04.09.2012 07:05 seiner Lieder sind Allgemeingut

Das neue Album von Hannes Wader "Nah dran" - nach sechs Jahren eine neue CD mit neuen Liedern

Hannes Wader (c)Universal Music

Von: Universal Music

Hannes Wader ist eine Legende, viele seiner Lieder sind Allgemeingut geworden, werden von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder neu gesungen. Gut, dass er sich darauf nicht auszuruhen gedenkt! Kurz nach seinem 70. Geburtstag, erscheint jetzt endlich - nach einer langen Zeit von sechs Jahren - eine neue CD mit neuen Liedern: "Nah dran".

Das Warten hat sich gelohnt. Das Album ist ausgereift und abwechslungsreich, hat Groove, Humor und Haltung. Vom Lied, vom Folksong, von Country und Reggae, vom deutschen Volkslied bis hin zum französischen Valse-Musette: hier fließt an musikalischen Stilen vieles zusammen, um der Vielfalt der Lieder und ihrer Texte gerecht zu werden. Das Ensemble an hervorragenden Musikern, das Hannes Wader bei dieser Produktion unterstützt (u.a. Jo Barnikel, Nils Tuxen, Benjamin Hüllenkremer), macht das Ganze perfekt.

Im Eingangslied „Dass wir so lang leben dürfen“ heißt es: „Stark wie Eichen, die nicht weichen, zart wie Seerosen auf Teichen.“ Diese Metapher trifft sehr genau das, was Hannes Waders Liedkunst ausmacht. Sie ist ungebeugt und kraftvoll, aber auch zart und zerbrechlich. Ob in „Der Drache“ Bilder aus Waders eigener Kindheit auftauchen oder ob mit „Boulevard St. Martin“ der Widerstandskämpfer Peter Gingold geehrt wird, immer strahlen Klarheit und Liebe aus den Worten.

Eine gefühlvolle Hommage an den im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen Franz Josef Degenhardt findet sich in dem musikalischen Nachruf „Alter Freund“. Das Degenhardt-Lied „Jeder Traum“ geht dieser berührenden Ehrung des alten Weggefährten voraus. Genau so behutsam wurden bekannte Songs von Pete Seeger, Tom Paxton und Jacques Prévert von Wader mit eigenen deutschen Texten versehen – und dadurch auch zu eigenen Liedern.

Auch der Wader-typische schwarze Humor kommt auf dem Album nicht zu kurz. Im Titellied schildert er - nur zum Teil selbst gemachte - Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht (was davon tatsächlich biographisch ist, überlässt er freilich der Phantasie des Hörers) und macht daraus einen vor Komik strotzenden Reggae. Wortwitz und Ironie werden hier zu großer Kunst.

Ähnlich wie in „Mahlzeit“, wobei man allerdings darauf achten sollte, dass einem beim Lachen nicht der sprichwörtliche Bissen im Schlund stecken bleibt. Sogar den Gedanken an das eigene Ende verpackt der Künstler im „Lied vom Tod“ in ein augenzwinkerndes Vermächtnis.

Mit seinem neuen Album ist Hannes Wader auf der Höhe der Zeit und geht weiter - ungeachtet aller Moden und Trends - seinen eigenen Weg. Mit Liedern, die (wie von ihm gewohnt) lange halten werden und von denen man manche nie mehr vergisst.

LIVE:

02.09.2012 Kassel-Vellmar, Zelt "Sommer im Park"
30.09.2012 Georgsmarienhütte, Kasinosaal
01.10.2012 Emmerthal, Kulturhalle
02.10.2012 Bielefeld, Stadthalle
03.10.2012 Aachen, Audimax der Universität
04.10.2012 Dortmund, Konzerthaus Dortmund
05.10.2012 Neukirchen-Vluyn, Kulturhalle
06.10.2012 Neuenhaus, Aula Schulzentrum
07.10.2012 Schortens, Bürgerhaus
08.10.2012 Oldenburg, Kulturetage
09.10.2012 Gladbeck, Mathias-Jakobs-Stadthalle
10.10.2012 Schweinfurt, Stadthalle
11.10.2012 Buchen (Odenwald), Stadthalle
10.11.2012 Langenhagen, Theatersaal
11.11.2012 Leipzig, Theaterfabrik Leipzig
12.11.2012 Dresden, Theater Wechselbad
13.11.2012 Plauen, Malzhaus
14.11.2012 Kirchheim-Teck, Stadthalle
15.11.2012 Augsburg, Parktheater in Göggingen
16.11.2012 Friedrichshafen, Graf Zeppelin Haus
17.11.2012 Mannheim, Capitol
18.11.2012 Saarlouis, Theater am Ring
19.11.2012 Bonn, Brückenforum
20.11.2012 Fulda, Orangerie