15.06.2014 09:00 Soundtrackmusik im neuen Glanz

YouTube Star-Pianistin Valentina Lisitsa widmet sich auf "Chasing Pianos" Werken von Michael Nyman

Valentina Lisitsa veroeffentlicht Album Chasing Pianos

Auf ihrem Album "Chasing Piano", welches bei Decca Classics erscheint, interpretiert sie unter anderem Stücke aus den Filmen „Gattaca“, „Das Ende einer Affäre“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ und von „Das Piano“. © Decca

Valentina Lisitsa ist eine erfolgreiche Pianistin

Valentina Lisitsa und ihr Sohn. © Decca/ Alexei Kuznetsoff

Von: GFDK - Decca

Im Mittelpunkt des neuen Albums von Valentina Lisitsa steht Michael Nyman, der mit seiner unverwechselbaren musikalischen Sprache vielen Filmen seine persönliche Note verliehen hat. Der 70. Geburtstag Nymans im März dieses Jahres ist daher Anlass für Lisitsa, ihr neues Album Chasing Pianos, das am 21.03.2014 auf Decca/ Deutsche Grammophon erschien, dem populären Komponisten zu widmen.

Valentina Listitsa, 1973 geboren, studierte in ihrem Heimatland erst in Lysenko und später in Kiew. Sie gewann 1991 den „Murray Dranoff Wettbewerb“ und lebt heute in den USA. Zum wirklichen Durchbruch verhalf ihr allerdings eine sehr erfolgreiche Internetpräsenz auf YouTube. Ihre Videos wurden über 60 Millionen Mal angeklickt und derzeit zählt ihr Account fast 130.000 Follower. Dank dieses außergewöhnlichen Erfolgs bekam sie Einladungen von großen Konzerthäusern, wie der Royal Albert Hall oder der Berliner Philharmonie und Engagements bei wichtigen Orchestern, wie dem London Symphony Orchestra, den Rotterdam Philharmonic und dem Orquestra Sinfônica Brasileira unter Lorin Maazel.

Lisitsa, die eigentlich für ihre Interpretationen der Werke von Rachmaninov und Beethoven bekannt ist, entdeckte erst vor kurzem die Musik Nymans für sich und verliebte sich in deren Klänge. Auf ihrem Album interpretiert sie unter anderem Stücke aus den bekannten Filmen „Gattaca“, „Das Ende einer Affäre“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ und vor allem die Musik des Oscar-gekrönten Dramas „Das Piano“ von Jane Campion aus dem Jahre 1993.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Michael Nyman, englischer Komponist und Musikwissenschaftler, gilt als der Erfinder des Ausdrucks „Minimalismus“ oder „Minimal Music“, die in den 70er Jahren aufkam. Aus Ablehnung der seriellen Musik aus den 60er und 70er Jahren, mit deren Vertretern Peter Maxwell Davies oder Harrison Birtwistle er während und nach seines Studiums in Kontakt kam, schuf Nyman seine ganz eigene Variante der hauptsächlich von Steve Reich und Philipp Glass vertretenen neuen „Minimal Music“. Dabei wollte er ausdrücklich „schöne“ Musik schreiben. Mit seiner Musik verhalf Michael Nyman dem Genre aus den Kinderschuhen und inspirierte eine enorme Zuhörerschaft weltweit.

Mit Chasing Pianos wird erneut die Aufmerksamkeit auf eine Pianistin gelenkt, die längst Star-Status genießt und über eine enorme mediale Wirkung verfügt.