21.05.2013 07:30 Die hohe Kunst des Coverns

Musik Jazz: NEXT Collective kreiieren auf "Cover Art" neue musikalische Interpretationen existierender Songs

NEXT Collective sind acht Jazzmusiker, die das Covern von Songs auf eine neue Ebene bringen

Die innovativen Musiker haben einen ganz eigenständigen Weg gefunden, sich mit den populären Vorlagen ihrer Zeitgenossen, die sie hier "covern", auseinanderzusetzen. Foto: Album "Cover Art" © Universal Music

Von: GFDK - JazzEcho

Die Musikszene wimmelt nur so vor Bands, die sich darauf spezialisiert haben, Songs bekannter Künstler möglichst originalgetreu nachzuspielen. Zur Kunst wird das so genannte Covern aber erst dann, wenn man den Originalvorlagen durch freie Interpretationen einen eindeutig eigenen Dreh verleiht.

Die Musiker des NEXT Collective verfügen allesamt über einen erstklassigen Jazz-Background und sind es deshalb gewohnt, zum Kern von Stücken vorzustoßen und diesen in neue harmonische und rhythmische Gewänder zu kleiden, die ihm eine vollkommen neue Gestalt geben. Und so beschränken sie sich bei ihrem "Cover Art"-Projekt natürlich nicht auf simples Kopieren der Originale (die von Little Dragon, Jay Z & Kanye West, D'Angelo, N.E.R.D, Pearl Jam, Stereolab, Drake, Meshell Ndegeocello, Bon Iver und Dido stammen), sondern erschaffen aufregend anders und neu klingende Interpretationen. Mit anderen Worten: Bei ihnen gerät das Covern - wie der Titel des Albums bereits signalisiert - zur hohen Kunst.

Musik CD

Im NEXT Collective haben sich mit den Saxophonisten Logan Richardson und Walter Smith III, Gitarrist Matthew Stevens, den Keyboarder Gerald Clayton und Kris Bowers, Bassist Ben Williams, Schlagzeuger Jamire Williams und dem als Gast auftretenden Trompeter Christian Scott acht der brillantesten jungen Musiker der zeitgenössischen Jazzszene zusammengefunden. Sie knüpfen auf "Cover Art" in gewisser Weise an Herbie Hancocks vielgepriesenes Verve-Album "The New Standard" aus dem Jahr 1996 an. Doch diese innovativen Musiker haben einen ganz eigenständigen Weg gefunden, sich mit den populären Vorlagen ihrer Zeitgenossen, die sie hier "covern", auseinanderzusetzen. Ihr Sound hat seine Wurzeln in der improvisierten Musik und im modernen Jazz, reflektiert zugleich aber auch die expressivsten aktuellen Popstile: von Electronica über HipHop und Ambient bis hin zu Indie-Rock und Singer/Songwriter-Folk. Und stets ist diese Mixtur mit einem deutlichen Funk-Einschlag versehen.

In Kooperation mit dem Webportal HighResAudio, das sich auf den Vertrieb audiophiler Aufnahmen spezialisiert hat, wird "Cover Arts" auch in Studio-Master-Qualität (mit Abtastraten von 88.2kHz bis zu 384
Kilohertz) zum Download angeboten.

 

Quelle: www.jazzecho.de