27.04.2013 08:12 Einspielung mit weiteren Künstlern

Musik Jazz: Jane Monheit ist auf ihrem neuen Album "The Heart Of The Matter" einfach nur sie selbst

Jane Monheit veröffentlicht neues Album

"Alles, was ich heute singe, ist ein Spiegel meines wahren Selbst", sagt die 35-Jährige, die als junge Mutter die Dinge heute anders bewertet als noch vor einigen Jahren. Bild 1: Jane Monheit Quelle: JazzEcho

Jane Monheit hat zu ihrem musikalischen Selbst gefunden

Bild 2: Album "The Heart Of The Matter"

Von: GFDK - JazzEcho - 2 Bilder

Die überraschende Behauptung, dass sie erst jetzt - nach dreizehn Karrierejahren und zehn Alben - zu ihrem musikalischen Selbst gefunden hat, darf man getrost als Understatement der Sängerin abtun. Schon 1998, als Jane Monheit beim Gesangswettbewerb des Thelonious Monk Institute den zweiten Platz belegte, lobte die (mit Dee Dee Bridgewater, Diana Krall, Dianne Reeves, Nnenna Freelon und Joe Williams prominent besetzte) Jury ihre "erfrischende Natürlichkeit, die Wärme ihrer Stimme und ihren Swing".

Und ihr 2000 erschienenes erstes Soloalbum "Never Never Land", auf dem sie die Größen Kenny Barron, Ron Carter, David Fathead Newman, Hank Crawford, Lewis Nash und Bucky Pizzarelli begleiteten, wurde von der Jazz Journalists Association zum besten Debütalbum des Jahres erklärt. Doch erst auf ihrem jetzt erscheinenden Album "The Heart Of The Matter" hat Monheit sich nach eigener Aussage "endlich wirklich freigeschwommen".

"Alles, was ich heute singe, ist ein Spiegel meines wahren Selbst", sagt die 35-Jährige, die als junge Mutter die Dinge heute anders bewertet als noch vor einigen Jahren. "Nach all dem Trubel und Druck im Musikgeschäft, nach dreizehn Jahren auf Tour, ist es an der Zeit, ich selbst zu sein und mir mehr Freiheiten zu nehmen." Dieses Gefühl der Freiheit ist auf "The Heart Of The Matter" in jedem Moment zu spüren. Es drückt sich aus in dem breitgefächerten Material und in Monheits durch und durch persönlichen Interpretationen.

Für Monheit war diesmal der "emotionale Kern" der Songs wichtiger als alles andere. Die abwechslungsreiche Songauswahl enthält - wie bei den vorausgegangenen Alben - einige bekannte Jazz- und Popstandards sowie brasilianische Stücke: Hoagy Carmichaels "I Get Along Without You Very Well", Mel Tormés "Born To Be Blue", "Golden Slumbers/Long And Winding Road" von Lennon/McCartney, Randy Newmans "When She Loved Me", zwei Songs des Brasilianers Ivan Lins, die sie in der portugiesischen Originalversion singt, und "Until It’s Time For You To Go" der kanadischen Singer-Songschreiberin Buffy Sainte-Marie. Das alte Kinderlied "Little Man, You've Had A Busy Day" und den Sesamstraßen-Klassiker "Sing" widmet Jane Monheit ihrem Nachwuchs, und mit "Night Night Stars" präsentiert sie erstmals auch einen selbst verfassten Song.

Besonders hilfreich war ihr bei der Realisierung des Albums Arrangeur und Produzent Gil Goldstein. "Wenn Gil im Raum ist, entsteht erstaunliche Musik"  schwärmt Monheit über die Zusammenarbeit. "Er bringt etwas ganz Besonderes ein... versieht jedes noch so kleine Detail mit einer speziellen Vibe." Neben Goldstein, der außerdem E-Piano und Akkordeon spielte, begleiteten sie bei der Einspielung ihr gewohntes Trio mit Pianist Michael Kanan, Bassist Neal Miner und Schlagzeuger/Ehemann Rick Montalbano sowie die brasilianischen Gäste Romero Lubambo (Gitarre) und Rogério Boccato (Percussion).

Hörprobe:
http://www.jazzecho.de/jane-monheit/diskografie/album/product:186917/the-heart-of-the-matter

 

Quelle: http://www.jazzecho.de