14.11.2012 10:03 Der Gott namens Geld ist ein Schelm

Berlin - Vom Mythos des Gottes Geld“ - Tanzen durch die Geschichte des Geldes

Die Rhythmen der „sprechenden“ Trommel der afrikanischen Yoruba, Körper im Taumel, einem Gott huldigend: In dem beninisch-italienischen Tanztheaterstück „Du Mythe du Dieu Argent – Vom Mythos des Gottes Geld“  erzählt das Ensemble Dialogues Inévitables von der Macht des Geldes.

Tanztheater des Ensembles Dialogues Inévitables © Dialogues Inévitables

Von: GFDK - Berliner Festspiele

Die Rhythmen der „sprechenden“ Trommel der afrikanischen Yoruba, Körper im Taumel, einem Gott huldigend: In dem beninisch-italienischen Tanztheaterstück „Du Mythe du Dieu Argent – Vom Mythos des Gottes Geld“  erzählt das Ensemble Dialogues Inévitables von der Macht des Geldes.

In der kraftvoll-sinnlichen Choreografie unterschiedlichster Bewegungssprachen formuliert sich die ungezügelte Geldgier als einziger gemeinsamer Ausdruck: eine getanzte Reflexion über die moderne Gesellschaft und ihre Götzen. 

Der Gott namens Geld ist ein Schelm – das wissen wir nicht erst seit der Finanzkrise. Auf die Erde geschickt, um Tauschgeschäfte zu ermöglichen, macht er sich einen närrischen Spaß daraus mit den Schwächen der Menschen zu spielen und wird dabei immer mächtiger. Ironisch und vieldeutig nimmt uns Vom Mythos des Gottes Geld mit, in ein fiktives und doch vertrautes Universum. Es zeigt uns Menschen als ebenso genial und feinfühlig wie kleingeistig und vulgär. Auf drei Erzählebenen führen Tänzer, Musik und der Gan Gan (die „sprechende“ Trommel der Yoruba) durch die Geschichte des Gottes Geld und seiner Anhänger. Die Choreographie lotet dabei immer wieder die Beschaffenheit des menschlichen Körpers aus.

Das Stück resultiert aus der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der italienischen Tänzerin und Choreographin Francesca Pedullà und dem beninischen Musiker Eric Acakpo gemeinsam mit dem Ensemble Dialogues Inévitables, in dem Künstler aus Belgien, Benin, Kanada, Italien und Senegal mitwirken. Entstanden ist eine Kombination traditioneller und zeitgenössischer Tanzstile aus Afrika und Europa zu einer neuen Sprache, einem neuen gemeinsamen Dialekt.

Veranstalter
Präsentiert von AfricAvenir International e.V., Berlin, mit freundlicher Unterstützung der „Aktion Afrika“ des Auswärtigen Amtes und der Internationalen Organisation der Frankophonie
Eine Produktion von CQB (Italien), Association Soganon (Benin), Créations entrelacées (Frankreich)
Die Entwicklung des Stückes wurde ermöglicht durch Axis Syllabus, der Stadt Genua, dem Goethe Institut Genua, Palazzo Ducale Fondazione per la Cultura, Teatro dell’Archivolto, Banca Carige di Genova.

Künstlerische Leitung Eric Acakpo und Francesca Pedullà
Inszenierung Davide Francesca und Francesca Pedullà
Musikalische Leitung Eric Acakpo
Choreographie Francesca Pedullà gemeinsam mit den Künstler/innen

Mit
Eric Acakpo (Benin), Richard Adossou (Benin), Maurel Acakpo (Benin), Anicet Gildas Aimonde (Benin), Papis Ndoye (Senegal), Kelly Keenan (Kanada), Roberta Messa (Italien), Sara Parisi (Italien), Francesca Pedullà (Italien), Antoine Renouard (Frankreich), Medard Sossa (Benin), Sara Tassara (Italien)

Musik Eric Acakpo und Lorenzo Gasperoni
Licht und Technik Luciano Novelli
Video Antoine Renouard
Kostüme Davide Francesca
Masken/Skulpturen Davide Dall’Osso
Organisation, Programmierung und Verwaltung Association CQB (Italien) und Association Sonagnon (Benin)

www.africavenir.org/de/projekte-deutschland/dialogues-inevitables.html

Termin
14. & 15. November 2012, 20:00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele,
Seitenbühne