07.07.2011 07:26 Gemeinsame Ausstellungsförderung

12,4 Mio. Euro für neue Projekte der Kulturstiftung des Bundes - 800.000 Euro für Opernprojekt Prometheus

Von: Bundesregierung.de

Auf seiner Sitzung am 23. Juni 2011 beschloss der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Staatsminister Bernd Neumann folgende Maßnahmen und Projekte:

Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater
Nachdem die Kulturstiftung des Bundes bisher insbesondere die Stadttheater mit ihren Theater-Fonds „Heimspiel“ (55 Produktionen seit 2006) und „Wanderlust“ (28 Projekte seit 2009) gefördert hat, soll im neuen Fonds „Doppelpass“ gezielt die Kooperation von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern unterstützt werden.

Die Kulturstiftung des Bundes will Protagonisten aus den freien Szenen und den Theaterinstitutionen zum Erproben neuer Formen der Zusammenarbeit und gemeinsamen künstlerischen Produktionen anregen. (4,6 Mio. Euro)

Fellowship Internationales Museum
ist eine deutschlandweite Initiative für Museen und öffentliche Sammlungen, hochkarätige Nachwuchswissenschaftler und Kuratoren aus dem Ausland für die Dauer von 18 Monaten an ausgewählte Einrichtungen in Deutschland zu holen.

Die Grundidee des Programms ist, durch externe Herangehensweisen an etablierte Sammlungszusammenhänge die Internationalisierung der deutschen Museumslandschaft zu befördern. (2,58 Mio. Euro)

12,4 Mio. Euro für neue Projekte der Kulturstiftung des Bundes

Opernprojekt Prometheus
Im Jahr 2012 soll die monumentale, selten gespielte Oper „Prometheus“ von Carl Orff im Rahmen der Ruhrtriennale wiederaufgeführt werden. Für die Inszenierung des Prometheus-Stoffes nach Aischylos konnte der Komponist und designierte Intendant der Ruhrtriennale 2012–2014, Prof. Heiner Goebbels, den aus Samoa stammenden Choreografen und Performance-Künstler Lemi Ponifasio gewinnen, die musikalische Leitung hat Peter Rundel.

Aufführungsort ist die ehemalige Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg-Nord, ein großräumiges Industriedenkmal, das für die Inszenierung dieser Orff-Oper geradezu prädestiniert ist: Mit seiner monumentalen Größe und historischen Funktion der Energiegewinnung steht es im sinnfälligen Bezug zum Prometheus-Mythos von der Entwendung des Feuers. (800.000 Euro)

Im vergangenen Jahr beschloss der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes, den Tanzkongreß, ein europaweit einzigartiges Forum für den Tanz, als sog. Kulturellen Leuchtturm langfristig in dreijährigem Turnus zu fördern. Nach einer bundesweiten Ausschreibung erhielt nun Düsseldorf den Zuschlag für die Ausrichtung des nächsten Kongresses im Jahr 2013.

Gemeinsame Ausstellungsförderung der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder
Die Kooperation zwischen beiden Stiftungen wird im nächsten Jahr mit der Ausstellung „Kritik macht Kunst – Will Grohmann im Netzwerk der Moderne“ im Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden fortgesetzt.

Anlässlich des 125. Geburtstages des Kunstkritikers, Kunstwissenschaftlers, Kurators und Sammlers Will Grohmann im Jahr 2012 soll mit einer monografischen Ausstellung an seiner langjährigen Wirkungsstätte Dresden an das Lebenswerk eines der einflussreichsten Kritiker der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts erinnert werden.

Die Ausstellung zeigt herausragende Werke der von Will Grohmann protegierten Klassischen Moderne, die nach ihrer Diskriminierung als „Entartete Kunst“ zum ersten Mal wieder in Dresden zu sehen sein werden. (400.000 Euro)

Unendlicher Spaß
Zum Abschluss der Intendanz von Matthias Lilienthal präsentiert das Theater Hebbel am Ufer (HAU) mit der Inszenierung des Romans „Unendlicher Spaß“, dem Opus Magnum des amerikanischen Kultautors David Foster Wallace, eine alle gängigen Maßstäbe des Theatralen sprengende Kombination von Performance-Kunst und Literatur.

Das Projekt ist als 24-stündiger Parcours durch acht Orte im Zentrum und an der Peripherie Berlins geplant. (476.000 Euro)

Quelle und weitere Informationen:

Kulturstiftung des Bundes
Franckeplatz 1
06110 Halle an der Saale

Tel.: 49 (0)345 2997 0
Fax: 49 (0)345 2997 333

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