16.11.2012 07:55 Jazz zum Mitswingen und hemmungslosen Tanzen

Musik Jazz: Wiederveröffentlichung der legendären Alben "Boss Tenors" & "Boss Tenors in Orbit" von Gene Ammons & Sonny Stitt in der Reihe “JAZZPLUS”

Musik Jazz: Wiederveröffentlichung der legendären Alben "Boss Tenors" & "Boss Tenors in Orbit" von Gene Ammons & Sonny Stitt in der Reihe “JAZZPLUS”

Boss Tenors in Orbit, Gene Ammons & Sonny Stitt © Universal Music

Von: GFDK - Universal Music

"Dies ist kein Jazz zum Hinsetzen und Nachdenken, und auch kein Jazz, über den man Bücher oder wissenschaftliche Publikationen schreiben sollte, noch ist es Jazz zum Analysieren und darüber alt werden. Dies ist Jazz zum Mitswingen und hemmungslosen Tanzen."

Mit diesen Worten pries das Label Verve Records 1961 das erste Album der beiden "Boss Tenors" an. Diese Bezeichnung hatten sich damals die Tenorsaxophonisten Gene Ammons und Sonny Stitt verdient. Aber ihre "Klingen" hatten sie schon miteinander gekreuzt, lange bevor sie in den frühen 1960er Jahren die beiden Alben "Boss Tenors" und "Boss Tenors In Orbit!" machten.

Gene Ammons (1925-1974) war der Sohn des Boogie-Woogie-Pianisten Albert Ammons und zusammen mit dem jüngst verstorbenen Von Freeman Begründer der Chicagoer Schule für Tenorsaxophonisten. Sonny Stitt (1924-1982) wiederum stammte aus Boston und hatte bis 1956 vornehmlich Altsaxophon gespielt. Erst ab da, endgültig müde der ständigen Vergleiche mit Charlie Parker, griff er öfter zum Tenorsaxophon. Obwohl der beseelt spielende Ammons und der eher Bop-orientierte Stitt Vertreter unterschiedlicher Spielarten waren, harmonierten sie ganz hervorragend miteinander. Ihre Zusammenarbeit hatten sie Mitte der 1940er Jahre in der Band von Billy Eckstine und Dizzy Gillespie begonnen. 1949 trafen sie in der Four-Brothers-Sektion der zweiten Herde von Woody Herman wieder aufeinander und lieferten sich dort atemberaubende Tenor-Battles. In den frühen 1950ern nahmen die beiden gemeinsam - mal unter dem Namen von Ammons, mal unter jenem von Stitt - einige Alben für Prestige Records und Decca auf.

Als Ammons und Stitt 1961/62 für die Aufnahmen von "Boss Tenors" und "Boss Tenors In Orbit!" wieder aufeinander trafen, kannten sie sich also in- und auswendig. In Routine verfielen sie aber glücklicherweise nicht. Gemeinsam mit Pianist John Houston, Organist Don Patterson, Gitarrist Paul Weeden, Bassist Buster Williams sowie den Schlagzeugern George Brown und Billy James brannten sie auf den von Creed Taylor produzierten Alben ein musikalisches Feuerwerk ab, das hoch in den Jazzorbit schoss. Nun werden diese beiden legendären Alben zusammen auf einer CD in der Reihe "JAZZPLUS" wiederveröffentlicht.

Die CDs der "JAZZPLUS"-Serie bieten jeweils zwei Originalalben eines Künstlers auf einer CD. Aber auch die anderen Aspekte der preiswerten Edition, die Einspielungen für legendäre Jazzlabels wie Verve, Mercury, Prestige, Riverside u.v.a. präsentiert, können sich sehen und hören lassen: Alle Aufnahmen wurden neu digital von den Originalbändern remastert, viele Alben erscheinen hier erstmals auf CD oder waren lange nicht mehr erhältlich. Außerdem beinhalten die Booklets komplette Faksimiles der beiden Original-LP-Artworks, sowie natürlich alle diskographischen Angaben zu den Aufnahmen.


Hörprobe:

http://www.jazzecho.de/musik/musikproduktdetail/product/183990/boss-tenors-in-orbit-und-boss-tenors/

 

Quelle: www.jazzecho.de

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