05.03.2012 07:26 Konzerte in München, Berlin und Köln

Konzert Rock/Pop: Michael Kiwanuka - Sensation zwischen Folk und Soul - Erste Deutschland-Tour im April/Mai

(c) Marek Lieberberg Konzertagentur

Von: MLK

Nur selten sind sich Musikmedien, Feuilletons und Radio-DJs rund um den Globus so einig wie im Fall des britischen Sängers Michael Kiwanuka. Der 24-jährige Shooting Star wird derzeit als die Hoffnung des Jahres gelistet. So führt er die international angesehene BBC-Liste „Sound of 2012“ an und gehört auch für die prominent besetzte Jury von Spiegel Online zu den „zehn heißesten Newcomern“ der kommenden Saison. Schon jetzt laufen seine bislang veröffentlichten Songs auf höchster Rotation im Radio – zur Vorbereitung auf sein am 23. März erscheinendes Debütalbum „Home Again“. Zwischen dem 22. April und dem 1. Mai tritt Michael Kiwanuka seine erste Deutschland-Tour an. Die Stationen seiner Konzertreise sind München, Berlin und Köln.

Niemand hat weniger mit der Begeisterung um seine Person gerechnet als Michael Kiwanuka selbst. Der Sohn ugandischer Einwanderer, der in Londons Norden aufwuchs, verfolgte ursprünglich eine Karriere als Fußballer. Nachdem er jedoch erstmals ein Solo von Jimi Hendrix hörte, begann er Gitarre zu spielen. Wenig später stieß er auf die Samtstimme von Otis Redding, was ihn zum Gesangsmikro greifen ließ. Und als ihm ein Freund eine CD von Bob Dylan schenkte, hatte Michael Kiwanuka seinen Sound gefunden: eine Verbindung aus altem Soul, aufrechtem Protest-Folk und den Pop-Arrangements der 60er.

Anfangs nahm er seine Musik jedoch vor allem für sich auf und verdiente seinen Lebensunterhalt als Session-Gitarrist, unter anderem für den britischen Rap-Shooting Star Chipmunk. „Ich war überzeugt, dass ich mit meinen Songs nur schwer ein Publikum finden würde – wirken sie doch wie aus der Zeit gefallen“, erinnert er sich. In Paul Butler, dem Frontmann der britischen Retro-Popper The Bees, der sich auch einen Namen als Produzent gemacht hat, fand Kiwanuka seinen kongenialen Partner, der ihm half, seinen ureigenen Stil auszuformulieren. So verschmolz auf seinen ersten beiden, 2011 veröffentlichten EPs, „Tell Me A Tale“ und „I’m Getting Ready“, der warme Soul von Idolen wie Al Green und Bill Withers mit dem ambitionierten Folk-Pop von Joni Mitchell, The Band oder Bob Dylan.

Michael Kiwanuka wurde quasi über Nacht zum Anwärter auf die Rolle des aufregendsten Newcomers. Nicht nur die mit über 180 Musikexperten besetzte „Sound of 2012“-Jury der BBC stufte ihn als stimmliche Sensation ein, auch die großen Feuilletons und bedeutendsten Musikmagazine waren voll des Lobes. Die Sunday Times bescheinigte ihm „einzigartige Brillanz“, Mojo bezeichnete ihn als „echten Star“ und die Los Angeles Times empfand ihn als „süchtig machend“. Sänger- und Soul-Kollegin Adele, die den „Sound of“-Poll der BBC im Jahr 2007 anführte, verliebte sich ebenfalls sofort in seine Stimme. Sie lud den smarten Sänger auf ihre Tournee ein, unter anderem durch Deutschland, wo er in Berlin und Hamburg das Video zu seiner ersten Single „Tell Me A Tale“ drehte. Seine erstes deutsches Solo-Konzert in Berlin Ende Januar verdeutlichte eindrucksvoll, was auch für die anstehende Tournee zu erwarten ist: Es war der Beginn eines sehr aufregenden Jahres für Michael Kiwanuka.

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