05.03.2011 08:55 “Reif und Bekloppt”

Der Prix Pantheon 2011 Sonderpreis geht an Harry Rowohlt

Von: Harald Kirsch

Der Prix Pantheon 2011 geht an Harry Rowohlt in der Sparte Sonderpreis der Jury mit dem Titel “Reif und Bekloppt”

Das Pantheon gibt ebenfalls die Nominierungen für die 3 weiteren Preiskategorien bekannt. Bonn - Der am 27. März 1945 in Hamburg geborene Autor, Übersetzer und Vortragskünstler Harry Rowohlt erhält den Prix Pantheon 2011 in der Sparte - Sonderpreis der Jury - “Reif und Bekloppt”, dotiert mit 4.000 Euro.

Das Bonner Kabarett-Theater Pantheon vergibt seit 1995 in Kooperation mit WDR-Fernsehen und WDR-Hörfunk den mit insgesamt 13.000 Euro dotierten Satire-Preis in 4 Kategorien. In der Begründung der Jury zur Preisverleihung an Harry Rowohlt heißt es: Harry Rowohlt ist vollmundig wie ein reifer Rotwein: Der Übersetzer, Vorlesekünstler und Kolumnist besitzt neben seiner grandiosen Bühnenpräsenz eine Stimme, deren tiefer Sound sich vom Ohr bis in die Magengegend windet und dort für ein angenehmes Kribbeln sorgt.

Wer, wenn nicht er, verdient den Sonderpreis "Reif und Bekloppt", den die Jury des Prix Pantheon alljährlich an einen Künstler vergibt, der sich sein Leben lang treu geblieben ist. Im Fall von Harry Rowohlt handelt es sich um einen Charakterkopf, der sich mit allen anlegt, die ihm dumm kommen, einer, der keine Kompromisse macht und der auf die Frage, ob der Erfolg sein Leben verändert habe, antwortet: "Nein, ich war auch schon vorher ein arrogantes Arschloch." Das 1945 in Hamburg geborene Multitalent kennt sich bestens aus mit Scherz und Satire, mit Ironie und tieferer Bedeutung. Als Übersetzer von A.A. Milnes "Pu der Bär" fühlt er sich solidarisch mit Winnie the Pooh, einem Tier mit sehr geringem Verstand, das sich gleichwohl klar auszudrücken versteht. Und er weiß um die segensreiche Wirkung, die Literatur auf das Befinden des Lesers oder Zuhörers ausüben kann.

Mit seinem modulationsfähigen Brummbass ist Rowohlt ein Naturereignis - unwiderstehlich, überwältigend und ganz schön bekloppt. Dafür ehrt ihn die Jury mit dem Ehrenpreis des Prix Pantheon 2011. Die bisherigen Preisträger des Sonderpreises "Reif und Bekloppt" sind: der Kabarettist und TV-Moderator Harald Schmidt, der Schauspieler und Kabarettist Jörg Hube, der Autor Robert Gernhardt, Gerhard Polt, Dieter Hildebrandt, die Biermösl Blosn, Erwin Grosche, Ars Vitalis, Georg Kreisler, Helge Schneider, Georg Ringsgwandl, Jürgen Becker, Wilfried Schmickler, Frank Markus Barwasser alias "Erwin Pelzig", Dieter Hallervorden und im letzten Jahr: Georg Schramm. Mitglieder der Jury sind Autoren, Journalisten, Regisseure, Produzenten, TV- und Rundfunk-Redakteure, die mit dem Genre Satire, Comedy und Kabarett eng verwoben sind und als Kenner der Szene gelten.

