26.10.2012 07:55 Neues Trio vereint vollführt swingenden Hexentanz

Musik Jazz: Makoto Ozone, Christian McBride und Jeff “Tain” Watts überzeugen mit ihrem erstem gemeinsamen Album "MY WITCH'S BLUE"

Musik Jazz: Makoto Ozone, Christian McBride und Jeff “Tain” Watts überzeugen mit ihrem erstem gemeinsamen Album "MY WITCH'S BLUE"

Bild 1-2 © Universal Music

Von: GFDK - JazzEcho - 2 Bilder

Sieben Jahre nach der Auflösung von The Trio hat Pianist Makoto Ozone endlich ein neues Trio mit Christian McBride und Jeff "Tain" Watts formiert. Und auf ihrem ersten gemeinsamen Album "My Witch's Blue" gehen sie gleich richtig zur Sache.

Von manchen Kritikern wird Makoto Ozone als legitimer Nachfolger Oscar Petersons gefeiert. Doch so sehr wie dies als Lob gedacht ist, wird es dem wahren Können des japanischen Pianisten nicht annähernd gerecht. Denn auch wenn Ozone ebenso fulminant swingen kann wie Oscar, ist sein Spiel letztendlich doch wesentlich facettenreicher und deutlich moderner. Dies unterstreicht sein neues Album "The Witch's Blue", auf dem er zusammen mit Bassist Christian McBride und Schlagzeuger Jeff "Tain" Watts zu einem heißen, swingenden Hexentanz einlädt.

"Mein erstes Trio in sieben Jahren - und, Mann, haben wir geswingt!", freut sich Makoto Ozone in den Linernotes zum Album. "Wir haben letztes Jahr, als ich das Benefizalbum für die Opfer des großen japanischen Erdbebens einspielte [gemeint ist 'Live & Let Live - Love For Japan'], das erste Mal miteinander gearbeitet. Und ich bedauerte damals, dass wir nicht mehr miteinander spielen konnten. Jeff 'Tain' Watts hatte ich schon 1980 kennengelernt, als ich mein Studium am Berklee College begann. Und Christian McBride traf ich erstmals 2000 persönlich, als wir beide an einem Gary-Burton-Projekt ['For Hamp, Red, Bags, and Cal', Concord Jazz] mitwirkten. Obwohl ich auf Jazzfestivals mit Christian und bei einigen Sessions mit Branford Marsalis' Band auch mit 'Tain' gespielt habe, war dies nun die erste Gelegenheit, bei der ich mit beiden meine eigene Musik spielen konnte. Christian und 'Tain' sind ebenso fantastische Musiker wie Clarence Penn und James Genus, die mich im Trio beinahe zehn Jahre lang begleitet haben. Sie haben meine musikalische Weltansicht sofort verstanden und in Musik umsetzen können. Müßig zu sagen, dass ich auch vorher schon wusste, dass sie absolute Spitzenmusiker sind."

Ob dem neuen Makoto Ozone Trio eine ähnliche Langlebigkeit beschieden sein wird wie dem letzten mit James Genus und Clarence Penn, steht natürlich noch in den Sternen. Denn McBride und Watts sind nicht nur extrem gefragte Sidemen, sondern auch selber engagierte Bandleader. Für das erste gemeinsame Album mit ihnen schrieb Ozone neun neue Stücke, deren Titel bereits verraten, wie ausgelassen es bei den Sessions für "My Witch's Blue" zuging. Die einzige Nummer, die sich der Pianist anderweitig ausgeborgt hat, ist "Satin Doll". Der Klassiker, 1953 von Duke Ellington und Billy Strayhorn komponiert, wird hier von Makoto Ozone, Christian McBride und Jeff "Tain" Watts im Originaltempo dargeboten.

Quelle: www.jazzecho.de