04.07.2012 07:42 Mal kraftvoll, mal reduziert

Musik Rock/Pop: The Unwinding Hours sind mit ihrem Album „Afterlives“ zurück

Quelle: roughtrade

Von: Sabine Kühn

Als Ende 2009 die ersten Klänge in Form von „Knut“ und „Solstice“ bei MySpace im Stream zu hören waren, ging ein Aufatmen durch die Reihen derjenigen, denen das Ende von Aereogramme ein Stück des Herzens rausgerissen hatte (verzeiht die Theatralik).

Jegliche Hoffnungen, Iain Cook und Craig B mögen doch bitte diese Lücke schließen, wurden erfüllt. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erntete viel Lob, bekam überragende Rezensionen und beschert den Fans noch heute selige Glücksmomente. Uns geht es da nicht anders.

Nun sind zweieinhalb Jahre vergangen. Craig B ist zurück an die Uni gegangen, um Theologie und Soziologie zu studieren, während Iain Cook fleißig und erfolgreich in seinem eigenen Studio diverse Projekte und Bands produzierte und Alben aufnahm. Einmal die Woche kam Craig vorbei und brachte frische Ideen oder Demos mit, an denen beide fortan kontinuierlich arbeiteten.

Vor allem Craigs Studium hat großen Einfluss auf das Schreiben der Texte genommen. „I felt I was finally able to learn and absorb as much as I could but also use it to be able to articulate what I had been trying to express for years“, sagt er über den Schreibprozess. Die Tatsache, dass beide in ihrem eigenen Tempo an Ideen und Fragmenten arbeiten konnten, ermöglichte es ihnen, zu experimentieren und Neues auszuprobieren und sich somit nicht zu wiederholen.

So sind auf dem neuen Werk die gewohnt gitarrenlastigen Songs ebenso wie Synthesizer zu finden. Mal kraftvoll, mal reduziert. Sie haben viel ausprobiert: „You can hear a kitchen sink being battered by a piece of metal mear the end of the first song so yes, we had a lot of fun“, was den ersten Track „Break“ mit seinem treibenden Charakter zu einem Meisterwerk und Paradebeispiel ihrer Weiterentwicklung werden lässt. Künstler wie The Flaming Lips, Max Richter, The Cocteau Twins und Laurie Anderson nennt Craig B als großen kreativen Einfluss für das neue Material.

Tracklisting:
1. Break
2. I've Loved You For So Long
3. The Right To Know
4. Saimaa
5. The Promised Land
6. Wayward
7. Say My Name
8. The Dogs
9. Skin On Skin
10. Day By Day

Einen ersten zarten Eindruck gibt diese akustische Demoversion von „The Dogs“, die die Band vor ein paar Monaten bereits veröffentlichte: www.youtube.com/watch?v=bZtBEEQnBF8. Allerdings möge man keine falschen Schlüsse ziehen, was das gesamte Album betrifft.

Wenn auch alleine das neue Werk schon Grund genug zur Freude ist, so haben wir zudem auch noch Tourdates, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

04.09. München - Kranhalle
05.09. Dresden - Beatpol
06.09. Hamburg - Knust
07.09. Köln - Luxor
08.09. Münster - Gleis 22
09.09. Berlin - Magnet
10.09. Heidelberg - Karlstorbahnhof
11.09. CH-Zürich - Ziegel Oh Lac
12.09. CH-Düdingen - Bad Bonn


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