Harry Rowohlt wird seine Reife und Beklopptheit am 27.4.2011 mit einem Erzählabend im Pantheon mit seinem Publikum feiern. Die offizielle Preisverleihung an Harry Rowohlt erfolgt im Rahmen der großen Prix Pantheon-Gala mit vielen Stargästen und mit allen weiteren Preisträgern 2011 am 7.6. im Brückenforum Bonn (Karten für beide Veranstaltungen sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich - Infotel.: 0228-212521). Die "17. German Spass- und Satire-Open", der Prix Pantheon 2011, wird in weiteren Kategorien vergeben: dem Jurypreis „Frühreif und Verdorben“ und dem Publikumspreis "Beklatscht und Ausgebuht", deren Preisträger im direkten Vergleich zwischen 12 von der Jury vorgeschlagenen Comedy- und Kabarett-Künstlern ermittelt werden.  Die Gewinner dieser beiden Preiskategorien werden ausschließlich nach der Qualität der jeweils 20-minütigen Live-Darbietungen an den beiden "Wettkampf"-Tagen am 28. + 29.4.2011 im Bonner Pantheon am Bundeskanzlerplatz vor zahlendem Publikum und im Angesicht der Fach-Jury gewählt. Diese “Comedy- und Kabarett-Olympiade” ist in ihrer derartigen Form und in der hohen qualitativen Dichte des nominierten Teilnehmerfeldes im deutschsprachigen Raum einmalig.

In diesem Jahr sind die nominierten Kandidaten: Tilmann Birr Sabine Domogala Frank Fischer Götz Frittrang Gunkl Helge und das Udo Angelika Knauer (Frau Klein) Kristian Kokol Philipp Scharri Philip Simon The Fuck Hornisschen Orchestra Christoph Tiemann Der Prix Pantheon wurde 2006 um die zusätzliche 4. Kategorie eines TV-Publikumspreises erweitert (dotiert mit 3.000 Euro). Der/die Preisträger/in wird durch Publikumsvoting per Internet während - und im Anschluss an die Ausstrahlungen der Aufzeichnung von den beiden Wettkampftagen im WDR-Fernsehen ermittelt. Die Bekanntgabe und Preisübergabe dieses 4. Prix Pantheon-Preises an einen der 12 Nominierten erfolgt ebenfalls während der großen Prix Pantheon-Gala am 7.6.2011 im Brückenforum Bonn.  

Der Prix Pantheon ist einer der angesehensten Comedy- und Satirepreise im deutschsprachigen Raum. Veranstalter aus dem ganzen Bundesgebiet und Talentscouts der namhaften TV-Comedy-Produktionsfirmen beobachten mit großem Interesse die Nominierungen und den Wettkampf. Teilnehmer dieses Wettkampfes waren in den vergangenen Jahren renommierte Kabarettisten wie Michael Mittermeier, Piet Klocke, Kurt Krömer, Hagen Rether, Serdar Somuncu, René Marik, Rainald Grebe, Dave Davis, die Schweizer Acapickels und der Österreicher Alf Poier.

Die Ausstrahlung der Aufzeichnungen vom Prix Pantheon 2011 (Termine ohne Gewähr):

"Wettkampftage" mit den nominierten Kandidaten mit Zuschauer-Voting: WDR-Fernsehen: 22.5.2011 (1.Teil)/ 29.5.2011 (2.Teil), jeweils um 23:15 (45 Min.)

WDR5-Hörfunk: 12.6.2011 (1.Teil)/ 13.6.2011 (2.Teil) jeweils um 20:05

Die Sendetermine für die Große Prix Pantheon-Gala (Aufzeichnung erfolgt am 7.6.2011 im Brückenforum Bonn) WDR-Fernsehen: 2.7.2011, 22:45 Uhr

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PRIX PANTHEON 2011

17. German Spass-und Satire-Open

27.4. 20:00 Uhr): Galla des Sonderpreisträgers HARRY ROWOHLT im Pantheon. 28.+29.4.(19:00 Uhr): Wettkampftage um den Jurypreis und den Publikumspreis mit 12 nominierten Kandidaten im Pantheon.

7.6.(20:00 Uhr): Die PRIX PANTHEON - Gala mit Preisverleihung an den Prix Pantheon-Sonderpreisträger  und den TV-Preisträger 2011, mit vielen Stargästen im Bonner Brü-ckenforum

Mit dem PRIX PANTHEON wird die Größe der sogenannten Kleinkunst prämiert.

Der PRIX PANTHEON  wird 2011 bereits im 17. Jahr vergeben: 12 Künstlerinnen, Künstler oder Ensembles treten alljährlich vor das kabaretterprobte Publikum des Bonner PANTHEON in eine offen ausgetragene Auseinandersetzung, die man mit Recht und Fug als GERMAN-SPASS-UND-SATIRE-OPEN bezeichnen kann. Und dies in doppelter Hinsicht: denn nicht nur die Komikerinnen und Komiker wetteifern, auch 3 „Gutachter“-Teams werden sich messen:

1. Der Preis „FRÜHREIF & VERDORBEN“ (dotiert mit 3000 Euro) wird von einer durch ihre Zusammensetzung von Vorurteilen befreiten Jury vergeben.

