16.09.2012 07:51 Deutsches Theater in Göttingen – Spielzeiteröffnung

Deutsches Theater in Göttingen - In WAS IHR WOLLT zaubern Liebe, Melancholie, Alkohol und Musik in einen liebestrunkenen Taumel

Bild 1: Probenfoto WAS IHR WOLLT von Rebecca Bomberg

Bild 2: ALLE SECHZEHN JAHRE IM SOMMER von Thomas Müller

Bild 3: PETTERSSON UND FINDUS von Isabel Winarsch

Von: GFDK - Sandra Visscher - 3 Bilder

Am Samstag, 22. September 2012, eröffnet Intendant Mark Zurmühle mit William Shakespeares WAS IHR WOLLT die neue Spielzeit am DT. John von Düffels ALLE SECHZEHN JAHRE IM SOMMER folgt in der Inszenierung von Erich Sidler am 29. September 2012 (der gebürtige Göttinger Autor kommt zur Premiere). Das junge schauspiel am dt startet am 30. September 2012 mit Sven Nordqvists PETTERSSON UND FINDUS in die neue Saison. 

In Shakespeares Verwechslungskomödie WAS IHR WOLLT zaubern Liebe, Melancholie, Alkohol und Musik eine Atmosphäre, die ganz Illyrien in einen liebestrunkenen Taumel versetzt. Viola strandet nach einem Schiffbruch an der Küste Illyriens. Als Mann verkleidet tritt sie in den Dienst des Herzogs Orsino ein. In dessen Namen soll sie um das Herz der Gräfin Olivia werben. Doch der Plan geht schief:

Olivia verliebt sich Hals-über-Kopf in die verkleidete Viola, die sich ihrerseits längst in den Herzog verguckt hat. Ein turbulentes Verwirrspiel beginnt, das flankiert wird von den Eskapaden des trunksüchtigen Sir Toby und seines Kompagnons Sir Andrew, der wenig Intellekt, dafür aber umso mehr Geld besitzt. Das Kammermädchen Maria setzt dem tolldreisten Treiben die Krone auf, als sie den eitlen und unbeliebten Haushofmeister Malvolio mit einem fingierten Brief glauben lässt, Gräfin Olivia sei unsterblich in ihn verliebt.

Vollends perfekt wird die Verwirrung schließlich durch die Ankunft von Violas tot geglaubtem Zwillingsbruder Sebastian. Der einzige, der den Durchblick und sich selbst nicht verliert, ist der Hofnarr der Gräfin Olivia.

Mark Zurmühles Inszenierung spürt der wundersamen Welt Illyriens nach, die zwischen Ungewissheit, Verführungskraft und Komik immerzu oszilliert und in der doch immer alles anders ist als es zunächst scheint.

Es spielen Marie-Thérèse Fontheim, Paula Hans, Marie-Kristien Heger; Roland Bonjour, Jan Exner, Andreas Daniel Müller, Moritz Pliquet, Alois Reinhardt und Ronny Thalmeyer.

22. September 2012, Großes Haus, Beginn 19.45 Uhr, weitere Vorstellungen am 26. September und am 9. Oktober 2012

„Trilogie des veränderten Lebens“ unterschreibt der gebürtige Göttinger John von Düffel sein neues Stück ALLE SECHZEHN JAHRE IM SOMMER, das im Spiegel der drei Fußballweltmeisterschaften 1974, 1990 und 2006 ein so humorvolles wie zeitkritisches Bild bundesrepublikanischer Sozialgeschichte entwirft.

1974, Vorrundenspiel BRD – Chile. Eine WG in Berlin-Charlottenburg. Medizinstudent Jochen hat gerade sein »Hammerexamen« bestanden und gibt einen aus. Freundin Sabine ist schon so breit, dass sie Chile für Peru und Breitner für Netzer hält.

Feministin Heidrun plädiert beim Plenum dafür, dass Künstler Hans-Helge wegen einer Aktzeichnung aus der WG fliegt, während sich der chronisch abgebrannte Kfz-Mechaniker Carlo, DKP-Mitglied und Gelegenheitsdealer, für die politische Situation der unterdrückten Genossen in Chile stark macht.

Sechzehn Jahre später zur Fußball-WM in Italien sieht die Welt in der Wohngemeinschaft allerdings ganz anders aus. Die Wiedervereinigung steht buchstäblich mit dem Trabi vor der Tür. An die Stelle einer politisch-ideologischen Utopie ist die Realität des ökonomischen Aufbruchs des Ostens in die schöne neue Welt des grenzenlosen Konsums getreten. Und unsere »Revoluzzer« von gestern sind auf ihrem »Marsch durch die Institutionen« längst in der bürgerlichen Mitte angekommen.

Das WG-Finale findet dann schließlich während des »Sommer-Märchens« 2006 statt. Während sich »Schland« im nationalen Fußball-Freuden-Taumel befindet, herrscht in der WG noch ein letztes Mal Aufbruchsstimmung. Diesmal aber in Gestalt der nächsten Generation, die damit beschäftigt ist, die sozialen Trümmer ihrer Eltern zu beseitigen.

Der Schweizer Regisseur Erich Sidler inszeniert John von Düffels Stück mit Gaby Dey, Angelika Fornell, Nadine Nollau, Anja Schreiber; Andreas Schneider, und Meinolf Steiner, Paul Wenning und Gerd Zinck.

29. September 2012 (Premiere in Anwesenheit des Autors), Beginn 19.45 Uhr, weitere Vorstellungen am 4. und 16. Oktober 2012

Im jungen schauspiel inszeniert Thomas Esser für die jüngsten Zuschauer Sven Nordqvists Erzählungen PETTERSSON UND FINDUS. Der alte Pettersson lebt mit seinen Hühnern und dem Kater Findus auf einem Bauernhof. Auf Petterssons Hof gibt es eine Menge lustiger Dinge zu erleben, es wird nie langweilig. Naja, fast nie. Und falls Pettersson mal keine Lust zu gar nichts hat, weil das Wetter schlecht ist oder einfach so, fällt Findus garantiert etwas ein, um seinen Freund wieder aufzumuntern.

Doch eines Tages passiert etwas, was selbst den kleinen Kater aus der Fassung bringt. Er bekommt von Pettersson ein Geschenk, das er am liebsten sofort weiterschenken würde: Caruso, der singende Hahn, zieht nicht nur im Hühnerstall ein und übertönt jedes Vogelzwitschern, er macht sich auch sonst verdammt breit in der kleinen Familie…

Es spielen Kathrin Müller-Grüß; Norman Grüß und Nikolaus Kühn.

30. September 2012, Studio, Beginn 16 Uhr, weitere Vorstellungen am 7. und 25. Oktober 2012

 

Copyrights:

Ø    Probenfoto WAS IHR WOLLT von Rebecca Bomberg

Ø    Pressefoto ALLE SECHZEHN JAHRE IM SOMMER von Thomas Müller

Ø    Pressefoto PETTERSSON UND FINDUS von Isabel Winarsch

 

 

 

Sandra Visscher

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