22.11.2012 05:02 nach Friedrich Schiller

Deutsches Theater Berlin: Verbrecher aus verlorener Ehre bis zum 27.12.2012

Von: GFDK - Deutsches Theater Berlin

In der Novelle von 1792, die auf einer wahren Geschichte beruht, zeichnet Schiller den Lebensweg von Christian Wolf nach. Von Geburt an missgebildet und verspottet, als Halbwaise bei seiner Mutter aufgewachsen und unglücklich in Johane verliebt, gerät er früh auf die schiefe Bahn. Wegen Wilddieberei kommt Christian ins Gefängnis, schließlich wird ihm das "Zeichen des Galgens" aufgebrannt.

Gezeichnet und von allen verstoßen, ist er nicht mehr in die Gesellschaft einzugliedern. Getrieben von Rache und einem ungerichteten Hass gegen die Menschen begeht er einen Mord. Auf seiner Flucht trifft er eine Räuberbande deren Anführer er wird und die ihm endlich den Respekt entgegenbringt, nach dem er sich immer gesehnt hat. Doch Christian durchläuft einen Bewusstseinswechsel: Er hat den naiven Wunsch, wieder ein ehrbares Leben zu führen. Als dieser Versuch scheitert, will Christian außer Landes gehen und wird gefasst...

Wie wird der Mensch zum Verbrecher? Ausgehend von dieser Frage verschneidet der Regisseur Simon Solberg Schillers Novelle, die Kritik an Justiz und Strafrechtsvollzug formuliert, mit dokumentarischem Material über Straftäter von heute.

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