08.03.2013 08:18 Zu Ehren von Wagners 200. Geburtstag

Musik/Konzert Klassik: GÖTTERDÄMMERUNG - Wagner mit zwei Weltersteinspielungen vom Klavier-Duo Tal & Groethuysen

Musik/Konzert Klassik: GÖTTERDÄMMERUNG - Wagner mit zwei Weltersteinspielungen vom Klavier-Duo Tal & Groethuysen

Bild 1+2: Yaara Tal & Andreas Groethuysen 2012 © Uwe Arens/Sony Classical

Bild 3: Tal & Groethuysen 2011 © Andreas Kluge (SWR)

Bild 4: Album "Götterdämmerung" © Sony Classical

Von: GFDK - Anne Heilemann - 4 Bilder

Auf ihrer neuen CD „Götterdämerung“, mit der Yaara Tal und Andreas Groethuysen den 200. Geburtstag von Richard Wagner ehren, erinnert das mit zahllosen Preisen ausgezeichnete Duo an zwei deutsche Wagner-Bewunderer. Das „Vorspiel und Isoldens Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“ ist in einer Fassung für zwei Klaviere von Max Reger (1873 - 1916) zu hören. Als Weltersteinspielungen erklingen zwei Wagner-Transkriptionen, die aus der Feder des Komponisten Alfred Pringsheim (1850 – 1941) stammen.

Der aus einem jüdischen Hause stammende Pringsheim war nicht nur der Schwiegervater von Thomas Mann. Der zu Lebzeiten bedeutende Mathematiker verstand sich als kritischer Wagnerianer. Er schrieb Artikel über ihn, korrespondierte mit dem Komponisten und schrieb über vierzig Klavier-Bearbeitungen von Wagner-Werken. Zwei Transkriptionen von Ausschnitten aus Wagners „Götterdämmerung“ haben Yaara Tal und Andreas Groethuysen wiederentdeckt und zum Wagner-Jubiläum aufnehmen können.

„Wir sind in der glücklichen Lage, Zugang bekommen zu haben zu weitgehend unbekannten Bearbeitungen von Alfred Pringsheim, die noch unveröffentlicht in seinem Nachlass schlummerten.“ Auch ringsheims Klavierfassungen von „Siegfried Tod“ sowie der Schlussszene aus „Götterdämmerung“ sind technisch anspruchsvoll und lassen vermuten, dass Pringsheim ein exzellenter Pianist gewesen sein muss. Wahrscheinlich sind diese Bearbeitungen bislang nur in dem Münchner Palais von Pringsheim erklungen.

Claude Debussy verband mit Richard Wagner stets eine Art Hassliebe. In den 1880er Jahren war der Franzose zu den Bayreuther Festspielen gepilgert, wo ihn nicht zuletzt Wagners „Tristan und Isolde“ begeisterte. Später versuchte Debussy dann auch mit polemischen Kommentaren, sich von dem übergroßen Vorbild Wagner zu lösen. Das einzige offizielle Klangdokument, das aus der Feder des Wagnerianers Debussy stammt, ist seine 1890 entstandene Transkription der Ouvertüre aus der Oper „Der fliegende Holländer“ für zwei Klaviere. Auch eine kaum bekannte Transkription des „Tannhäuser-Bacchanal“ durch Paul Dukas ist Ausdruck einer französischen Wagner-Verehrung und Bestandteil dieser besonderen CD zum Wagner-Jubiläum.

 

Rezensionen:

http://www.kulturradio.de/rezensionen/cd/2013/richard-wagner--goetterdaemmerung.html

 

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten/wagner-transkription-brandfackeln-in-walhall-vierhaendig-12089602.html

 

 

Konzerte mit CD-Programm:

05.05.13            Friedrichshafen, Bodenseefestival

29.05.13            Essen, Philharmonie (Klavierfestival Ruhr)

04.06.13            Schwetzingen

30.06.13            Brandenburgische Sommerkonzerte

18.07.13            Schloss Johannisberg (Rheingau Musikfestival)

20.07.13            Wartburg (MDR Kultursommer)

14.09.13            Bayreuth, Stadthalle

22.10.13            Wolfenbüttel, Theater

23.11.13            Wertheim

25.11.13            München, Herkulessaal

27.11.13            Graz (A)

 

 

 

Anne Heilemann

Sony Music Entertainment Germany GmbH

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Weiterführende Links:
http://www.tal-groethuysen.de/