05.07.2014 08:30 Eine inspirierte und bewegende Hommage

Ein außergewöhnliches Tribute-Album der Jazz-Legende Al Jarreau "My Old Friend Celebrating George Duke"

Al Jarreau praesentiert sein neues Album My Old Fried: Celebrating George Duke

"Ich wollte ein bisschen von der Bandbreite von Georges Musik zeigen ..." erzählt Al Jarreau. Quelle: JazzEcho

Album My Old Fried Celebrating George Duke

Album "My Old Friend: Celebrating George Duke" © Concord

Von: GFDK - JazzEcho

Man kann heute nur darüber rätseln, was den A&R-Managern diverser Plattenfirmen 1968 den Talentriecher trübte, als Al Jarreau und George Duke mit ihren ersten gemeinsamen Aufnahmen unterm Arm an ihre Türen klopften. Fakt ist, dass sich die beiden Newcomer (Al war 26 Jahre alt, George gerade einmal 22) in der Jazzszene von San Francisco schon einen exzellenten Namen gemacht hatten. Trotzdem erhielten sie damals von den Plattenfirmen einen Korb.

Ihrer Freundschaft und auch ihrer weiteren Karriere tat dies bekanntlich keinen Abbruch. In den folgenden Jahrzehnten eilten sie von Erfolg zu Erfolg, verkauften ihre Alben weltweit millionenfach und heimsten zusammengenommen sieben Grammys ein. Als George Duke vergangenes Jahr überraschend im Alter von nur 67 Jahren starb, war Al Jarreau verständlicherweise geschockt. Aber dann machte er sich sogleich daran, seinem Freund und ehemaligen Partner ein musikalisches Denkmal zu setzen: Mit dem außergewöhnlichen Tribute-Album "My Old Friend: Celebrating George Duke".

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"Ich wollte ein bisschen von der Bandbreite von Georges Musik zeigen und von der Brillanz seines Werkes, das die Auswirkung erklärt, die er im letzten halben Jahrhundert auf verschiedene Musiker hatte", erklärt Jarreau die Motivation für das Album. Zu diesem Zweck versammelte er eine beeindruckende Liste von Stargästen um sich: Darunter die beiden Bass-Giganten Marcus Miller und Stanley Clarke, die Saxophonisten Gerald Albright und Boney James, die Sängerinnen Dianne Reeves (Georges Kusine!), Kelly Price und Lalah Hathaway, Dr. John und der ehemalige L.T.D.-Frontmann Jeffrey Osborne.

Die meisten von ihnen hatten irgendwann selbst mit George Duke gearbeitet. Für "My Old Friend" interpretierten sie nun gemeinsam Highlights und Hits aus der Feder des Keyboarders neu. Herausgekommen ist dabei eine durch und durch inspirierte und bewegende Hommage, deren stilistisches Spektrum von Post-Bop und Jazz-Fusion über Funk und Rhythm’n’Blues bis zu brasilianischer Musik reicht.

 

Quelle: JazzEcho