29.10.2012 07:34 Thron der Popwelt

Musik Rock/Pop: Popstar Robbie Williams ist ein Kämpfer - Unter diesem Motto erscheint am 02.11.2012 sein neues Album "TAKE THE CROWN"

Musik Rock/Pop: Popstar Robbie Williams ist ein Kämpfer - Unter diesem Motto erscheint am 02.11.2012 sein neues Album "TAKE THE CROWN"

Bild 1: Robbie Williams © Universal Music

Bild 2: Robbie Williams © Julian Broad Farrell Music Ltd

Bild 3: Album-Cover © Universal Music

Von: GFDK - Universal Music - 3 Bilder

Am 02. November wird Robbie Williams sein neues Album veröffentlichen, das er Take The Crown getauft hat, und zwar aus gutem Grund: Der Titel, eine klare Ansage, steht für die Stimmung, in der er es aufgenommen hat und für jenen Gemütszustand, jene Haltung, in der er nun den Tag der Veröffentlichung erwartet. Sicher gab es in den letzten Jahren auch immer wieder mal Momente, in denen es fast schon den Anschein machte, dass er selbst nicht so genau sagen konnte, wie er zu seinem Leben als der große Popstar, als Robbie Williams eigentlich steht. Und das wiederum mag sich womöglich auch auf die Qualität seiner Musik ausgewirkt haben.

Doch damit ist nun Schluss: "Das Album trägt den Titel Take The Crown, weil ich kämpfen will", berichtet er. "Ich will es mit jedem aufnehmen, der sich mir in den Weg stellt und mir den Platz auf dem Thron der Popwelt streitig machen will. Mit diesem Album will ich die Krone zurückerobern, die ich einst hatte - oder vielleicht habe ich sie auch immer noch. Und ich will den Leuten damit zeigen, dass ich diesen Job liebe und dafür auch bereit bin zu kämpfen."

Die unvergleichlichen Erfolge, die Robbie Williams in den ersten zwanzig Jahren seiner Ausnahmekarriere feiern durfte, sind bekannt; nicht zuletzt, weil die Highlights dieser Zeit erst im Jahr 2010 auf dem Greatest-Hits-Album In And Out Of Consciousness noch einmal zusammengefasst wurden. Nach ein paar ersten Erfolgen und Rückschlägen in einer gewissen Boy-Band (Take That) trat er eine Solokarriere an, in deren Rahmen er einen Rekord nach dem anderen sprengte; dazu gab es ausverkaufte Tourneen und einzigartige, unvergessene Live-Spektakel, die seinen Ruf als bester Live-Performer seiner Generation zementierten. Das Fundament dieser Erfolge war dabei eine ganze Serie von Hit-Soloalben: Life Thru A Lens (1997), I've Been Expecting You (1998), Sing When You're Winning (2000), Swing When You're Winning (2001), Escapology (2002), Intensive Care (2005), Rudebox (2006) und schließlich Reality Killed The Video Star (2009). Danach schloss er sich zwischenzeitlich und vollkommen unerwartet doch wieder Take That an, nahm mit ihnen das gefeierte Progress-Album (2010) auf und ging im Jahr 2011 auf Tournee mit Take That - und wieder war es ein Erfolg, der durchschlagender nicht hätte sein können. (Zur Info: Diese Tour war die größte Konzertserie in der britischen Musikgeschichte). Diese Erfahrung war es denn auch, die ihn zu seinem nächsten Schritt inspirieren sollte: "Unsere Tour war in jeder Hinsicht ein massiver Erfolg: bei den Kritikern, finanziell und kommerziell, der Spirit stimmte, alles war der Hammer", so Robbie. "Es war genau das, was ich gebraucht hatte für einen Neustart und um den Spaß an der Sache wiederzuentdecken. Nachdem ich die ganze Reunion-Phase mit Take That erlebt hatte, wollte ich mich auch als Solokünstler unbedingt mit einem massiven Album zurückmelden."

