10.04.2013 07:30 Mit Mísia, Nuria Rial und vielen anderen

Musik Klassik: Christina Pluhar führt mit MEDITERRANEO an mediterrane Küsten

Musik Klassik: Christina Pluhar führt mit MEDITERRANEO an mediterrane Küsten

Bild 1-3: Christina Pluhar, Mediterraneo Session © Various licensed to EMI Classics

Bild 4: Christina Pluhar © Reiner Pfisterer licensed to Virgin Classics

Bild 5: Album "Mediterraneo" © EMI Classics

Von: GFDK - EMI Classics - 5 Bilder

Wie Perlen an einer Schnur reihen sich um das Mittelmeer die Länder und Kulturen – und eine Fülle verschiedenster Musikstile, die allesamt einen großen "Sound Europas" bilden, bestehend aus Stilen wie Fado, Fandango, Tarantella und vielem mehr.

Christina Pluhar, ihr Ensemble L'Arpeggiata und eine Starbesetzung an Gesangssolisten gehen mit dem Album MEDITERRANEO  auf die Reise und vereinen Traditionen aus Portugal, Katalonien, Spanien, Italien und Griechenland. Christina Pluhar knüpft damit an ihr Erfolgsprojekt "Los Pájaros Perdidos" an, das sie nach Südamerika führte.

Christina Pluhar hat absolute Spitzenstars aus den jeweiligen Ländern zu diesem Album eingeladen, das nur auf den ersten Blick ein Crossover-Projekt darstellt. Denn sehr tief sind die Verwurzelungen zwischen Barock und landestypischen Klängen. Die weltberühmte Fado-Königin Mísia übernimmt den portugiesischen Part des Programms, die gefeierte Sopranistin Nuria Rial ist für Katalonien zuständig, ihre aus Pamplona stammende Kollegin Raquel Andueza für Spanien. Vincenzo Capezzuto und Katerina Papadopoulou repräsentieren Italien und Griechenland. "Das Meer trennt die Kulturen nicht, sondern verbindet sie".

Dieses Motto, das Christina Pluhar diesem Projekt voller Melancholie und überschäumendem Temperament voranstellt, wird in den vielen Farben und Rhythmen unmittelbar lebendig. Es ist eine Reise durch pittoreske Meereslandschaften, detailreich und sonnenbeschienen, voller Kontraste - aber vereint durch das große Meer in Europas Mitte.


Bonus-DVD: 27 Min. * Ausschnitte der Mediterraneo-Aufnahmesitzungen

 

Rezensionen:

crescendo (deutsch): http://www.crescendo.de/christina-pluhar-von-spanien-bis-zum-balkan-8256272/

hr-online (deutsch): http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=53595&key=standard_document_47730885

WDR (deutsch): http://www.wdr3.de/musik/cd-rezensionen/cdmediterraneo102.html

Independent (englisch): http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/reviews/album-review-larpeggiata-christina-pluhar-mediterraneo-virgin-classics-8525362.html

 

Christina Pluhar (Barock-Harfe & Ensemble-Leiterin)

ECHO-Ehren für Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata: drei Alben haben sie mit Virgin Classics veröffentlicht, und alle drei wurden mit einem Klassik ECHO ausgezeichnet.   „Wo soll ich mit dem Schwärmen anfangen, wo aufhören?“, hatte sich etwa der Kritiker des Klassikmagazins Toccata gefragt angesichts der ersten Virgin Classics-CD „Teatro d’Amore“, die einen ungewöhnlichen Streifzug durch die Musik Claudio Monteverdis macht und ein Sensationserfolg wurde. Eine barocke Jam-Session, rauschend, schillernd und verschwen-derisch. Spiegel online urteilte: die unverschämteste und lustigste Barock-CD seit Jahren.

Wer die Lobeshymnen über Christina Pluhar und ihr Ensemble L'Arpeggiata liest, mag zunächst nicht auf die Idee kommen, mit welchem Instrument sie solch ungezügelte Begeisterung bei der eher zurückhaltenden Kritikerzunft entfacht. Mit der Harfe nämlich – einem Instrument, dem, verbreiteten Klischeevorstellungen zur Folge, eher Braves, Zünftiges anhaftet.

Aber nicht so, wenn Christina Pluhar in die Saiten greift – übrigens nicht nur die der Harfe. In Graz geboren, studierte sie zunächst Konzertgitarre, entdeckte ihre Liebe zu Renaissance- und Barockmusik und wechselte zur Laute. Das barocke Instrument erlernte sie unter anderem bei  Hopkinson Smith an der Alte-Musik-Eliteschmiede Schola Cantorum Basiliensis. Und als ob das noch nicht genug Saiten wären, widmete sie sich parallel dazu noch der Barockharfe – renommierte Größen wie Mara Grassi und Andrew Lawrence-King waren ihre Lehrer. Seit 1999 ist Christina Pluhar neben ihrer Tätigkeit als Interpretin und Ensembleleiterin selbst Professorin für Barockharfe am Königlichen Konservatorium in Den Haag und gibt regelmäßig Meisterkurse an der Universität in Graz.

Kein Wunder, dass die inzwischen in Paris lebende Christina Pluhar seit den 90er Jahren eine der gefragtesten Musikerinnen der Alte-Musik-Szene ist. Als Solistin und Continuo-Spielerin arbeitete sie unter anderem mit Orchestern und Kammermusikensembles wie Hespèrion XXI, dem Ricercar Consort, den Musiciens du Louvre und Cantus Cölln sowie Dirigenten wie Marc Minkowski, Jordi Savall, René Jacobs und Ivor Bolton zusammen.

Im Jahr 2000 gründete Christina Pluhar ihr eigenes Ensemble. L’Arpeggiata heißt die zehnköpfige, vor Experimentierfreude und rauschhafter Musizierlust schier überschäumende Truppe, die seitdem das Publikum in Europa, Südamerika und Australien von den Sitzen reißt. Woran das liegt, ahnt man bereits, wenn man sich die Besetzung von L’Arpeggiata ansieht. Neben barocken Instrumenten wie Harfe, Theorbe und Violine findet sich da unter anderem auch ein alpenländisch-folkloristisches Hackbrett oder eine jazzige Klarinette. Denn auch wenn Christina Pluhar das Handwerk der historischen Aufführungspraxis von der Pike auf gelernt hat – starre Grenzen kennt sie für ihr Musizieren nicht.

 

 

 

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