2. Der Preis „BEKLATSCHT & AUSGEBUHT“ (dotiert mit 3000 Euro) hingegen wird plebiszitär von dem mit allen Witzen gewaschenen PANTHEON Publikum in geheimer und freier Wahl ermittelt.

Die Jury hat es sich vorweg zur verlockenden und fröhlichen Aufgabe gemacht, aus der Vielfalt jungen, zeitgenössischen Kabarett- und Komik-Schaffens solche Künstlerinnen und Künstler für die Kandidatur zu gewinnen, die sich nach menschlichem Ermessen an der vorderen bis vordersten Front des Zeitgeistes bewegen . Und deswegen ist der PRIX PANTHEON anders: weil er nicht in Rückschau allgemein bereits akzeptierte Leistungen prämiert und damit bereits bewährte Pfade betritt, sondern Schneisen in weithin unbekanntes Schaffen schlägt und das damit verbundene Risiko mit Spannung und Freuden trägt.

Diese Kandidaten spielen in ausgeloster Reihenfolge (Auslosung in Anwesenheit von Juryvertretern und der nominierten Künstler am 28.4. um 12:00 Uhr) am 28.4. (6 Künstler/-Gruppen) bzw. 29.4. (6 Künstler/-Gruppen) jeweils 20 Minuten aus ihrem Programm. Nur nach den Leistungen dieser nicht zu überschreitenden 20 Minuten wird die Bewertung von Jury und Publikum vorgenommen.

3. „REIF & BEKLOPPT“ als dritter Preis (dotiert mit 4000 Euro) wird von der Jury einem Künstler / einer Künstlerin oder einem Ensemble verliehen, der / die/ das sich schon lange bewährt und bewiesen hat, und mit seinem/ihrem Wirken und Vorbild die Satireszene nachhaltig prägt. Dieser Preisträger – 2011 ist es HARRY ROWOHLT  – wird am 27.4. im Pantheon und am 7.6 bei der großen Prix Pantheon-Gala im Bonner Brückenforum geehrt.

4. TV-PUBLIKUMSPREIS (dotiert mit 3000 Euro): Im Jahr 2006 wurde der Prix Pantheon um eine 4. Preis-Kategorie erweitert: den Fernsehpublikumspreis (dotiert mit 3000 Euro). Der/die Gewinner/in wird per Zuschauervoting während und nach den Ausstrahlungen der Aufzeichnung der beiden Wettkampftage im WDR-Fernsehen ermittelt.

Die Bekanntgabe und Preisübergabe dieses 4. Prix Pantheon-Preises erfolgt ebenfalls während der großen PRIX PANTHEON - Gala am 7.6.10 im Brückenforum, bei der neben allen Preisträgern 2011 u.a. Pause & Alich, die Geschwister Pfister, Dave Davis, Heinrich Pachl erwartet werden.                   Moderation der Abende : RAINER PAUSE

Die nominierten Kandidat/Innen

für den Jurypreis “Frühreif und Verdorben” 2011 und die Publikumspreise “Beklatscht und Ausgebuht” sowie dem TV-Publikumspreis 2011

Wettkampf um die Preise am 28.+29.4.2011 im Pantheon:

TILMAN BIRR: Jahrgang 1980,  ist Lesebühnenautor, Poetry Slammer und Liedchensinger. Seine Lesebühne in Frankfurt am Main gründete er 2002, sie heißt „Die Lesebühne Ihres Vertrauens“. Seltsame Länder, komische Menschen und wirre Situationen sind sein Thema, die direkte, blanke Darstellung seine Methode. Er ist nicht besserwisserisch-politisch und erklärt auch nicht den Unterschied zwischen Männern und Frauen. Getwittert wäre Birr: energiegeladen, ehrlich, manchmal Nonsens, manchmal komplex. www.tilmanbirr.de