Auch wenn er hin und wieder eine Auszeit nimmt, um sich um seine anderen Projekte zu kümmern - so ist z.B. erst kürzlich seine erste eigene Menswear-Kollektion Farrell auf den Markt gekommen; eine andere Baustelle dieser Art wäre auch seine alljährliche Charity-Veranstaltung Soccer Aid -, zählt Robbie zu jenen Musikern, die permanent und pausenlos neue Songs schreiben - diese Beschäftigung ist quasi eine der wenigen Konstanten seines Lebens. Zwei der neuen Songs, "Candy" und "Different", wählte er aus den vielen Songideen aus, die er gemeinsam mit Gary Barlow geschrieben hatte; die kreative Chemie zwischen den beiden war schon immer unvergleichlich. Der Großteil des neuen Longplayers ist jedoch vielmehr das Resultat eines glücklichen Zufalls und zugleich einer neueren Bekanntschaft. Robbie ist seit eh und je bekannt dafür, ein ausgesprochen gutes Händchen zu haben, was die Auswahl geeigneter Mitstreiter angeht. Dort, wo niemand es erwarten würde, hat er schon immer die Leute mit der meisten kreativen Energie aufgetan, und so auch dieses Mal, als er im letzten Jahr zwei junge Australier zu sich nach L.A. einlud: Tim Metcalfe und Flynn Francis, zwei unbekannte Musiker und Songwriter, die Robbies in Rap-Kreisen sich bewegender Schwager in einer Bar in Los Angeles kennen gelernt hatte. Als Robbie dann einfach so den Vorschlag machte, doch mal ein paar Songs zusammen aufzunehmen, geschah etwas, mit dem er wohl selbst nicht gerechnet hätte: Die Ideen sprudelten förmlich aus dem Kreativ-Trio heraus. "Und zwar einer und dann noch einer und dann gleich der nächste - und dann noch einer", so Robbie. "Ich glaube, wir hatten nach nur 10 Tagen 14 Songs im Kasten. Der Wahnsinn war das. Das war mir davor erst ein einziges Mal passiert, und zwar beim ersten Album mit Guy Chambers." Dabei reden wir hier nicht einfach nur von Songs, ja nicht mal nur von ganz besonderen Songs, sondern von genau der Art von Songs, die Robbie für sein neues Album im Sinn hatte: episch angelegte, mit großen Gefühlen unterfütterte, ausgelassene Melodien, die jede einzelne nach massivem Hitpotenzial klingen. "Die beiden haben wirklich eine Überdosis Pop im Blut", so Robbie über die zwei Australier. "Und ich fand die Chemie von Anfang an einfach perfekt, ein echter Glücksgriff war das!"

Um das ansteckende Potenzial dieser neuen Songs auch perfekt zur Geltung zu bringen, holte Robbie, als es darum ging, den geeigneten Produzenten zu finden, noch einen Mann ins Boot, mit dem er noch nie zuvor gearbeitet hatte - was in diesem Fall jedoch nicht heißt, dass dieser kein großer Name wäre. Jacknife Lee ist weltbekannt, unter anderem für seine Arbeit mit U2, Snow Patrol oder R.E.M, um nur eine Auswahl zu nennen. "Die ganze Ästhetik war schon da, und die Absicht, wie das alles klingen sollte, war schon deutlich zu erkennen; das erleichtert mir die Arbeit natürlich, schließlich muss ich das Ganze dann nur noch fertigschleifen und ans Licht holen", kommentiert die Produzentenlegende die Arbeit am Album. "Die Songs waren ganz klar mit dem Ziel gestrickt, groß und massiv zu klingen. Das alles hatte wahnsinnig viel Energie, ja fast schon eine nervöse Energie war da im Spiel." Ein weitläufiger, ausladender Sound sollte es werden, und doch fokussiert und konzentriert genug, damit noch erkennbar bleibt, wie sehr ein Ausnahmesänger wie Robbie Williams dazu in der Lage ist, ihnen seinen unverkennbaren Stempel aufzudrücken. "Ich würde sagen, wenn Rob einen Song so richtig gut trifft, wenn plötzlich alles stimmt, dann schwingt bei ihm immer auch diese gewisse Verletzlichkeit mit", meint Jacknife Lee. "Ich meine damit also ein Sowohl-als-auch: da ist die Verletzlichkeit, die unter der Prahlerei und den großen Gesten durchschimmert. Diese Mischung macht seinen Sound erst so unwiderstehlich."

Aufgenommen wurde Take The Crown in Jacknife Lees eigenem Garagen-Studio im Topanga Canyon im Norden von Los Angeles; ein Ambiente, das nicht nur Robbie als angenehm zwanglos und weniger steif als andere Studios empfunden hat. Auch die Liste der an den Aufnahmen beteiligten Musiker ist lang und beeindruckend: Der Gitarrist Troy Van Leeuwen (Queens Of The Stone Age) war ebenso dabei wie Band-Of-Horses-Gitarrist Blake Mills, Schlagzeuger Bill Rieflin (der zuletzt acht Jahre lang bei R.E.M. gespielt hat), Bassist Justin Meldal-Johnson (Beck, Air, M83), Orchestrierungs-Fachmann Owen Pallett (Arcade Fire, Pet Shop Boys) und schließlich als Hintergrundsängerin noch Barbara Gruska von der aus L.A. stammenden Geschwister-Combo Belle Brigade. Gruska hatte die Originalvorlage zur einzigen Cover-Nummer des Albums geschrieben; "Losers", die Robbie in seiner Duett-Version gemeinsam mit der US-Amerikanerin Lissie neu interpretiert.

