25.10.2013 07:50 Voodoo-Musik als große Inspirationsquelle

Musik: Heute erscheint neue Platte "Reflektor" von Arcade Fire - Mühelose & selbstsichere Reise durch die Popgeschichte

Arcade Fire sind erfolgreich

Auf den 13 Stücken von Reflektor schöpfen Arcade Fire aus einem immens umfangreichen Instrumentenpark, was sich verblüffend gut mit der großen Geste verträgt, die die Band seit jeher transportiert. © Jf Lalonde

Arcade Fire rocken die Buehnen

Bild 2: Arcade Fire © Anton Corbijn

Arcade Fire sind Grammy und Brit Award Gewinner

Bild 3+4: Arcade Fire © Korey Richey

Arcade Fire machen gute Stimmung

Arcade Fire veroeffentlichen ihr neues Doppelalbum Reflektor

Bild 5: Album "Reflektor" © Vertigo Berlin/Universal Music

Von: GFDK - Universal Music - 5 Bilder

Heute am Freitag erscheint mit Reflektor das vierte Album von Arcade Fire. Die Grammy- und Brit Award-Gewinner haben Reflektor im Verlauf zweier ereignisreicher Jahre in Haiti, Jamaika und New York geschrieben und aufgenommen. Das wandelnde Rock- und Disco-Lexikon James Murphy (LCD Soundsystem) betreute die Produktion.

Aus etwa 60 Songs wurde ein Doppelalbum zusammengestellt, das sich so mühelos und selbstsicher durch die gesamte Popgeschichte bewegt wie ein bestens informierter Touristenführer. Kein Stil ist mehr unantastbar für Arcade Fire, jede Idee wird mit Konsequenz und Detailverliebtheit zu Ende verfolgt. Die Band und ihr Produzent benutzen zwar die herkömmlichen Strukturen der Pop- und Rockmusik, ändern ihre Ästhetik aber nach Belieben.
 
Die ersten internationalen Reaktionen auf Reflektor fallen grandios aus. Das Magazin Mojo bezeichnet das Werk als “…a gloriously synthetic album that ditches the pulpit for the dancefloor…” Für den US-Rolling Stone sind Arcade Fire "the most important band of the last decade, and the music lives up to their universe-affirming mandate." Und für den Daily Star ist Reflektor bereits jetzt “…contender for album of the year…”.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Das ist kein Wunder, denn die kanadische Band lotet auf knapp 76 Minuten die Grenzen ihres eigenen Klangkörpers aus. Auf den 13 Stücken von Reflektor schöpfen Arcade Fire aus einem immens umfangreichen Instrumentenpark, was sich verblüffend gut mit der großen Geste verträgt, die die Band seit jeher transportiert. Da trifft bei „We Exist“ leicht unterkühlter 70er-Jahre-Schlepprock auf große Chöre, da schießen Siebziger-Jahre-Disco-Synthies an Dub-Patterns vorbei („Flashbulb Eyes“). Da schält sich bei „Here Comes The Night Time“ aus freidrehender Kraut-Psychedelic plötzlich doch noch ein erhabenes Lied, da ist im Song „Here Comes The Night Time II“ aber auch Platz für Cello und Kirchenorgel.  .
 
Sänger Win Butler selbst wirft übrigens eine der interessantesten Assoziationen zu Reflektor in den Ring: Voodoo-Musik aus Haiti, so sagt er, habe bei der Entstehung des Albums eine wichtige Rolle gespielt, zwei Perkussionisten von der Insel seien an den Aufnahmen der Platte beteiligt gewesen.

http://www.universal-music.de/arcade-fire/home

Rezensionen:

Musikexpress (deutsch)

http://www.musikexpress.de/reviews/alben/article488863/arcade-fire-reflektor.html

RollingStone (englisch)

http://www.rollingstone.com/music/albumreviews/reflektor-20130927

The Guardian (englisch)

http://www.theguardian.com/music/2013/oct/24/arcade-fire-reflektor-review

Weiterführende Links:
www.arcadefire.com/‎