18.02.2012 11:47 Dieses Jahr zum 116. Mal

Der Vorverkauf für die Internationalen Maifestspiele am Staatstheater Wiesbaden hat begonnen

(c) Lena Obst

Von: Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Innovation und Tradition – diese beiden Begriffe beschreiben, was die Internationalen Maifestspiele zu einem einzigartig spannungsvollen Festival macht. Dieses Jahr findet es zum 116. Mal statt. Dass die Maifestspiele dennoch quicklebendig sind, liegt vor allem daran, dass es im Theater keinen Stillstand gibt. Jedes Jahr erleben wir auf unseren Recherche-Reisen, wie rasant sich Themen, Spielweisen und Ästhetiken ändern. Neue Kompanien entstehen, junge Regisseure und Choreografen beschreiben die Welt mit ihren Augen – und überraschen uns mit ihren Sichtweisen.

Dass wir Ihnen, liebe Zuschauer, die weltweit interessantesten Produktionen präsentieren können, ist ein wunderbares Privileg, für das ich allen, die die Internationalen Maifestspiele finanziell und organisatorisch ermöglichen, herzlich danke: allen voran der Stadt Wiesbaden und dem Förderverein der Internationalen Maifestspiele.
Nicht zuletzt gilt der Dank auch meinen Mitarbeitern, deren Engagement und Begeisterung ermöglicht, dass wir – ohne zusätzliche Arbeitskräfte – ein Festival dieser Größenordnung neben dem anspruchsvollen Repertoire-betrieb veranstalten können.

Wir eröffnen die Maifestspiele mit Wagners ,Lohengrin’ in der Regie von Kirsten Harms mit Endrik Wottrich in der Titelpartie und unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Marc Piollet. Flankiert wird diese Eigenproduktion durch ein sehr interessantes Gastspiel der Israeli Opera Tel Aviv mit Puccinis ‚Tosca’ und der Oper ‚The Child Dreams’ (Kinderträume) von Gil Shohat nach dem Text des renommierten israelischen Autors Hanoch Levin. Das Bühnenbild für diese Produktion schuf der österreichische Künstler Gottfried Helnwein. Mit ,Der Kreidekreis’ (nach Brecht) folgt ein außergewöhnliches Opernereignis aus China.

FAUST-Preisträger Christian Spuck, der bereits 2008 mit seiner packenden Choreografie ‚Lulu. Eine Monstretragödie’ bei den Maifestspielen gastierte und das hiesige Publikum mit seinem spielerischen ‚Falstaff’ entzückte, zeigt mit den Tänzern der Grands Ballets Canadiens seine Choreografie ‚Leonce und Lena’ nach Georg Büchner. Mit dieser Aufführung eröffnen wir zugleich den Reigen der internationalen Gastspiele zum Büchner-Jahr 2012. Nach Musiken von Händel und Strawinsky tanzt das Aterballetto zum 20-jährigen Jubiläum der Partnerregionen Emilia-Romagna und Hessen.

Das Schauspielprogramm bietet wiederum herausragende Produktionen der führenden deutschsprachigen Schauspielhäuser. Das Thalia Theater Hamburg gastiert mit Luk Percevals Sicht auf das wohl berühmteste Shakespeare-Drama: ‚Hamlet’. Barbara Frey, die Intendantin des Schauspielhauses Zürich, zeigt mit einem glänzenden Schauspieler-Ensemble, darunter Michael Maertens und Lambert Hamel, Tschechows ,Platonow’. Eine ungewöhnliche und faszinierende Familien-Saga präsentiert das Deutsche Theater Berlin mit Judith Herzbergs ,Über Leben’ in der Regie von Stephan Kimmig. Für seine Inszenierung ‚Kinder der Sonne’, die 2011 im Programm der Maifestspiele stand, wurde Kimmig im selben Jahr mit dem FAUST-Preis ausgezeichnet.

Ein Beispiel dafür, wie jenseits der großen, etablierten Häuser sensationelle Aufführungen entstehen können, ist die Inszenierung ‚Verrücktes Blut’, die Nurkan Erpulat mit einem freien Ensemble im Ballhaus Naunynstraße erarbeitete. Auch die Produktion ‚Antikörper – Jetzt ist das Ende von Morgen’, die der Regisseur Arne Dechow mit Insassen der JVA Wiesbaden schuf, ist in der Jungen Woche ein Beispiel für die kreative Kraft des Theaters – auch jenseits der gewohnten Formate.



Dr. Manfred Beilharz
Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele
Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

 

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