SABINE DOMOGALA: meint es gut mit den Menschen. Das ist in jeder Minute ihres Soloprogramms „Schwächen Umarmen“ spürbar. Als skurrile Lebens- und Motivationstrainerin hat sie nur ein Ziel: Hundertprozentige Glücksfähigkeit für alle! Dabei überzeugt sie durch ungewöhnliche Perspektiven und mit effektiven Hilfsmitteln. So lernt das Publikum die wohltuende Wirkung des Sorgensacks und die Geborgenheit des Vertrauensteppichs kennen. Auch das „Lesen“ des eigenen „Akzeptanzpegels“ wird so zum Kinderspiel. www.sabine-domogala.de

FRANK FISCHER: Ein Deutschkurs in der Volkshochschule, zu dem Frank Fischer seinen spanischen Kumpel Otto Gonzales samt dessen Vater begleitet, ist Ausgangspunkt für eine vergnügliche Doppelstunde, in der sich der “Geheimtipp der deutschen Kleinkunstszene” (Ottfried über Frank Fischer) Gedanken über die Wirkung der deutschen Sprache auf Ausländer, Inländer und die Absurditäten des Alltags an sich macht.
Dabei erweckt er bekannte und unbekannte Personen zum Leben und schlüpft blitzschnell in deren Rolle. Was ist zu beachten, wenn man mit Haustieren spricht? Und wieso schaden Handytarife mit 40 Inklusiv-Tagen im Monat der Weltwirtschaft? Frank Fischer findet Antworten auf Fragen, die bisher noch niemand gestellt hat.  www.fischerfrank.de

GÖTZ FRITTRANG, geboren auf der Wilhelm Gustloff, während diese unterging, ist er der illegitime Sohn von Hermann Göring und Astrid Lindgren. Er wuchs mit einer falschen Identität in einem russischen Nukleartestgebiet auf. Eine Schule besuchte er nie, stattdessen verbrachte er lange Jahre unter den Kopfjägern Borneos und kehrte erst Anfang der 60er Jahre nach Deutschland zurück, wo er sich innerhalb kürzester Zeit mit zwölf Geschlechtskrankheiten infizierte, von denen vier bis dahin noch völlig unbekannt waren. Aus dieser Zeit stammt sein Gedichtzyklus „Brennender Süden“, der von Ernst Jünger als „das eindringlichste Werk moderner Erotika“ bezeichnet wurde. Nachdem er Ende der 70er Jahre aus der von ihm gegründeten RAF rausgeworfen wurde, zog er sich an den Bodensee zurück.... das ist nur der Anfang. Am Ende steht: Kabarett am Rande des Nervenzusammenbruchs.  www.goetzfrittrang.de

GUNKL ist der „Analysator der österreichischen Kabarettszene“. Gunkl ist Gunkl, „wenn er die Grenzen zwischen Mut, Tapferkeit und Blödheit auslotet. Wenn er über den Schweden König, das Vasa-Kriegsschiff und "ritualfreie Watschen" palavert. Und doch philosophisch wird mit Unwiderlegbarem wie: "Nicht alles, was schon ist, heißt schon was." Am Ende kann man mit Gunkls Worten sagen: "Es war nix mit: ,Jetzt kenn ich mich wieder ein bisserl besser aus in der Welt." Aber es ist doch sehr zum Lachen.“ (Werner Rosenberger) www.gunkl.at

HELGE UND DAS UDO: gehen aufs Ganze! Sie spielen die komplette Nibelungen Sage in Versmaß und Reimschema nach und schrecken auch vor der größten Erzählung des Abendlandes nicht zurück: der Weihnachtsgeschichte! Ihr großangelegtes Laienkrippenspiel ist Jahreszeiten übergreifendes Welttheater der Extraklasse und fast so wertvoll wie ihre Interpretation der Biene Maja! Überboten höchstens noch von ihren improvisierten Szenen, die sie zu Vorschlägen aus dem Publikum aus dem Stegreif spielen.. www.helgethun.de

ANGELIKA KNAUER: Als "Frau Klein auf Touren" gelingt es Angelika Knauer, das Thema "Demografischer Wandel" auf satirisch-humorvolle Weise aufzubereiten.
Schrullig, manchmal burschikos und überraschend kommt die vermeintliche "Bilderbuch-Oma" mit dem ihr eigenen Charme daher und wickelt ihre ZuschauerInnen ratzfatz um den Finger. Frau Klein kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen: Wie alles angefangen hat; die Sache mit den Gummistrümpfen, ihr alltäglicher Wahnsinn mit der neuen Technik... Dazu rappt sie zu heißen Rhythmen, haut die Glatzen mit der Blockwurst und tanzt geradezu artistisch am Stock.
Frau Klein räumt auf mit sämtlichen hartnäckigen Vorurteilen gegenüber älteren Menschen. Ein ungewöhnlicher kabarettistischer Beitrag zum Thema "aktive Senioren". www.angelika-knauer.de

