20.03.2014 08:00 rätselhafter und wunderbarer Musiker

Musik Jazz: Benmont Trench mit "You Should Be So Lucky" - Ein Album aus einem Guss

Album You Should Be So Lucky von Benmont Trench

Sein neues Album "You Should Be So Lucky" © Blue Note

Von: GFDK - Blue Note

Entschuldigungen dafür, weshalb er uns so lange auf sein Debütalbum warten ließ, dürften Keyboarder Benmont Tench reichlich einfallen. Zum einen war er seit der Gründung von Tom Pettys Heartbreakers ein unverzichbarer Bestandteil dieser Band.

Zum anderen war er als Sessionmusiker bei Größen wie Johnny Cash, Bob Dylan, den Rolling Stones, Elvis Costello, den Ramones, The Cult, Green Day, Ryan Adams, Ringo Starr, Fiona Apple und zahllosen anderen so gefragt, dass sein Terminkalender stets so dick war wie das Telefonbuch von New York.

Außerdem schrieb er Hits für Feargal Sharky, Rosanne Cash und Lone Justice. Und so dauerte es eben geschlagene 40 Karrierejahre, bis er von den beiden Produzentenlegenden Glyn Johns und Don Was endlich dazu überredet werden konnte, ein eigenes Album aufzunehmen. Dafür destillierte Tench die Erfahrung all dieser Jahre nun in die zeitlosen Songs, die "You Should Be So Lucky" auf Anhieb zu einem modernem Klassiker machen.

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"Benmont ist der rätselhafteste und wunderbarste Musiker, den ich kenne", sagt Don Was, der ihn zu Blue Note Records lockte und bei den Aufnahmen auch selbst am Bass zu hören ist. Die zehn Nummern, die Tench für sein Debüt schrieb, entstanden teils - so wie der Opener "Today I Took Your Picture Down" - bereits in den späten 1970ern, teils - wie das Titelstück - erst wenige Monate vor den Aufnahmen. Dennoch klingt das Album wie aus einem Guss.

Die fast schon aufreizend relaxten Songs erinnern atmosphärisch an die 70er-Jahre-Musik von Steely Dan, The Band, Bob Dylan (aus dessen Repertoire Tench auch die beiden einzigen Fremdkompositionen borgte) und Tom Petty & The Heartbreakers. Und natürlich ließ es sich Petty nicht nehmen, Tench bei seinem späten Debüt als Bassist zur Seite zu stehen. Auch Ryan Adams und Ringo Starr mussten - im Gegensatz zu Tench selbst - nicht lange gebeten werden, um für die Aufnahmen von "You Should Be So Lucky" ins Studio zu gehen.

Quelle: www.jazzecho.de

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