präsentiert sie am Eröffnungsabend eine ebenso kompromisslose wie poetische Anklage gegen sexuelle Gewalt. Anschließend lädt Gravenhurst zum Konzert.

Wacklige Zustände körperlich-räumlicher Organisation

„Sobald man das Schloss betritt, hat der Tanz schon begonnen“, sagt der New Yorker Choreograf William Forsythe über seine gemeinsam mit Dana Caspersen zu einem Soundtrack von Joel Ryan entworfenes „White Bouncy Castle“, das für die Dauer von Foreign Affairs in der Lokhalle Schöneberg aufgeschlagen wird. Die schneeweiße Rieseninstallation ist gleichermaßen Sommervergnügen, Hüpfburg und eine humorvolle, aber nicht minder ernst gemeinte Erprobung von Choreografie im Alltag, in der es keine Zuschauer, sondern nur Teilnehmer gibt. Die installativen Arbeiten „Suspense“ & „The Defenders Part 3“ in den KW Institute for Contemporary Art drehen sich um unterschiedliche Wahrnehmung von Bewegung.

Utopien ausprobieren

Ideenbörse, Überraschungsparty, Utopieerfahrung: Der katalanische Regisseur Ernesto Collado lädt das Publikum in eine anarchistisch-libertinäre Kommune ins Jahr 2112 ein. Kunst- und lustvoll erprobt man in „Nueva Marinaleda“ die Möglichkeiten kommunitären Zusammenlebens: eine Utopie des besseren Lebens. Auch eine Utopie des Zusammenlebens zeigt der international gefeierte französische Regisseur Philippe Quesne mit seiner bildmächtigen Produktion  „Swamp Club“, in der ein Künstlerkollektiv um die Existenz eines Kulturzentrums kämpft.

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Weiterführende Links:
Programm unter: http://www.berlinerfestspiele.de