KRISTIAN KOKOL: Sein Programm als absurd zu bezeichnen wäre noch untertrieben. Manche sagen er ist wie ein Film. In der Regie ein Quäntchen Tarantino. Die komischen Momente verschmelzen mit seinem Auftritt zu einem Gesamtkunstwerk, das in dieser Form einzigartig ist. Szene - Kenner betiteln mit "Avantgarde" und loben sein Handwerk .  Er erzählt keine Witze, das Publikum findet die Komik. www.facebook.com/KristianKokol

PHILIPP SCHARRI: Die einen sehen Scharri in der Tradition von Wilhelm Busch – nur mit mehr Esprit, andere überzeugt er mit fulminanter Sprachgewalt, feiner Ironie und beachtlicher thematischer Tiefe, die seine Werke weit über den Status des gereimten Klamauks erheben. Im rasanten Wechsel von Reimkultur, frechen Liedern und brillantem Stand-up spielt Scharri sein Kabarettprogramm „Der Klügere gibt Nachhilfe“. www.superscharri.de

PHILIP SIMON geht auf die Jagd nach dem Wahnsinn des Lebens und so absurd es auch sein mag, so befreiend ist seine Freude an der Sinnlosigkeit politischer Debatten, der Sinnlosigkeit tagtäglicher Handlungen. Ganz zu schweigen von der Sinnlosigkeit des Seins. Und so nimmt der Hobbyphilosoph und Lebemensch sein Publikum an die Hand und führt sie durch seine Welt der verrückten, lustigen, stillen und auch traurigen Momente. Manchmal gar banal, aber das vielleicht auch nur auf den ersten Blick. Von himmelhochjauchzend bis tieftraurig, denn das Weinen liegt dem Lachen so nah. Philip Simon ist ein integrationswilliger Niederländer, der im Humor seine heile Welt gefunden hat. www.philipsimon.com

THE FUCK HORNISSCHEN ORCHESTRA: Na, FUCK wie FUCK und HORNISSCHEN wie eine kleine Hornisse...und ORCHESTRA wie ORCHESTER...Julius will die Kapelle THE FUCK nennen, Christian HORNISSCHEN und so soll es sein. Das ORCHESTRA bedeutet nur Pompösität und Pathos! Kann sich nur kein Schwein merken..."DOCH!", sagen wir! Denn inzwischen steht das FUCK für die Fakultät an der wir Germanistik studier(t)en und das Hornisschen für die gefährliche Ignoranz gegenüber der Natur,! Fortschritt pfui, Natur hui heisst es in unserem ersten Bühnenprogramm "vom fohlen und wäldern" www.myspace.com/fuckhornisschenorchestra

CHRISTOPH TIEMANN: Sein Händchen für Abstruses und Absurdes, etwas böses Blut und jede Menge Spaß prädestinieren ihn für das Einsatzgebiet Kabarett. Das Do-it-Yourself-Talent steht für kluges Entertainment, das Spaß macht und nur jene schadenfroh attackiert, die es auch wirklich verdient haben.

Mit Witz und inszenatorischem Geschick, Vorschlaghammer und Feinmotorik beherrscht er den Einsatz der Satire-Machete. Es sollen schließlich Köpfe rollen im politischen Kabarett. Bevorzugte Themen sind Religion, TV-Idiotie oder diktatorische Allmachtsphantasien. www.tiemann.tv

Einiges zu den Ideen und Intentionen des Prix Pantheon:

Der PRIX PANTHEON, auch „German Spass und Satire Open“ genannt, wird seit 1995 alljährlich Ende April im Pantheon Theater ausgetragen.

