22.11.2012 06:02 Opéra-bouffe von Jacques Offenbach

Theater Bremen: Die Banditen bis zum 14.03.2013

Theater  Bremen: Die Banditen bis zum 14.03.2013

(c) Jörg Landsberg

Von: GFDK - Theater Bremen - 5 Bilder

„Zweifellos! Man muss stehlen, wie es die Position gebietet, die man in der Gesellschaft einnimmt!“ (Falsacappa) — Brechts Überlegung, der Überfall einer Bank sei nichts im Vergleich zu deren Gründung, hätten Offenbachs Banditen sicher zugestimmt.

Denn statt weiterhin Reisende auszurauben, mischen sie sich in Staatsgeschäfte ein. Bei der als Schuldentilgung arrangierten Heirat der spanischen Prinzessin und des italienischen Herzogs planen sie, die drei Millionen einzuheimsen, die die Italiener den Spaniern nach Abzug der Mitgift noch schulden. Und vermutlich wäre ihr Vorhaben aufgegangen, hätte der oberste Kassenwart die Staatskasse nicht längst verprasst ... Bereits für Offenbach und seine Zeitgenossen war klar: Die größten Ganoven sitzen in den Chefetagen.

Offenbachs „Banditen" verbindet Oper und Schauspiel, ist politisch, ohne ideologisch zu sein, schnell, wahnsinnig witzig und großartig musikalisch. Tobias Schwenckes Neufassung für das Theater Bremen wird die anarchische Grundhaltung und den radikalen Spielwitz dieser Operette auf den Gipfel treiben.

Kontakt

Agniszka Harmanci, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit/Marketing
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