19.03.2013 07:41 Intensiv, dunkel und poetisch

Musik Jazz: The SteelDrivers - Die Band meldet sich nach einer kreativen Auszeit mit einem neuen Album "Hammer Down" und zwei neuen Mitgliedern zurück

Musik Jazz: The SteelDrivers - Die Band meldet sich nach einer kreativen Auszeit mit einem neuen Album "Hammer Down" und zwei neuen Mitgliedern zurück

The SteelDrivers Quelle: JazzEcho

Von: GFDK - JazzEcho

"Sie sind eine Blues-, Country-, Bluegrass- und Swagger-Band und sie sind brillant", schwärmt die Sängerin Adele von den SteelDrivers. Und als erfolgreichste Künstlerin der Gegenwart, die derzeit wie niemand anders musikalische Qualität mit kommerziellem Appeal zu kombinieren versteht, weiß die Britin ganz genau, wovon sie spricht.


Ihre Begeisterung für die mitreißende Musik der SteelDrivers ist tatsächlich so groß, dass sie einen Song der Band - "If It Hadn’t Been For Love" - fest in ihr eigenes Live-Repertoire aufgenommen hat. Ihre fantastische Reputation erwarben sich die SteelDrivers mit akustischer Bluegrass-Musik, der sie einen ungewohnten Soul-Einschlag verliehen.

Dieser originelle Hybridstil brachte ihnen für ihre ersten beiden Alben drei Grammy-Nominierungen ein. Jetzt meldet sich die Band nach einer kreativen Auszeit mit einem neuen Album und zwei neuen Mitgliedern zurück. Und auf "Hammer Down", das in den USA gleich Platz 1 der Bluegrass-Charts eroberte, zeigt die Band, wo der Hammer hängt. Mit ihrem einzigartigen Bluegrass-Stil, der laut dem Fachmagazin Music News Nashville "intensiv, dunkel, poetisch und unausweichlich menschlich" ist, erinnern sie in erfrischender Weise daran, was für eine zeitlose Power String-Band-Musik immer noch besitzt. Zumindest wenn sie, wie hier auf "Hammer Down", von so exzellenten Musikern gespielt wird.

Dabei war es für die aus Nashville stammende Band nicht einfach, den Abgang von Leadsänger Chris Stapleton und Mandolinenspieler Mike Henderson zu verkraften. Doch in Gary Nichols (Leadgesang & Gitarre) und Brent Truitt (Mandoline) wurden schließlich neue Partner gefunden, die es schafften, die hinterlassene Lücke zu schließen. Während Truitt, der u.a. schon mit Alison Krauss spielte, wie die anderen Mitglieder der SteelDrivers (Banjospieler Richard Bailey, Fiddlerin/Sängerin Tammy Rogers und Bassist/Sänger Mike Fleming) ein erfahrener Hase der Nashviller Bluegrass- und Country-Szene ist, gilt Gary Nichols trotz eines 2006 veröffentlichten Solodebütalbums noch als weitgehend unbeschriebenes Blatt.

Durch seinen hervorragenden Einstand bei den SteelDrivers dürfte sich das nun bald ändern. Mit "Shallow Grave", "When You Don’t Come Home", "I’ll Be There", "Burnin’ The Woodshed Down" und "Cry No Mississippi" steuerte er gleich die Hälfte zum Repertoire von "Hammer Down" bei. Die Fans der SteelDrivers wird es auch freuen, dass Stapleton und Henderson ihrer alten Band für das aktuelle Album noch ein paar Songs wie "Lonesome Goodbye", "When I'm Gone", "Wearin’ A Hole" und "How Long Have I Been Your Fool" hinterließen.

 

 

Quelle: http://www.jazzecho.de