07.05.2012 07:42 eingespielt mit zwei hochkarätigen Trio-Formationen

Musik Jazz: Auf ihrem neuen Album “Reminiscence” zieht die japanische Pianistin Chihiro Yamanaka alle Register ihres Könnens

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Von: jazzecho

Auf dem Cover-Foto ihres neuen Albums “Reminiscence” wirkt Chihiro Yamanaka so zart und zerbrechlich wie ein Porzellanpüppchen. Ein Image, das die Pianistin Lügen straft, sobald sie in die Tasten greift. Denn dann wird sie, wie euphorisierte Kritiker schon schrieben, zu einem “Feuerball aus Energie und Virtuosität”. Jedoch ohne auf dem Altar dieser Virtuosität je ihre natürliche Eleganz und Musikalität zu opfern.

Trio con brio

Chihiro Yamanakas bevorzugtes Spielformat ist das klassische Piano-Trio des Jazz. Seit sie 2001 mit “Living Without Friday” debütierte, spielte sie fast alle Alben in dieser Besetzung ein. Um gar nicht erst Gefahr zu laufen, dabei in Routine zu erstarren, folgte Yamanaka einem einfachen Rezept: zum einen suchte sich für ihre Aufnahmen ständig neue Bassisten (u.a. Ben Street, Ben Williams, Bob Hurst und Vicente Archer) und Schlagzeuger (u.a. Ben Perowsky, Jeff “Tain” Watts, Jeff Ballard, Gene Jackson, Rodney Green und Kendrick Scott) als Partner, zum anderen präsentiert sie auf jedem ihrer Alben ein stilistisch abwechlungsreiches und eklektisches Repertoire, das für die Hörer immer wieder Überraschungen parat hält.

Swingende Eklektizistin mit Sinn für ein ausgefallenes Repertoire

Für ihr nunmehr achtes Universal-Album “Reminiscence” ging die Pianistin gleich mit zwei Trios ins Studio: einmal begleiteten sie Bassist Yoshi Waki und Schlagzeuger John Davis, dann wieder Larry Grenadier und der unvergleichliche Bernard “Pretty” Purdie. Die beiden letztgenannten sind mit Yamanaka in Leon Russells “This Masquerade” und einem ungewöhnlichen Medley aus Carole Kings “You’ve Got A Friend” und John Coltranes “Central Park West” zu hören. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl interpretieren Chihiro Yamanaka, Yoshi Waki und John Davis außerdem Jazznummern wie Horace Silvers “Soul Searchin’”, Michel Petruccianis “She Did It Again” und Bob Bergs “Friday Night At The Cadillac Club” und brasilianische Songs wie Marcos Valles “Ele e ela” oder Claude Nougaro und Aldo Romanos “La samba des prophètes”. Aber auch Popmaterial wie den durch die Carpenters bekannt gewordenen Burt Bacharach/Hal David-Song “(They Long To Be) Close To You”, Bobby Hebbs “Sunny”, Sean Lennons “Dead Meat” und Frankie Vallis Klassiker “Can’t Take My Eyes Off Of You”, der 1982 von der Boys Town Gang zum Disco-Hit umgewandelt wurde. Hier liefert einem Chihiro Yamanaka nun eine jazzige Version dieses Ohrwurms. Mit “Rain, Rain And Rain” steuerte Yamanka selbst nur einen eigenen Song bei, in dem sie über die Nuklearkatastrophe von Fukushima reflektiert. Wobei dieses Stück, von Davis mit einem entspannten Funk-Beat vorangetrieben, erstaunlich optimistisch klingt.

Ausgezeichnet mit dem “Jazz Japan Award 2011”

In ihrer Heimat, wo “Reminiscence” schon im August des letzten Jahres erschien, wurde Chihiro Yamanaka für das Album mit dem “Jazz Japan Award 2011” ausgezeichnet. Außerdem eroberte sie mit ihm den ersten Platz der Charts aller wichtigen japanischen Online-Händler (Amazon, HMV, Tower Records) und des CD Journal. Quelle: www.jazzecho.de

 

 

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