19.09.2014 08:30 Klavierkonzert a-Moll

Gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester vereint Edvard Griegs sein populärstes mit seinem unbekanntes-tem Werk

Neues Album von E. Grieg Complete Symphonic Works Vol. IV

Album "E. Grieg: Complete Symphonic Works Vol. IV" © audite

Von: GFDK - Sabine Wiedemann

Edvard Griegs populärstes Werk vereint mit seinem unbekanntesten: Während das Klavierkonzert a-Moll den Durchbruch des 25-jährigen zum Weltruhm bedeutete, hat er seine wenige Jahre zuvor komponierte Sinfonie selbst wieder zurückgezogen. Dennoch überzeugt jede Seite der Partitur - trotz der offenkundigen Einflüsse von Schumann, Gade und auch Mendelssohn - durch Griegs jugendliche Inspiration und seinen grandiosen Erfindungsreichtum.

Die vierte Folge der Gesamtaufnahme aller Orchesterwerke von Edvard Grieg mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Dirigenten Eivind Aadland vereint das populärste Werk des norwegischen Nationalkomponisten mit seinem unbekanntesten: Das Klavierkonzert a-Moll, hier eingespielt von Herbert Schuch, bedeutete den internationalen Durchbruch des 25-jährigen Grieg zum Weltruhm und gehört zu der Handvoll großer Klavierkonzerte, an denen sich jeder Pianist messen lassen muss. Das große Vorbild Schumann (immerhin hatte auch Grieg in Leipzig studiert) wird im Konzert mit norwegischer Volksmusik verbunden - zum ersten Mal findet sich in einem Werk von Grieg dieser nationale Einfluss, der nicht nur die Landsleute, sondern auch das europäische Musikpublikum begeisterte.

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Dagegen findet sich in der 1864 vollendeten Sinfonie kaum ein norwegischer Tonfall: Grieg eiferte hier neben Schumann dem dänischen Sinfoniker Niels Wilhelm Gade nach, der dem jungen Kollegen dringend zu der Gattung riet. Obwohl eine beachtliche Talentprobe des 21-jährigen, war Grieg mit seiner Sinfonie nicht ganz zufrieden und verbot jede weitere Aufführung. Erst 1980 wurde das Werk unter abenteuerlichen Umständen in der Sowjet­union wiederaufgeführt und sofort als wichtiger Markstein der skandinavischen Orchesterkultur des 19. Jahrhunderts erkannt. Trotz der offenkundigen Einflüsse von Schumann, Gade und auch Mendelssohn überzeugt jede Seite der Partitur durch Griegs jugendliche Inspiration und seinen grandiosen Erfindungsreichtum.

 

Sabine Wiedemann
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