18.08.2012 07:40 transdisziplinäres Festival für zeitgenössisches Kunstschaffen

Die Biennale Bern widmet sich in diesem Jahr dem Thema KAPITAL vom 6. bis 16. September 2012

Von: Roman Brotbeck

In der diesjährigen Ausgabe widmet sich die Biennale Bern dem Thema KAPITAL ‒ einem Begriff, der auf Marx, das eigene Bankkonto und die globale Weltwirtschaft gleichermassen anspielt. Am Anfang standen grosse Fragen. Weshalb finden die wahren Problemherde der heutigen Welt in der Kunst kaum Niederschlag? Wieso schürte die grosse Wirtschaftskrise von 2009 bei zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern viel zuverlässiger die Furcht vor Subventionskürzungen als die ernsthafte Auseinandersetzung? Sind die politischen und ökonomischen Prozesse so komplex geworden, dass wir sie nicht mehr verstehen und sich also auch die Künste dazu gar nicht mehr verhalten können?

Erneut ist es gelungen, alle Kunstsparten an der Biennale Bern zu repräsentieren ‒ insbesondere die bildende Kunst, die mit gewichtigen Arbeiten noch stärker einbezogen ist. Die grosse Mehrheit der Programmbeiträge des diesjährigen Festivals ist transdisziplinär ausgerichtet. Enger als bisher greifen forschende Kunst und künstlerische Forschung ineinander; so sind etwa erstmals die Universität Bern und die Forschungsabteilung der Hochschule der Künste beteiligt.

Zahlreiche Veranstaltungen sind eher Laboratorium oder Börse als fertiges Produkt, und einige finden zudem im öffentlichen Raum statt. Ein direkter Dialog mit der Berner Bevölkerung soll sich entwickeln und eine breit angelegte Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen.

Die Biennale Bern ist ein transdisziplinäres Festival für zeitgenössisches Kunstschaffen. Veranstaltet wird das Festival von zahlreichen Kulturinstitutionen der Stadt Bern - mit dem Ziel, die lokalen Veranstalter mit regionalen, nationalen und internationalen Kunstschaffenden zusammenzuführen. Über zehn Tage werden neue Synergien geschaffen und bestehende genutzt.

Für das Kuratorium der Biennale Bern 2012, Roman Brotbeck

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