Robbie hatte ein Video der Belle-Brigade-Version im Netz entdeckt, als er gerade auf Empfehlung von Jacknife auf der Suche nach einer geeigneten Background-Sängerin war. "Ich hab mich sofort in dieses Stück verliebt und wusste da schon, dass ich unbedingt meine eigene Version davon aufnehmen musste. Die Aussage von 'Losers' ist so unglaublich schön - und sie steht in einem so krassen Gegensatz zu dem, was ich normalerweise denke und fühle. Ich denke immer: 'rausgehen, erobern, nach Hause kommen, schlafen'. Und das hier geht so: 'Ich gebe nach, ich gebe auf - warum können wir nicht alle darüber hinwegsehen und einfach eine schöne Zeit miteinander verbringen?' Mich hat das wirklich bewegt, und ich kann auch kaum abwarten, die Nummer vor Publikum zu singen. Ich hoffe nur, dass die Leute, die zu meinen Konzerten kommen, sich genauso davon mitreißen lassen."

Von Anfang an war gewissermaßen klar, dass "Candy" als erste Single erscheinen würde, einer der beiden Songs, die Robbie mit Gary Barlow geschrieben hat, wobei dieser Track danach noch ordentlich im Studio verfeinert und aufpoliert wurde. "Ein richtiger Sommer-Track ist das", meint Robbie, "und insofern ganz ähnlich wie 'Rock DJ', nur handelt diese Nummer von einem Mädel, das sich selbst ganz toll findet. Vielleicht ist sie auch toll, aber ist schon auch ganz schön skrupellos unterwegs. Es gibt Songs, an denen man eine halbe Ewigkeit sitzt, und andere, die fliegen einem förmlich von den Lippen: vollkommen fertig und ohne dass man auch nur einen zweiten Gedanken daran verschwenden müsste. Und ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, warum gerade dieser Song von meinen Lippen geflogen bzw. von meinen Hirnwindungen hervorgebracht wurde - aber so war's nun mal." Selbst wenn "Candy" in vielerlei Hinsicht gar nicht typisch ist für die neue LP, schien er Robbie doch der geeignete Kandidat für die erste Single zu sein. "Mein oberstes Anliegen ist es", so Robbie, "das zu kreieren, was ich und hoffentlich auch der Rest der Welt als Hits bezeichnen würden."

Viele der Stücke sind nah am eigenen Leben des Sängers angesiedelt und äußerst persönlich - was schon immer der Fall war auf seinen Alben -, doch selbst während der nachdenklicheren Momente schwingt immer auch diese Ausgelassenheit und eine Energie mit, die einen nicht loslässt. Zu den vielen Highlights des Albums zählen unter anderem "Be A Boy" ("eine Art Empowerment-Stück für mich"), "Shit On The Radio" ("Ich meine das positiv! Im Sinne von: Ich bin der heiße Scheiß, der im Radio läuft"), "All That I Want" ("Das ist 'Fifty Shades of Grey', 'Reader's Digest', 'Lady Chatterley' - das alles kombiniert"), "Into The Silence" ("eine sehr einsame, deprimierende und beängstigende Zone ist das - 'you made me be so cruel to myself' -, in die man sich da bewegt, wenn einem andere ihre Probleme anhängen wollen"), "Different" ("Der soll für jeden einfach nur das bedeuten, was er oder sie darin erkennt: 'this time I'll be different, I promise you' - Mea Culpa") und schließlich "Gospel": Hier erinnert sich Robbie daran zurück, wie er sich das Erwachsenenleben als Teenager vorgestellt hat und kehrt dann zurück ins Hier und Jetzt, um diese Vorstellung mit demjenigen Leben zu vergleichen, das er nun führt im Jahr 2012. "Ich richte mich dabei an mein Publikum, das mir nun schon über 20 Jahre treu geblieben ist, und ich sage: 'Ich will das hier immer noch! Ich will immer noch dieses wunderschöne Bild erfüllen, das mir mit 14, 15 oder 16 vorgeschwebt hat, von dem ich wollte, dass es wahr wird. Ich muss es sein, und ich will es immer noch sein, und ich will immer noch, dass ihr mit mir diesen Weg geht.' Zum Glück sind sie alle bisher diesen Weg mit mir gegangen, und zum Glück gibt es da ein Publikum, an das ich mich mit diesen Worten richten kann, und genau darauf freue ich mich am meisten."

Womit wir auch wieder beim Albumtitel angekommen wären: Take The Crown. Dem hätte Robbie nämlich noch eine Sache hinzuzufügen, eine Kleinigkeit, die ebenfalls als typisch für ihn gelten muss: "Und ich hoffe auch, dass ein paar Leute richtig angepisst sind, wenn sie den Titel hören." Dann zeigt er auf diversen Tattoos und erklärt jedes einzelne, was es ihm bedeutet, woher es stammt und wie sie ihn alle jeden Tag wieder daran erinnern, wer er ist und was seine Bestimmung ist. "Und Take The Crown ist eine andere Version von noch so einem Tattoo", meint er abschließend. "Es steht für: 'Yeah, komm schon, raus damit, lass es uns austragen! Traut sich einer?' Was ich damit sagen will: Ich bin bereit für diesen Kampf."

 

VÖ: 02.11.2012

 

Quelle: Universal Music

Weiterführende Links:
http://mind.robbiewilliams.com/