31.12.2012 07:45 Peter Van Huffels's GORILLA MASK – HOWL!

Musik Jazz: Ein Amalgam aus Hard Rock, Jazz, Grunge, Metal – und noch viel mehr

Musik Jazz: Ein Amalgam aus Hard Rock, Jazz, Grunge, Metal – und noch viel mehr

Album "Peter Van Huffels's GORILLA MASK – HOWL!" © Between The Lines

Von: GFDK - Uwe Kerkau Promotion

Wofür steht die Metapher „Gorilla Mask“? Was hat sich die Band dabei gedacht, sich mit der Maske eines Gorillas auszustatten? Eines Menschenaffen, der nach dem Menschen der zweitgrößte Primat ist, aber im Gegensatz zu diesen im Bestand gefährdet? Eines Tieres, das zu den beängstigendsten Aggressoren in Gestalt des Kinoklassikers „King Kong“ wurde, aber ebendort auch seine sanftesten Momente mit einer Menschenfrau erlebte?

Hört man die erste CD-Aufnahme der drei Jahre jungen Band, beginnt man zu ahnen: Kraftvoll und energiegeladen, brachial bis zur Selbstaufgabe, selbst in leiseren Momenten voll knisternder Spannung. Ein Saxophon – ohnehin prädestiniert als Instrument mit einer Fülle an Ausdrucksmöglichkeiten – kreischt, rupft, rast und entlädt sich in einem unbeherrschbaren Soundgewitter. Ein Bass, wuchtig, tief-sonor und bedrohlich wie das sprichwörtliche Brustklopfen. Und ein Schlagzeug, das all das in die rhythmischen Bahnen eines unerbittlichen Herzschlags lenkt. Aber all dies symbolisiert ja nur die Maske. Hinter ihr findet man drei Musiker, die nicht nur hoch-virtuos ihr Instrumentarium bedienen, sondern sich jeweils auch in allen Stilrichtungen aus- und weitergebildet haben. So dass eben kein plan- und gestaltloses Chaos entsteht, sondern ein Amalgam aus Hard Rock, Jazz, Grunge, Metal – und noch viel mehr, wofür es aber keine Begriffe gibt. Das ganze klingt zugleich urban und natürlich, intellektuell und emotional, strukturiert und frei. Und niemals: langweilig.

Peter Van Huffel erzählt von der Entstehung der Band: „Gorilla Mask wurde gegen Ende 2009 gegründet. Ich hatte die Idee zu diesem Projekt schon ziemlich lange - durch Einflüsse wie Albert Ayler, John Zorn und Peter Brötzmann bis ACDC, Jimi Hendrix, Soundgarden und Rage Against the Machine - fand aber erst nach meinem Umzug nach Berlin die Gelegenheit, die Band zu realisieren.“

Das erklärt auch, woher das Trio – das nach einer deutlich größeren Besetzung klingt – Energie und Ideen bezieht: „Meine ursprüngliche Idee hinter Gorilla Mask war es, eine Band zu gründen, die im Jazz und der freien Improvisation beheimatet ist, aber mit der Energie einer Rockband spielt. Allgemein gesagt, wir wollen dem Publikum ein Erlebnis bieten, daß es von einem typischen Jazzkonzert nicht erwarten würde. Es ist uns wichtig, ein Konzert mit höchster Energie zu beginnen, und diese im Laufe des Sets noch zu steigern. Wir wollen mit dem energetischen, aggressiven Charakter der Musik im Club höchste Spannung aufbauen und im Publikum - ähnlich einer Heavy Metal Band - einen Adrenalin-Schub provozieren. Es gibt aber auch sanfte Momente in unserer Musik. Wir glauben an die Kraft von starken Kontrasten und Überraschungsmomenten, und nützen diese Aspekte maximal aus.“

Das Ausgangsmaterial für die mitreißenden Konzerte liefern die Kompositionen, die Peter Van Huffel für das Trio maßgeschneidert hat, und von denen er sagt: „Einige meiner ursprünglichen Ideen für die Kompositionen dieser Band waren folgende: die Stücke sollten buchstäblich so einfach und kurz wie möglich sein, stark mit repetitiven Konzepten arbeiten, um es der Band leicht zu ermöglichen, improvisatorisch darauf aufzubauen, und sie sollten auf Melodien basieren,die sich im Kopf des Publikums festsetzen, wie Ohrwürmer, die man im Radio aufschnappt. Viele unserer Kompositionen verwenden Rockgrooves, die ein wichtiger Bestandteil unseres Bandsounds sind. Andererseits orientieren sich Stücke wie "Iggy´s Secret" oder "Fire Burning" mehr an volksliedhaften Melodien oder Kinderliedern. Wir nehmen uns z.B. eine Melodie vor, die ursprünglich nach "Twinkle, twinkle, little Star" klingt, interpretieren sie möglichst wie eine Heavy Metal Band und biegen dann in eine freie Improvisation ab. Obwohl viele Stücke von verschiedenen musikalischen Stilistiken beeinflusst sind, ist es unser Ziel, diese unterschiedlichen Strömungen durch einen konsistenten Sound und eine authentische Energie innerhalb der Band zu verbinden.“

Peter Van Huffel ist in Kanada geboren und aufgewachsen. 2002 zog es ihn nach New York, wo er schnell Teil der „Szene“ wurde. Und er formte ein Quintett, mit dem er sich (nicht nur) in New York schnell einen Namen machte: mit Jesse Stacken, Scott DuBois, Michael Bates und Jeff Davis. Es folgte die Zusammenarbeit mit der belgischen Sängerin Sophie Tassignon und weitere CD-Aufnahmen, u.a. mit Samuel Rohrer, Miles Perkin, Samuel Blaser und Michael Bates (letztere übrigens auch bei Between The Lines zu finden). Die Presse bezeichnete ihn als „one of the most intense performers on this instrument“ (All About Jazz), und Vergleiche zu Albert Ayler und Peter Brötzmann wurden gezogen. Aber vor allem auch John Zorn wird zu Recht genannt.

Roland Fidezius ist die Idealbesetzung am Tieftöner. Bekannt nicht nur als Band-mitglied bei „So Weiss“ und beim Lorenz Hargassner Quartett, sondern er spielte/nahm auch auf mit Chris Hirson und Gebhard Ullmann, mit dem Filmorchester Babelsberg und Samuel Blaser. Muss man erwähnen, dass er nicht nur zu den gefragtesten, sondern auch zu den vielseitigsten Bassisten Deutschlands gehört?

Der Österreicher Rudi Fischerlehner nahm den Umweg über Afrika und New York, um mittlerweile in Berlin zu leben. Auch er spielt von Experimental Jazz bis Post-Rock alles, was ihm unter die Stöcke kommt. In Bands wie Grid Mesh, Pinx und Fiium Shaarrk machte er auf sich aufmerksam, und bei Gorilla Mask treibt er mit seiner geballten Erfahrung die Kollegen vor sich her.

„Damned interesting“ – schreibt Dave Wayne (LA) in den liner notes. Stimmt!




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