25.05.2013 09:00 von Richard Wagner

Theater in Magdeburg: Tristan und Isolde - das zum Opernmythos gewordene Werk

Theater Magdeburg präsentiert Tristan und Isolde von Richard Wagner

Tristan und Isolde - das zum Opernmythos gewordene Werk; (c) Nilz Böhme

Zum 200. Geburtstag WagnersTristan bitet um die Hand Isolde
Von: GFDK - Theater Magdebrug - 3 Bilder

»O sink hernieder, Nacht der Liebe …« – Tristan, Ritter des Königs Marke von Cornwall, bittet für seinen Herrn um die Hand der irischen Königstochter Isolde. Die beiden verbindet eine emotional komplexe Vorgeschichte – Tristan hatte Isoldes Verlobten erschlagen, wurde aber dennoch von ihr gesund gepflegt, weil sie sich heimlich in ihn verliebt hatte.

Theater in Magdeburg

Dass Tristan jetzt als Brautwerber für Marke zu ihr zurückkehrt, empfindet Isolde als Schmach, die sie rächen will. Doch ihre Vertraute Brangäne reicht den beiden nicht den von Isolde geforderten Sühne- und Todestrank, sondern den für Marke und Isolde bestimmten Liebestrank. Statt gemeinsam zu sterben, entbrennen Tristan und Isolde in heftiger Liebe und durchleben alle Facetten, die dazu gehören können – Hingabe, Hass, Verrat, Traum, Realität und Tod …

Schauspiel in Magdeburg

Richard Wagner wurde während seines Zürcher Asyls 1857/1858 u. a. durch die Frau seines Mäzens, Mathilde Wesendonck, auf den Stoff gestoßen, den er aus Gottfried von Straßburgs mittelhochdeutschem Versroman »Tristan« bereits gut kannte. Wagners Leidenschaft für Mathilde setzte in ihm einen wahren Produktivitätsschub frei, bereits 1859 war die Partitur abgeschlossen. Während seine Dreiecksbeziehung zu den Wesendoncks wie eine Boulevardkomödie endete und seine Frau Minna als Opfer ihrer zerrütteten Ehe auf der Strecke blieb, implodierte Wagners Liebestraum zu einem geradezu kosmischen Gleichnis der Liebes- und Todestrunkenheit.

Freunde der Kunst

Zum 200. Geburtstag Wagners am 22. Mai 2013 präsentiert das Theater Magdeburg erstmals seit 1945 das geradezu zum Opernmythos gewordene Werk. Unter der Leitung des Magdeburger Generalmusikdirektors gibt die weltbekannte armenische Sopranistin Hasmik Papian ihr Rollendebüt als Isolde.

Kathrin Singer

kathrin.singer@remove-this.theater.magdeburg.de