26.06.2013 08:24 Musikalische Entwicklung eines ganzen Ensembles

Musik Klassik: "Amadeus Quartet plays Beethoven" - Die Ergründung des Beethoven'schen Quartettkosmos auf CD

Neues Kammerkusiksalbum Amadeus Quartet plays Beethoven

Die Einspielungen dokumentieren, wie sich das Amadeus-Quartett mit kontinuierlichem Anspruch den Beethoven'schen Quartettkosmos erarbeitet. Foto: Album "Amadeus Quartet plays Beethoven" © audite

Von: GFDK - Sabine Wiedemann

Seit Beginn seiner Karriere kam das legendäre Amadeus-Quartett regelmäßig zu Aufnahmen in die Studios des RIAS Berlin. So entstand über 20 Jahre ein repräsentativer Repertoirequerschnitt des Ensembles im dortigen Archiv, den audite in insgesamt sechs Bänden veröffentlichen wird. Am Beginn der neuen Reihe steht der (fast) komplette Beethoven-Zyklus, der in den Jahren von 1950 bis 1967 entstand und nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die Einspielungen dokumentieren, wie sich das Amadeus-Quartett mit kontinuierlichem Anspruch den Beethoven'schen Quartettkosmos erarbeitet. Die Entwicklung der Beethoven-Interpretationen zeigt ebenso die Evolution des Ensembles als Ganzes. Nicht nur Ersatz für das in den Produktionsplänen des RIAS unberücksichtigt gebliebene Streichquartett Es-Dur op. 74 ist das zusammen mit dem Bratscher Cecil Aronowitz eingespielte Streichquintett C-Dur op. 29.Die RIAS- Studioaufnahmen zeichnen sich auch dadurch aus, dass jeder Satz eines Werkes in einem durchgängigen Take eingespielt wurde. Die entstehende Intensität verbindet die Spannung einer Live-Situation mit den Vorzügen der Studiosituation. Die Einspielungen stehen so im Kontrast zu späteren Studioproduktionen desselben Repertoires. Zu dieser Produktion gibt es einen „Producer's Comment" vom Produzenten Ludger Böckenhoff.

Beethoven auf CD

Die Produktion ist Teil unserer Reihe „Legendary Recordings" und trägt das Qualitätsmerkmal „1st Master Release". Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduk­tionen bei audite, denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Originalbänder aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analog­bänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Das Remastering - fachlich kompetent und sensibel angewandt - legt zudem bislang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen oder alte Schellackplatten zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.

 

 

Sabine Wiedemann
audite Musikproduktion
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