19.05.2015 08:15 Studio- & Live-Aufnahme

Einer der größten Jazzpianisten aller Zeite: Thelonious Monk - 15-CD-Box "Complete Riverside Recordings"

Thelonious Monk 15-CD-Box Complete Riverside Recordings

Als Thelonious Monk 1955 einen Plattenvertrag bei Riverside Records unterschrieb, war er noch ein vom größeren Jazzpublikum verkanntes Genie. Quelle: JazzEcho

Von: GFDK - JazzEcho

Als Thelonious Monk 1955 einen Plattenvertrag bei Riverside Records unterschrieb, war er noch ein vom größeren Jazzpublikum verkanntes Genie. Der Pianist hatte zuvor zwar schon Aufnahmen für Blue Note und Prestige gemacht und genoss die hohe Wertschätzung seiner Kollegen und vereinzelter Kritiker, doch kommerzielle Erfole erzielten seine ersten Alben nicht. Schlappe 108,21 US-Dollar zahlte Riverside, um Monk aus seinem Vertrag mit Prestige herauszukaufen (nach heutigem Wert ca. 950 US-Dollar).

Um endlich das Publikum zu erobern, ließ Produzent Orrin Keepnews den Pianisten zunächst zwei Alben mit Standards aufnehmen: "Thelonious Monk Plays Duke Ellington" und "The Unique Thelonious Monk". Erst auf dem dritten Album, "Brilliant Corners", durfte Monk dann sein wahres musikalisches Ego zeigen und brillante Eigenkompositionen wie das Titelstück, "Ba-Lue Bolivar Ba-Lues-Are", "Pannonica" und "Bemsha Swing" präsentieren. Es war der Auftakt zur genialsten und kreativsten Schaffensperiode Monks.

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1986 erschienen sämtliche Aufnahmen die der Pianist zwischen 1955 und 1961 für Riverside gemacht hatte erstmals zusammen in einer 15 CDs umfassenden LP-großen Box. Der von Keepnews geschriebene Begleittext brachte dem Produzenten der Originalaufnahmen damals einen Grammy ein. Jetzt wird diese Box in einer neuen, CD-großen Verpackung wiederaufgelegt, die weit weniger Regalplatz beansprucht, aber dennoch die komplette Musik und den kompletten Booklettext enthält. Sie umfasst 153 Studio- und Live-Aufnahmen, die Monk u.a. mit John Coltrane, Sonny Rollins, Art Blakey, Coleman Hawkins, Gerry Mulligan, Max Roach, Clark Terry, Thad Jones, Charlie Rouse, Johnny Griffin und Wilbur Ware machte, in chronologischer Reihenfolge. Sie dokumentieren, wie Monk sich innerhalb von wenigen Jahren vom weithin verkannten zum allgemein anerkannten Genie wandelte.

 

Quelle: JazzEcho.de

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