06.03.2012 07:48 ein Album für Erwachsene

Musik Rock/Pop: Rolf Zuckowski stellt sein neues Album „leiseStärke - …und wovon ich noch singen wollte“ vor

(c) Musik für Dich/Universal Music

Von: Miriam Willer

Es war im Sommer 2011 am Strand von Sylt. Dort zwischen den Dünen und beim Schlagen der Wellen kam die Erkenntnis. „Das Meer hat schon vielen seine Geschichten erzählt, auch mir. Beim Blick hinaus wusste ich, dass ich mein neues Album fertigstellen kann“, erinnert sich Rolf Zuckowski und lächelt.

 

Fast ein ganzes Jahr hat er mit seinem Arrangeur und Co-Produzenten Dieter Faber an den Songs für „leiseStärke“ gefeilt. Die beiden arbeiteten bereits seit Jahren erfolgreich zusammen. Dieter Faber ist ein gefragter Hamburger Studiomusiker und Hörbuchproduzent (u.a. für Udo Lindenberg und Harry Rowohlt) und spielt außerdem seit vielen Jahren in Rolf Zuckowskis Band Gitarre. Herausgekommen ist bei der erneuten Zusammenarbeit der beiden Freunde ein Album für Erwachsene, ganz in der Tradition des Hauses Zuckowski.

 

Seit dem Eltern-Album „Zeit für Kinder - Zeit für uns“ von 1985 hat der Hamburger etwa alle fünf Jahre eine neue CD mit Liedern für Erwachsene veröffentlicht. Für aufmerksame Beobachter der deutschen Musiklandschaft ist deshalb seine Arbeit als generationsübergreifender Komponist, Textdichter und Sänger schon lange kein Geheimtipp mehr, auch wenn seine Kinderlieder stärker im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Für Zuckowski selbst spielt diese Grenzziehung zwischen Musik für Klein und Groß kaum eine Rolle. „Ich habe das Schreiben für Erwachsene und Kinder in meinem Inneren nie getrennt“, erklärt der Musiker. „Beim Songschreiben für Kinder fühle ich mich sehr als Vater oder großer Freund und darum kann man in meinen Texten auch viel Erwachsenes wiederfinden.“

 

Diese Fähigkeit und das Vermögen, in die Herzen seiner Zuhörerinnen und Zuhörer zu blicken, zu singen, was sie fühlen, macht wohl den besonderen Status von Rolf Zuckowski hierzulande aus. „Ganz häufig kommen Menschen zu mir und erzählen mir von ihren Kindheitserinnerungen, verbunden mit meinen Liedern. Für mich ist das etwas sehr Kostbares, weil ich das unsagbare Glück habe, in so viele erinnerungsglückliche Augen zu blicken, so viele Einblicke in musikerfüllte Lebensläufe zu erhalten und so oft Worte der Dankbarkeit zu hören“, zeigt sich der Hamburger sichtlich berührt. „Die inzwischen erwachsenen Kinder von damals verstehen mich und meine Beweggründe für manches Lied heute erst richtig.“

 

So ist es fast logisch, dass diese Erlebnisse auch den Weg in sein Album gefunden haben. In all den Jahr‘n beschreibt das Gefühl der Verantwortung und Dankbarkeit zwischen dem Liedermacher und seinen Fans, die er lieber „Weggefährten“ nennt. Musikalisch ist Zuckowski mit diesem Lied ein wunderbarer Brückenschlag gelungen, denn es baut auf der Originalaufnahme von „Ein Lied für Tweety“ aus dem Album „Lieder die wie Brücken sind“ aus dem Jahre 1982 auf, ergänzt durch ein grooviges Band-Arrangement von Dieter Faber. Der neue Text entstand auf Anregung des eigenen Sohnes Alexander, der als gefragter Nachwuchs-Songwriter u.a. Songs für Sasha, Annett Louisan, Frank Ramond und Ina Müller schrieb. „Er sagte mir immer wieder, diese Melodie sei eine meiner stärksten. Ich bin ihm dankbar für seinen guten Rat“, freut sich Zuckowski über das Produkt des innerfamiliären Musikschaffens. Alexander hat auch einen eigenen Song Wenn das Jahr zu Ende geht, sowie diverse Harmoniegesänge zu dem Album beigesteuert.

 

Sehr viel nachdenklicher ist der Song Heimweh und gleichzeitig eine echte Premiere, nämlich das erste richtige Chanson in seiner langen Karriere als Autor und Interpret. „Es geht darin um den Lebensmut sehr alter Menschen, die sich nicht aufgeben wollen und dankbar sind für die ihnen noch verbliebenen Möglichkeiten.“ Auf den ersten Blick eine sehr ungewöhnliche Thematik für Rolf Zuckowski und vielleicht sogar für Songwriter generell. „Dieses Chanson gibt es schon seit meinem sechzigsten Geburtstag. Ich habe es bisher nicht veröffentlicht, weil ich nicht wollte, dass meine Hörer denken, ich würde mich wegen meines Alters und meiner eigenen Befindlichkeit mit dem Thema beschäftigen. Es geht dabei nämlich nicht um mich selber.“ Der Text ist viel mehr seiner inzwischen verstorbenen Mutter gewidmet und fängt in eindringlichen Worten und sensibler Instrumentierung die Stimmung ihres letzten Lebensjahres ein.

 

Ähnlich berührt der Titelsong leiseStärke und zeigt gleichzeitig eine ganz andere Seite Zuckowskis. Auf eine bildhafte und unglaublich charmante Art dankt er seiner Ehefrau für ihr Zusammenleben seit nunmehr 42 Jahren. Inspiriert von Rod Stewards „Great American Songbook“ ist so ein wunderbares Liebeslied entstanden, dessen Schönheit sich bei jedem Hören mehr offenbart. Ähnlich wie diese Beispiele hat jeder Song auf dem Album seine ganz eigene Geschichte und damit eine absolute Existenzberechtigung. Es mögen zwar einzelne Episoden sein, doch zusammen ergeben sie ein überwiegend leises, mal nachdenkliches, mal unbeschwertes, immer aber authentisches Spiegelbild der Gedankenwelt eines der großen Songpoeten unserer Zeit. Oder, wie Rolf Zuckowski selbst es mit einem sehr norddeutschen Bild zusammenfasst: „Das Kommen und Gehen von Ebbe und Flut, das Auf und Ab der Wellen, die leise Stärke des Watts und die laute Kraft der Brandung, von all diesen Gegensätzen gibt es etwas auf meinem Album. Ich hoffe, dass sich so jeder Zuhörer mehrfach darin wiederfinden kann.“

 

 

Produziert von Rolf Zuckowski und Dieter Faber  © 2012

Musik für Dich/Universal Music GmbH

 

www.leiseStaerke.de  die Website zum Album und zu Rolf Zuckowskis musikalischem Schaffen für Erwachsene mit Hörproben, Songtexten und Videotagebüchern zu jedem der 12 neuen Songs von leiseStärke.

 


Kontakt:

Presse- und Online-PR Miriam Willer miriam.willer@remove-this.musik-fuer-dich.de, Telefon: 040-44 12 38 24


 

Weiterführende Links:
http://www.leisestaerke.de/