22.09.2013 08:41 Traumwandlerische Spielfreude

Musik Jazz: Neues Album "67 Days" des Jazz-Trios Cristin Claas ist der "claasische Mix"

Cristin Claas ist ein Jazz-Trio

67 Days geht ganz zurück zu den Anfängen des Trios. Es ist der „claasische Mix“ - und zugleich der akustische Beweis, dass es für großen Klang kein Orchester, für tanzbare Grooves keine vielköpfige Band braucht. Bild 1+2 © Pit Reichling

Cristin Claas geben Konzerte

67 Days ist das neue Album von Cristin Claas

Bild 3: Album "67 Days" © Suninga Records/ cristinclaas.com

Von: GFDK - Uwe Kerkau Promotion - 3 Bilder

Sie machen, was sie wollen…alles verwächst zur organischen Einheit mit Cristins Claas‘ klarer Stimme, mit einer Spannbreite vom leisen, intimen Hauch bis zur Intensität einer richtig guten Soul-Sängerin - mal auf Englisch mal auf Deutsch - Ganz unkompliziert.


Eigentlich scheint ihnen alles Komplizierte fremd. Die Band trägt den Namen ihrer Sängerin, ihr Tun haben sie schlicht auf „Songpoesie“ getauft. Und auf der Bühne wirken Cristin Claas, Pianist Christoph Reuter und Gitarrist Stephan Bormann so unaufgesetzt und natürlich, als säßen sie in den heimischen vier Wänden. Genauso transparent und leicht kommt auch ihre Musik daher - doch diese in Worten zu fassen, ist, als wollte man alle Farben der Welt in einem schwarz-weißen Vierzeiler beschreiben. Jazzige Höhenflüge und erdverbundene Volkslieder, klassische Eleganz, soulige Energie und bunte Fundstücke vom musikalischen Wegesrand, allesamt mit traumwandlerischer Spielfreude ineinander verflochten und mit selbstverständlicher Kunstfertigkeit verpackt: Ein Ton gewordenes Glücksgefühl, das sich nur über die Ohren erschließt. Und das dem Trio seit 2002 Kritikerlob und ein beständig wachsendes, überaus treues Publikum beschert.
 
Zwischen der ersten, zufälligen Begegnung der Musiker im idyllischen Bernburg an der Saale und dem mittlerweile sechsten Album lagen viele Kurven und Windungen: Ein Major-Vertrag mit Sony Music, Rundfunkkonzerte und verschiedenste Großprojekte, etwa mit dem Babelsberger Filmorchester, der Anhaltischen Philharmonie oder auch ambitionierten Schulorchestern landauf, landab, mit denen die Band abendfüllende Konzerte erarbeitete. Den Großteil der Zeit aber verbrachte man gemeinsam im Tourbus, zu dritt. Immer auf dem Weg, zwischen Hamburg und München, Schweden und der Türkei, vom kleinen, fensterlosen Jazzclub bis zum Tausende fassenden, altehrwürdigen Konzertsaal. Und zugleich immer auf einer musikalischen Reise durch Stilistiken und Spielarten, Sprachen, Klänge und ihre bildreiche Fantasie.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht 

67 Days geht ganz zurück zu den Anfängen des Trios. Es ist der „claasische Mix“ - und zugleich der akustische Beweis, dass es für großen Klang kein Orchester, für tanzbare Grooves keine vielköpfige Band braucht. Christoph Reuters Vielseitigkeit macht an den Tasten nicht halt, Stephan Bormanns variables Gitarrenspiel ersetzt eine ganze Rhythmusgruppe, und das atemberaubende instrumentale Ping-Pong-Spiel der beiden verwächst zur organischen Einheit mit Cristins Claas‘ wandlungsfähiger Stimme, die eine Spannbreite vom leisen, intimen Hauch bis zur Intensität einer Soul-Diva spielend leicht in ihren eigenen Klangkosmos einzubinden vermag.

Sie machen, was sie wollen: Der Titelsong schmeichelt dem Gehörgang, rhythmisch und elegisch zugleich, die Experimentierfreude bricht sich Bahn im orientalisch anmutenden Sound of Udu, und mit Blaublümelein ist seit langem mal wieder eine - sehr überraschende - Volkslied-Bearbeitung des Trios zu hören. Cristin Claas‘ lautmalerische Phantasiesprache, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn kein passender Klang in deutscher oder englischer Sprache zur Verfügung steht, erzeugt mit dem schwungvollen Popyeni Nawa drei Minuten Kopfkino. Genauso wie African Gold, das nach einem Besuch bei Cristins in Namibia lebender Mutter entstand. „Ich habe den Song geschrieben, um mich jeden Abend dorthin versetzen, meine Gefühle teleportieren zu können. Und das gelingt sehr gut: Diese Zeilen zu singen, befriedet das Fernweh besser als jedes Erinnerungsfoto oder Video. Es ist ein sehr intimer Gedankenflug, aber ich nehme das Publikum sehr gerne mit auf die Reise.“
 
Cristin Claas, Christoph Reuter und Stephan Bormann sind mit 67 Days wieder ganz bei sich, und die wiedergefundene Authentizität macht hörbar glücklich. Das soll so bleiben: „Wir wissen mehr denn je, wer wir sind. Dass wir lieben, was wir tun“, betont Cristin, stellvertretend für die Band. „Und wir sind damit seit Jahren erfolgreich - deshalb wollten wir eine Plattenfirma, die uns so nimmt, wie wir sind.“ Also haben sie einfach eine eigene gegründet: Suninga Records - benannt nach dem „Hit“ ihres Debüt-Albums Twilight, ihres ersten Songs in Phantasiesprache. Ganz unkompliziert.
 
cristinclaas.com


Album-Veröffentlichung: 8.11.2013



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