08.09.2014 08:30 Mit Elena Pankratova

Andrej Hoteevs Album "Pure Mussorgksy" - Bilder einer Ausstellung sowie Lieder und Tänze des Tods auf einer CD

Andrej Hotee veroeffentlicht Pure Mussorgsky

Andrej Hoteev ist seit seiner Entdeckung von Tschaikowskys 3. Klavierkonzert in unverfälschter Gestalt bekannt dafür, den Quellen auf den Grund zu gehen. "Pure Mussorgsky" © Edel

Von: GFDK - Edel AG

Im März 2014 jährte sich der Geburtstag Modest Mussorgskys bereits zum 175. Mal. Und doch ist seine Musik bis heute nicht so zu hören, wie sie von ihm tatsächlich niedergeschrieben wurde. Wohlmeinende Kollegen und Verleger waren der Ansicht, etliche „Fehler“ und Ungeschicklichkeiten des „genialen Dilettanten“ müssten ganz in seinem Sinne verbessert werden. Aber auch mangelhafte russische Reproduktionen der Manuskripte in Faksimileausgaben haben Spuren in den Noten hinterlassen. Lange Zeit blieb dies unentdeckt, da die Originalhandschriften – obwohl in russischen Bibliotheken lagernd – nur schwer zugänglich waren und nach wie vor sind.

Der russische Pianist Andrej Hoteev ist seit seiner Entdeckung von Tschaikowskys 3. Klavierkonzert in unverfälschter Gestalt bekannt dafür, den Quellen auf den Grund zu gehen. So nutzte er die sich unverhofft bietende Gelegenheit, Mussorgskys Handschriften einzusehen, und wurde auch bei ihm fündig: Sowohl bei den „Bildern einer Ausstellung“ als auch den „Liedern und Tänzen des Todes“ fanden sich zahlreiche Abweichungen zu den herkömmlichen Notenausgaben (allein in jedem der vier Lieder an über 60 Stellen), die der Musik buchstäblich an die Substanz gehen. Die nun vorliegende Einspielung beider Werke, die der Pianist zusammen mit der russischen Sängerin Elena Pankratova vorlegt, fördert die unkonventionelle, urwüchsige Musik wieder zutage, die dem Komponisten ursprünglich vorschwebte. Im CD-Beiheft sind die wichtigsten Abweichungen auch anhand von Abbildungen aus den Manuskripten nachvollziehbar dokumentiert.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Besondere Beachtung verdient noch, dass die Lieder hier ohne die übliche Transponierung in den tatsächlich vorgesehenen Tonarten gesungen werden, da Elena Pankratova über einen Stimmumfang verfügt, der Sopran und Mezzosopran vereint. Erst kürzlich wurde die Sängerin in München als Färberin sowie als Turandot im Mariinski-Theater bejubelt. Für eine Stimme wie ihre sind die Lieder geschrieben, die in dieser Aufnahme nun auch in den richtigen Tonartenverhältnissen und mit dem Ausdruck der verschiedenen Stimmlagen wieder dem entsprechen, was dem Komponisten vorschwebte.

 

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