20.10.2014 09:00 Krautrock & House Music

BOXED IN ist sowohl das Pseudonym von Songwriter Oli Bayston als auch der Titel seines Debütalbums

Album Boxed In von Oli Bayston

"Nach Keith war es meine Absicht, etwas Neues zu beginnen und ein neues Projekt anzufangen“, erklärt Oli. Album "Boxed In" © Nettwerk / Soulfood

Von: GFDK - Push Media Promotion

Nachdem Oli in der Indie-Band Keith gespielt, für The 2 Bears Songs geschrieben, für George FitzGerald gesungen und Acts wie Charlie Boyer and the Voyeurs, Rosie Lowe und The Bohicas produziert hat, wendet er seine beachtlichen Talente nun bei seinem eigenen Soloprojekt an. Wie seine Reihe an bisherigen Erfolgen bereits andeutet, kann Oli auf eine große Breite an musikalischem Wissen zurückgreifen. Er wuchs zunächst im englischen Berkshire und dann in Essex in einer äußerst musikalisch talentierten Familie auf - sein Vater war Pianist, seine Mutter Opernsängerin. Schon in jungen Jahren war er von klassischer Musik umgeben, und während er sie mittlerweile schätzen gelernt hat und aus Komponisten wie Steve Reich Inspiration schöpft, rebellierte er zunächst gegen klassische Kompositionen.

Als Teenager begeisterten ihn Alben wie Nirvanas In Utero und Radioheads The Bends und er begann schon mit 15 Jahren, seine eigenen Popsongs auf dem Klavier zu schreiben. Gleichzeitig fand er eine neue Liebe: Die Dance Musik. Er hörte sich von Matthew Herberts „Accidental“ Label über Basic Channel zu Moodyman und Kerri Chandler durch.

Wir lieben Musik... weil sie und glücklich macht

Er zog nach Manchester, um Musik zu studieren und fühlte sich sofort wohl in der reichen Dance-Kultur, die lückenlos mit dem Indie-Erbe der Stadt verschmolzen ist. Geprägt von seinen Livekonzerten mit Keith zieht er es vor sowohl im Studio als auch auf der Bühne, ohne Sampler und Playbackspuren zu spielen. Bei den Liveauftritten von Boxed In geht es darum, durch akustische Instrumenten und menschliche Flexibilität die Treibkraft eines vollkommen elektronischen Set Ups nachzuahmen.

Nach sieben Jahren in Manchester zog er nach London, wo er sich weiter in der Kunst des Produzierens übte. Er assistierte dem Produzenten Dan Carey (Hot Chip, Toy, Kate Tempest) für zwei Jahre und die beiden „schrieben eine Menge Musik zusammen, sind einfach lange im Studio geblieben und seltsam gewesen.“ Seitdem haben die Beiden zusammen als Scotti Brains Musik veröffentlicht.

„Nach Keith war es meine Absicht, etwas Neues zu beginnen und ein neues Projekt anzufangen“, erklärt Oli. „Meine Absicht war immer sowohl ein Produzent als auch selbst ein Künstler zu sein, und bisher läuft es echt gut für mich. Es hat mir geholfen, meinen ganz besonderen Sound zu verbessern.“

Boxed In ist dieses Projekt, und es bringt Olis zwei größte musikalische Lieben zusammen: Krautrock und House Music. „Das Album hat ein bisschen von Beidem“, sagt er, „aber der Hauptfokus liegt immer auf den Songs. Ich bin ein Sklave der Songs und versuche, meine Liebe zu einzelnen Musikgenres darin mit einfließen zu lassen.“

Inspiriert von den motorischen Rhythmen von Can, Cluster und Neu! ebenso wie von House Produzenten wie Pépé Bradock und Theo Parrish, betont Oli doch, dass die Kunst des Popsong-Schreibens den Kern von Boxed In bildet. „Bei elektronischer Musik sind die Vocals oft nur zweitrangig“, erklärt er. „Ich wollte eine Balance halten zwischen den verschiedenen Aspekten der Songs, besonders den Texten.“

Themen wie Liebe, Verlangen und Verlust ziehen sich durch sein gesamtes Debütalbum, doch er stellt schnell klar, dass es „kein Konzeptalbum“ ist. Er beschreibt es stattdessen als „äußerer Monolog, eine kleine Geschichte aus dem Leben von jemandem in den letzten paar Jahren.“

Es bleibt nur eine letzte Frage: Warum „Boxed In“? Oli erklärt, dass der Name von Francis Bacons Bild „Head VI“ stammt, in dem das Gesicht eines schreienden Papstes dargestellt ist, das wortwörtlich „boxed in“ ist, sich also in einer Box befindet. Der Philosoph und Kunstkritiker Gilles Deleuze schrieb: „Und der Schrei, Bacons Schrei, ist der Vorgang, durch den der gesamte Körper durch den Mund entflieht.“

Das fand Anklang bei Oli. „Für mich sehe ich das, als die Definition des Singens und des Songwritings“, sagt Oli, „Wenn Du einen Song schreibst, ist das wie eine Darstellung, wie deine Gefühle aus deinem Inneren entfliehen.“

 

 

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