29.07.2013 08:29 Britisches Trio erklärt die Musik zum eigentlichen Star

No Ceremony/// entführen auf 3 Deutschlandkonzerten Publi- kum in ihr dunkles Pop-Mysterium - Hamburg, Berlin und Köln

No Ceremony geben drei Deutschlandkonzerte 2013

„Unsere Arbeit fußt auf tiefstem Vertrauen zueinander in die musikalischen Fähigkeiten der anderen, und das wünschen wir uns auch von den Freunden unserer Musik,“ so No Ceremony///. Quelle: MLK

Von: GFDK - Marek Lieberberg

No Ceremony/// tauchten Ende 2011 aus dem Nichts auf und waren plötzlich da. Ihre ersten Songs und Videos verbreiteten sich in der Online-Welt wie ein Lauffeuer, denn sie treffen mit ihrem dunklen Post-Rave-Electro-Pop den Nerv des Zeitgeistes wie wenig andere Formationen derzeit.

Selbst jetzt, rund eineinhalb Jahre später, weiß man über das Trio so gut wie nichts Privates, und dies aus einem guten Grund: Für No Ceremony/// ist die Musik der Star, nichts anderes zählt. Die Personen verschwinden hinter diesen sowohl euphorischen als auch traurigen Tunes, die ebenso gut im Club funktionieren, wie sie als Soundtrack für einen schönen Sommertag dienen. Am 3. September wird das Trio sein selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichen. Knapp vier Wochen später kommen sie für drei Konzerte in Hamburg, Berlin und Köln dann erstmals nach Deutschland.

„Mit der typischen Heldenverehrung der heutigen Pop-Szene haben wir nichts zu schaffen“, erklärt das selbstbewusste Sprachrohr von No Ceremony///, über den man nicht mehr weiß, als dass er den Vornamen Kelly trägt. „Bands werden viel zu häufig aus den falschen Gründen geschätzt. Über Google kann man heutzutage alles über einen Musiker erfahren, was man möchte, und dies lenkt ab von der eigentlichen Kunst. Bei uns soll sich alles ausschließlich um die Musik drehen. Die Personen in dieser Band haben die stillschweigende Übereinkunft getroffen, dass wir uns blind vertrauen in der Frage, was gute Musik ist, und diesem Vertrauen alles unterordnen. Jede weitere Information lenkt nur ab vom Wesentlichen, und deshalb gibt es derartige Informationen über uns nicht.“

Konzerte in Deutschland

Mit diesem Ansatz folgen No Ceremony///, die neben Kelly (Keyboards, Programming) aus James (Keyboard, Programming) und Victoria (Gesang) bestehen, der guten Tradition außergewöhnlicher Elektronik-Musiker wie Kraftwerk oder The KLF. Auch bei diesen Formationen stand die Musik stets im Fokus, die optische Komponente und die Persönlichkeiten hinter der Musik verfügten über eine mysteriöse Abstraktion, die in geradezu anarchischer Weise die üblichen Mechanismen der Popmusik aushebelte. „Wir wollen erreichen, dass sich niemand fragt, wer No Ceremony/// eigentlich ist, sondern lediglich, wie gut unsere Songs sind“, erklärt Kelly. „Unsere Arbeit fußt auf tiefstem Vertrauen zueinander in die musikalischen Fähigkeiten der anderen, und das wünschen wir uns auch von den Freunden unserer Musik.“

Dieses Vertrauen genießen sie bereits. Etwa von Künstlern, die bei ihnen Remixe anfragten. Ihr Ansatz ist dabei, eine neue Version eines Songs zu erstellen, in der man das Original höchstens noch in Spurenelementen erkennen kann. Und auch ihre Fans vertrauen ihnen – wie ihr erster online hochgeladener Song „Heartbreak“ unlängst bewies: Der Song und das dazu gehörende Video verbreiteten sich in rasender Geschwindigkeit in der Blogosphäre und führten zu zahlreichen Einladungen zu Radio-Shows, obwohl man nichts über die Akteure hinter der Musik wusste. Mittlerweile wartet ganz Großbritannien gespannt auf das Debütalbum, das Anfang September veröffentlicht wird.

Konzerte in Hamburg, Berlin und Köln

Auch hier behalten No Ceremony/// volle Kontrolle. Das Album wird über ihr eigenes Label ‚NOC///’ erscheinen, alle neun Tracks haben sie selbst produziert. Mit dem Pixies-Gitarristen Joey Santiago und dem Singer-/Songwriter James Vincent McMorrow luden sie sich zwei so überraschende wie spannende Gäste ins Studio ein, alles andere hat das Trio in Eigenregie kreiert – bis hin zum Artwork und den Videos. No Ceremony/// wünschen sich, dass man ihr Debütalbum in der Tradition echter Alben sieht: „Jeder Song baut auf dem voran gegangenen auf und gibt einen Fingerzeig zum nächsten“, erklärt Kelly. „Nur so versteht man unsere Welt.“

 

 

Marek Lieberberg presents

No Ceremony///

 

Fr.  27.09.  Hamburg, Reeperbahn Festival

Sa. 28.09.  Berlin, Berlin Independent Night

Di.  01.10. Köln, Gebäude 9

 


Bundesweite Ticket Hotline: 01806 – 57 00 00

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

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