17.09.2011 08:02 von Eugene O'Neill

Deutsches Theater in Berlin: Trauer muss Elektra tragen am 18.10.2011

Von: Deutsches Theater

"Es ist eine Art innerer Unruhe – als würde etwas in mir lauern, warten, dass etwas geschieht. Dies Haus ist nicht mein Haus. Und du bist nicht meine Frau! Du wartest auf etwas!"

Ezra Mannon, Geschäftsmann und General, kehrt aus dem Krieg zurück. Während die Tochter Lavinia ihn sehnsüchtig erwartet, plant seine Frau Christine mit ihrem Geliebten Adam Brant bereits seinen Tod. Lavinia, ebenfalls verliebt in Brant, droht, ihrem Vater alles zu berichten. Christine vergiftet ihren Mann. Als Lavinias Bruder Orin aus dem Krieg heimkehrt, traumatisiert und voller Sehnsucht nach Ruhe und Liebe, erzählt seine Schwester ihm alles und gemeinsam schmieden sie einen mörderischen Plan.

O'Neills Familiendrama 'Trauer muss Elektra tragen' basiert auf Aischylos' 'Orestie'. O'Neill verlegt den Elektra-Stoff in die Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Wie in der griechischen Tragödie resultiert die Katastrophe aus der Verstrickung der Menschen in ihre traumatische Vergangenheit, nur ist O'Neills Welt götterlos. Krieg und Frieden sind kaum zu trennen, die Familie ist ein Ort des Grauens.

Stephan Kimmig, der mit seiner Inszenierung 'Kinder der Sonne' für den Faust-Theaterpreis 2011 nominiert ist, reizen O'Neills emotionale und radikale Figuren, deren Inneres in aller Verletzlichkeit und Sehnsucht offen liegt und die versuchen, ihrem Schicksal voller Verzweiflung zu trotzen.

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