27.08.2014 08:45 Mit dem Münchner Rundfunkorchester

Charlie Siems neue CD "Under the Stars" - Unkonventionelle und abwechslungsreiche Auswahl für Geige und Orchester

Charlie Siem veroeffentlicht Album Under the Stars

"Under the Stars": Der englische Geiger Charlie Siem spielt Virtuoses und Verträumtes von Brahms bis Kreisler. © Uwe Arens / Sony Classical

Charlie Siem ist ein Star-Violinist

Album "Under the Stars" © Sony Classical

Von: GFDK - Sony Classical

Auf seinem Debütalbum bei Sony Classical präsentiert der in London geborene Geiger Charlie Siem glanzvolle Charakterstücke. „Under the Stars“ heißt das Album des 28-jährigen Engländers, auf dem er sowohl Originalwerke der Violinliteratur als auch Bearbeitungen des legendären Geigers Fritz Kreisler spielt – unter anderem Werke von Claude Debussy, Johannes Brahms und Peter Tschaikowsky. Begleitet wird Siem, der eine Guarneri del Gesù von 1735, spielt, die vor ihm der Jahrhundertgeiger Yehudi Menuhin besaß, vom Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Paul Goodwin.

Charlie Siem, der neben seiner Karriere als Musiker auch in Kampagnen für Armani und Dior zu sehen war, stellt auf seiner neuen CD seine ganze musikalische Vielfalt unter Beweis. In dem stilistisch weitgefächerten und spieltechnisch anspruchsvollen Programm zeigt er sich von seiner empfindsamen und bravourösen Seite.

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Siem, der als 3-jähriger zur Geige kam und unter anderem bei Shlomo Mintz studiert hat, spannt den Bogen von der populären Elegie „Salut d'amour“ des Engländers Edward Elgar bis hin zu einer brillanten „Carmen“-Fantasie von Hubay, angelehnt an dasThema aus Bizets gleichnamiger Oper. Überhaupt basieren viele Stücke in Siems Recital auf Liedern und Arien. Das gilt auch für das zärtliche Volkslied „Hirtenmädchens Sonntag“ des Norwegers Ole Bull wie für Gabriel Faurés Chanson „Après un rêve“ oder Kreislers beliebtes, effektvolles „La Gitana“.

Zu seiner Eigenkomposition „Canopy“, die hier als Ersteinspielung mit dem English Chamber Orchestra zu hören ist, wurde Charlie Siem von einer Gruppe von Baumkletterern inspiriert, die wagemutig die Wipfel von Bäumen (auf Englisch: canopy) erklimmen. „´Canopy´ steht  für die vergängliche Schönheit des Moments, in dem sich der Kletterer einerseits darüber freut, dass er diesen uralten Baum bezwungen hat“, so Siem über das Werk. „Andererseits weiß er aber auch, dass ihm der weit gefährlichere Abstieg noch bevorsteht. Ich fand dieses Bild sehr romantisch, und indirekt bildet es die Wurzel für mein Stück.“ Zu Siems musikalischen Partnern zählen neben Dirigenten wie Yannick Nezet-Seguin und Roger Norrington, dem Oslo Philharmonic Orchestra und dem Royal Philharmonic Orchestra London auch Pop-Größen wie Bryan Adams oder Mitglieder von The Who.