01.04.2013 08:14 Single "NOW" - Ein Vorgeschmack

Musik Rock: Das neue Album "Paramore" der Poppunkband PARAMORE ist geballter Optimismus

Musik Rock: Das neue Album "Paramore" der Poppunkband PARAMORE ist geballter Optimismus

Bild 1+2: Paramore © Pamela Littky

Bild 3: Album "Paramore" © Warner Music

Bild 4: Single "Now" © Warner Music

Von: GFDK - Warner Music - 4 Bilder

Irgendetwas war anders, als Hayley Williams mit dem Songwriting zum mittlerweile vierten, schlicht „Paramore“ betitelten Album anfing. Grundlegend anders. Und tatsächlich gestaltete sich die Grundstimmung während des Komponierens diesmal viel optimistischer denn je zuvor, seit sie im Alter von erst 15 Jahren das erste Mal vors Mikro der US-Poppunkband trat.

Purer Optimismus; was die neuen Songs angeht und erst Recht, was die Zukunft der Grammy-nominierten Formation betrifft. „Ich hatte dieses Tony-aus-„West Side Story“-Aha-Erlebnis: Diese Szene, in der er von dem Gefühl singt, etwas auf sich zukommen zu spüren, aber nicht genau festmachen zu können, was es ist. Gleichzeitig aber genau zu wissen, dass es großartig wird“, erklärt Hayley lächelnd. „Vieles auf dem neuen Album entstand aus genau dieser Intuition heraus. Die Songs handeln vom Drang herauszufinden, wie es wohl weitergehen wird.“
 
Wie auch die Vorabsingle „Now“ demonstriert, auf der sich die aus Nashville, Tennessee stammenden Paramore mit Zeilen wie „if there`s a future we want it now“ so optimistisch und kämpferisch wie nie präsentieren. Zeilen, die hochgradig charakteristisch sind für das vierte Werk der mittlerweile zum Trio geschrumpften Band, die sich vor Beginn der Arbeiten mit einer knallharten Wahl konfrontiert sah: Entweder aufzugeben, seine sieben Sachen zu packen und sich in alle Winde zu zerstreuen. Oder weiter zu machen und sich als Dreierformation ganz neu zu erfinden, sich völlig neu zu positionieren. Eine Entscheidung, der sich Sängerin Hayley Williams, Gitarrist Taylor York und Bassist Jeremy Davis gestellt und mit „Paramore“ das wohl positivste, energetischste Album ihrer Karriere abgeliefert haben! „Ich bin ziemlich stolz auf die Tatsache, dass es kein Wut zerfressenes, aggressives Album geworden ist“, fährt Hayley fort. „Das Zeug ist viel fröhlicher und versöhnlicher ausgefallen, als es viele vielleicht nach alldem erwartet hätten, was vor den Aufnahmen innerhalb der Band so vorgefallen ist“, ergänzt Davis. „Wir wollten diese Art von Songs schon so lange schreiben, doch waren emotional einfach nicht in der Lage. Heute sind wir es!“
 
Kollektiv ging man während der vergangenen eineinhalb Jahre in Songwriting-Klausur, um seinen Sound neu zu definieren. So reflektieren Songs wie „Now“, „Fast In My Car“, „Proof“, „Anklebiters“ oder „Be Alone“ einerseits immer noch den Paramore-typischen jugendlichen Geist, spiegeln aber andererseits auch deutlich die Weiterentwicklung der Drei wieder. Sowohl als Individuen, als auch als Band. Gemeinsam betritt man mit Tracks wie dem funky-gospeligen „Ain`t It Fun“, dem Doo Wop-beeinflußten „(One Of Those) Crazy Girls“ oder dem Streicher-verstärkten „Hate To See Your Heart Break“ noch unberührten Boden. „Schon immer wurde Hayley als großartige Sängerin bewundert“, sagt York. „Doch bisher hat man nicht wirklich erkannt, wie vielseitig sie tatsächlich ist und was sie alles mit ihrer Stimme anstellen kann. Auf diesem Album hört man nun ganz deutlich diese verschiedenen Facetten heraus!“
 
Eine Meinung, der sich auch Hayley vorbehaltlos anschließt. „Für mich war der Schlüssel zu diesem Facettenreichtum die Tatsache, dass Taylor das Album zu einem großen Teil mitgeschrieben hat. Keiner von uns hätte je geahnt, dass dieses Talent in ihm schlummert! Nicht, dass wir es ihm vorher nicht zugetraut hätten – es hat sich bloß nie in dieser Form ergeben. Während des Songwritings kamen wir öfter ins Studio und bekamen zufällig mit, woran er nebenbei arbeitete. Wir waren wirklich geflasht von dem Zeug, welches er nach eigenen Aussagen einfach nur so für sich bastelte. Doch die Kompositionen waren einfach so phantastisch, dass wir sie unbedingt für das Album verwenden mussten!“
 