Der eigentliche Wettkampf in olympischer Manier um die Preise in den Kategorien „Frühreif und Verdorben“ (Jurypreis) und „Beklatscht und Ausgebuht“ (Publikumspreis) findet an 2 Abenden Ende April im Kabarett-Tempel am Bonner Bundeskanzlerplatz statt. Dazu treffen sich 12 Künstler/-innen oder Gruppen aus den Kleinkunst-Parade-Sparten Kabarett, Comedy, A Cappella, Lesung, Chanson und Musikkabarett, um miteinander und gegeneinander um die Gunst des Publikums, der Jury und natürlich um die mit jeweils 3000,- Euro dotierten Preise zu streiten.

Der Sonderpreisträger in der Kategorie „Reif und Bekloppt“ (Preis dotiert mit 4000,-) ist der einzige Preis-träger des PRIX PANTHEON, der im Vorfeld feststeht. Es ist eine Person, die als herausragende Persönlichkeit in der Kleinkunst gilt und das Genre mit seinem Wirken und als Vorbild nachhaltig geprägt hat.

Im Jahr 2006 wurde der Prix Pantheon um eine 4. Preis-Kategorie den TV-Publikumspreis (dotiert mit 3000,-) erweitert. Der/die Gewinner/in wird über Internetvoting nach den Ausstrahlungen der Aufzeichnung von den beiden Wettkampftagen im WDR-Fernsehen und im WDR5-Hörfunk ermittelt und auf der im Juni folgenden großen PRIX PANTHEON-Gala bekannt gegeben und dort mit allen anderen Preisträgern in einer Bühnenshow mit vielen Stargästen gefeiert.

Eine Bilanz der vergangenen PRIX PANTHEON-Jahre zeigt, dass die prämierten, aber auch die nominierten Kandidaten nach der Teilnahme am PRIX PANTHEON deutlich mehr öffentliche Aufmerksamkeit und damit eine merklichen Karriereschub erhielten. Die deutschsprachige Kleinkunstszene, das Publikum, Agenturen und Veranstalter, wie zum Beispiel die Kulturämter, und die Talentscouts der namhaften TV-Comedy-Produktionsgesellschaften beobachten sehr genau die Ergebnisse dieser Bühnenolympiade, was den hohen Stellenwert des Prix Pantheon belegt.

Da es immer schwieriger wird, neue, unverbrauchte, bzw. nur regional bekannte Talente einem breiteren Publikum zu präsentieren, ist der PRIX PANTHEON auch eine Form der Publikumsmagnetisierung und als Anreiz für andere Veranstalter und Agenturen gedacht, diese Künstler für ihre Bühnen zu verpflichten. Dabei ist der Prix Pantheon kein Amateurwettbewerb, denn die von einer Fach-Jury nominierten Kandidaten sind allesamt Profis, auch wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht immer schon ausschließlich aus ihrer Bühnentätigkeit bestreiten können.

In einer Zeit, wo die Großen der Kleinkunst die großen Hallen erobern, denken wir außerdem - nicht ganz uneigennützig - daran, das Publikum auch weiterhin an die atmosphärisch dichten, zuschauernahen Bühnen zu erinnern, in denen die Stars der Szene groß geworden sind und in denen ja auch weiterhin Talente heranreifen sollen.

Da die Kandidaten und Kandidatinnen des Prix Pantheon für mehrere Tage im Pantheon zusammen sind und auch alle das gleiche Hotel bewohnen, hoffen, bzw. wissen wir aus den letzten Jahren, dass die Mitwirkenden sich untereinander besser kennen lernen. Intention ist dabei durchaus die Entstehung eines Netzwerks innerhalb dieser neuen, noch jungen Kabarett- und Comedy-Generation, welches dem Austausch von Erfahrungen, -möglicher Auftrittsorte und der Planung eventueller gemeinsame Bühnenprojekte dient.

Der Wettkampf-Charakter des Prix Pantheon, d.h. dass sowohl Jury als auch das Publikum ihre Wertungen auf die jeweils von den Kandidaten vorgetragenen 20 Minuten beschränken, sorgt im Gegensatz zu den anderen namhaften Kleinkunstpreisverleihungen, bei denen die Gewinner schon im Voraus feststehen, für außerordentlich spannende Abende mit ungewissem Ausgang, die den Kandidaten äußerste Konzentration und Disziplin abverlangen. Eine einmalige Erfahrung und Bewährungsprobe, die keiner der bisherigen Kandidaten missen möchte.

Harald Kirsch

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