„Hayley und ich haben uns während des Songwritings ständig gegenseitig zu neuen Höchstleistungen angespornt“, fügt York hinzu. „Es war eine tolle Erfahrung, mit ihr zu schreiben und zusammen auf diese aufregende Reise zu gehen. Sobald wir erst einmal unseren eigenen Rhythmus gefunden hatten, entstand etwas ganz Neues, was sich drastisch von unserem `klassischen Paramore-Sound` unterscheidet!“
 
Eine Einstellung, die auch von Producer Justin Meldal-Johnson (Beck, Nine Inch Nails, Tegan & Sara, Gnarls Barkley) unterstützt wurde, der mit dem Grammy-nominierten M83-Album „Hurry Up, We`re Dreaming“ für die Produktion eines von Paramores absoluten Lieblingsalben verantwortlich zeichnet. „JMJ hat von Anfang an den wahren Kern und die neue Linie der Songs erkannt“, erinnert sich York zurück. „Er wollte sie nicht verändern, sondern nur ein wenig mehr Schwung reinbringen. Er weiß genau, wie man Künstler am besten in die richtige Richtung schickt – das ist es, was ich an ihm am meisten respektiere.“ „Er hat uns geholfen, so kreativ wie irgend möglich zu sein und am Ende das Bild zu malen, welches wir im Kopf hatten“, so Davis. 
 
Nach ihrem Umzug nach Los Angeles fand Hayley Williams erstmalig Zeit für sich selbst – Inspiration genug für die Sängerin mit der verrückten Haarfarbe, die sich in Songs wie „Be Alone“ oder „Ain`t It Fun“ niedergeschlagen hat. Mit „Last Hope“ hat man laut eigenen Aussagen erstmals das Stück auf Platte, welches man immer schon schreiben wollte. „Während der letzten eineinhalb Jahre hing vieles für mich am buchstäblichen seidenen Faden“, lässt Hayley diese düsteren Momente noch einmal Revue passieren. „Ich hatte irgendwie das Ziel aus den Augen verloren und trieb so vor mich hin. Der Song handelt davon, sich wieder frei zu strampeln und weiter zu machen.“ Auf der anderen Seite: „`Fast In My Car` - die Geschichte von uns Dreien. Von uns drei Freunden. Irgendwann kamen wir an den Punkt, an dem wir uns schworen, so offen wie möglich mit uns selbst zu sein und einfach nur eine tolle Zeit zu verbringen. Wenn ich diesen Song höre, muss ich daran denken, wie wir uns ins Auto gequetscht haben und in die Stadt gefahren sind, um einfach Party zu machen...“
 
Eine Freundschaft, die Paramore schon verbindet, seit sich die Band im Teenage-Alter in Nashville im Jahre 2004 gegründet hat. Bereits mit Release ihres Gold-veredelten 2005er Debüts „All We Know Is Falling“ schoss die 3-fach Grammy-nominierte Formation an die Spitze des Rock-Olymp. „Brand New Eyes“, der 2009er Platin-Nachfolger des ebenfalls mit Platin ausgezeichneten 2007er Albums „RIOT!“ etablierte Paramore offiziell als eine der populärsten und außergewöhnlichsten Bands der gegenwärtigen Rockszene. Das Album enterte die US-Billboard-Charts auf Platz 2 und entwickelte sich zu einem internationalen Phänomen; stieg etwa in Irland, Australien, Neuseeland und England bis auf die Spitzenposition, in Mexiko bis auf Platz 2, in Kanada bis auf Platz 3, und auch in Deutschland knackte de Band die Top 10 auf einem Platz 7.

Neben unzähligen ausverkauften Touren folgten jede Menge internationaler Awards: Darunter die Ernennung zur „Favourite Rock Band“ im Rahmen des 2010er ‚People’s Choice Awards’. Die Single „The Only Exception“ wurde für einen Grammy in der Kategorie „Best Pop Performance by a Duo or Group with Vocals” nominiert, was nach ihrer 2008 erfolgten Grammy-Nominierung als „Best New Artist” bereits die zweite Ehrung dieser Art war. Und es gab noch eine weitere, denn auch die Top-40-Smashsingle „Decode“ vom „Twilight“-Soundtrack erhielt eine Grammy-Nominierung.
 
Mit „Paramore“ schlagen Hayley Williams, Taylor York und Jeremy Davis nun ein weiteres Kapitel auf. „Mit diesem Album haben wir nun endlich die Platte aufgenommen, die wir immer schon machen wollten. Und das meinen wir wirklich verdammt ernst“, so York. „Genau deshalb haben wir sie auch schlicht `Paramore` getauft“, fügt Hayley erklärend hinzu. „Wir haben diese Platte einfach nach dem benannt, was sie repräsentiert: Uns selbst.“




VÖ: 05.04.2013



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